Tag-Archiv | Schafe

Die Zeit bis Imbolc

Imbolc bedeutet „Schafe zum Säugen anlegen“, weil um diese Zeit die ersten Schafe geboren werden.

In der Natur ist es immer noch eisig kalt, obwohl es jetzt abends länger hell ist. Umso überraschter war ich, als ich meine neu gekauften Winterlinge eingrub und daneben bereits Kornblumen wuchsen. Auch auf den Wiesen entdeckte ich mehrere Gänseblümchen.

Ich traf sogar die Lichtgöttin Brigid, die aber in ihrem blauen Kleid noch kräftig fror, als sie die Samen weckte und die Bäume wachrüttelte. Zaghaft lugten die Elementarwesen und Fruchtbarkeitsgeister aus der Erde hervor.

Noch aber hat die dunkle, schwarze Göttin die Percht und ihr Gefolge, die Herrschaft über die Natur:

In der Nacht vom 1. Februar auf den 2. Februar aber wird keltische IMBOLC oder das Fest der BRIGID oder LICHTMESS gefeiert und Orakel werden befragt. Dann wird die wilde Frühlingsenergie wieder hervorbrechen…

Frühling im Hartwald

Auch im Wald ist der Frühling jetzt angekommen. Überall zwitschert es und es duftet es kräftig nach Bärlauch.

Hartwald

Die Frösche sind fleißig dabei für Nachwuchs zu sorgen.

Leider werden die Lämmchen nicht alle behalten, weil eine Herde immer nur eine bestimmte Größe haben darf. Manchmal wird aber auch ein älteres Schaf geschlachtet und das Lämmchen darf dafür überleben.

Da sich die Wollgewinnung nicht mehr lohnt, werden Schafe nur noch als Rasenmäher und als Fleischlieferanten gehalten. Auch hier fressen die großen die kleinen Betriebe.

Nur noch wenige Kleinbetriebe halten Milchschafe,deren Milch als Ersatz dient, wenn die Kuhmilch von Babys nicht vertragen wird.

„Earth provides enough to satisfy every man’s needs, but not every man’s greed.“

Mahatma- Gandhi

Die Erde liefert genug, um den Bedarf eines jeden zufriedenzustellen, aber nicht genug um die Habsucht eines jeden zu stillen.

Spaziergang im Schnee

Als heute alles grau in grau war und es auch noch schneite, entschloss ich mich zu einem Spaziergang im Schnee. Ich genoss die frische Luft und bewunderte die hübschen Sträucher und Bäume. Manchmal sahen sie in der Schneelandschaft wie Gespenster aus. Zuweilen sah ich aber auch andere Farben als weiß:

Bald konnte ich aber kaum noch irgend etwas sehen. Es kam mir vor, als wäre ich in einer riesengroßen Wolke. Dann hörte ich die Schafe von vorgestern hinter der Nebelwand und lief in ihre Richtung.

Sie waren hierher weiter gezogen. Der Schäfer sah aus wie ein Schneemann in einem Negativfilm, so ruhig stand er da. Auch die Hunde hatten nicht so viel zu tun, weil die Schafe sich eng aneinanderdrängten. Noch hatte hier der Bauer sein Feld nicht gedüngt und die Schafe konnten genüsslich ihr Eis am Stiel verspeisen.

Die kleinen Lämmchen wärmten ihre Füßchen an den Stellen, an denen noch kein Schnee war:

Schafe im Schnee

Diesen Wollknäueln schien ihr Ausflug auf die Wiese sichtlich gut zu tun. Kälte und Schnee macht ihnen gar nichts aus. Eingepackt in ihre warme Wolle fraßen sie sich durch das vereiste Wintergras.

Die jungen Lämmer kommen zwischen Januar und Juni zur Welt. Die ganz kleinen Lämmchen dürfen sicher noch mit ihrer Mutter im Stall bleiben…


Wanderung beim Filsursprung

Wir wanderten am ersten schönen Sommertag durch das Hasental auf der schwäbischen Alb bei Wiesensteig:

Hasental

Es zog uns heute zu einem magischen Ort, dem Filsursprung.

Zuerst kamen wir am Kleinen Filsursprung vorbei, die später auch in die Fils fließt.

Leider gab es im Hasental keine Hasen, dafür durften aber ungefähr 500 Schäfchen zum ersten Mal wieder auf die Weide. Entsprechend groß war die Freude, besonders für die ganz Kleinen, die sowas noch nicht erlebt haben:

Manche Schafe waren auch durstig und labten sich am frischen Wasser der Karstquelle:

Nachdem es sich der Schäfer mit seinem Hund auf der Bank gemütlich gemacht hatte, liefen alle Schafe einfach wieder in die Richtung aus der sie gekommen sind:

Wahrscheinlich flüchteten sie vor den, schrecklichen Geistern, den Schrezen die in den Wäldern um den Filsursprung hausen:

Schrezen

Wir liefen an der Fils entlang und beobachteten wie sie immer breiter und tiefer und schneller wurde:

Das Wasser der Fils war glasklar:

Fils im Hasental

Es gab sogar kleine Fische, nach denen ein Reiher Ausschau hielt.
Manchmal bildeten sich schöne Kreismuster auf der Wasseroberfläche:

Fils

Als wir nach Wiesensteig kamen, sahen wir, dass die Fils schon an vielen Stellen eingeengt und begradigt worden ist.

Ein tadelloses Mitglied einer Schafherde kann auch eine Katze sein!

Beim heutigen Spaziergang kam ich doch tatsächlich an einer Schafherde vorbei und sie befand sich erfreulicherweise auf der linken Seite!:)

„Schafe zur Linken, das Glück wird dir winken.“

Die Katze lief von rechts nach links: „was Gutes bringt´s“.

Hier wird zwar behauptet Katzen seien dümmer als Schafe:

Aber hier konnte die angeblich doofe Katze doch tatsächlich diesen Spruch Albert Einsteins widerlegen:

„Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein“.

Sie war schließlich der Mittelpunkt dieser Schafsherde, die sie gerne bei sich aufgenommen hatte.

Spaziergang bei Grünenberg

Um dem Lärm im Filstal zu entkommen, liefen wir vom Wanderparkplatz Grünenberg aus spazieren um wie viele andere Wanderer die Ruhe der Landschaft zu genießen. Wir wurden dann von dem durchdringenden Geräusch eines Modellflugzeuges wie diesem hier überrascht:

Der Weg war voller Bänke mit schönen Aussichten. Nach einer Weile kamen wir an ein eigenartiges Feld ohne Gras, auf dem die Schafe zusammengepfercht wurden – ohne Wasser, obwohl die Sonne kräftig schien.

eingepferchte Schafsherde

In der Mitte stand auch noch ein Esel dabei, der ebenso traurig schaute, wie die Schafe:

Schafsherde ohne Gras und Wasser

Alle Wanderer die vorbei kamen schauten genauso hilflos drein wie die Schafe und der Esel und alle wunderten sich, warum die Tiere nicht auf die saftigen Wiesen nebenan durften:

Auf den abgeernteten Maisfeldern in der Nähe war alles voller Schafskot:

abgeerntetes schafsgedüngtes Maisfeld

Also werden die Schafe dort, auf einem Feldstück nach dem anderen, eingepfercht, um das Feld zu düngen! Warum bekommen sie dann aber nicht wenigstens Wasser?

„Den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran ermessen, wie sie die Tiere behandelt“
Mahatma Gandhi