Tag-Archiv | Schnee

Heimfahrt vom Gardasee über den Fernpass

Geschirr

Eigenartiger Weise musste das Geschirr zum Abzählen auf dem Küchentisch aufgereiht werden. Danach bekamen wir unsere Kaution zurück und konnten abreisen.

Wir konnten dieses Mal über den Fernpass fahren, der jetzt nicht wegen Hochwasser gesperrt war. Aber dank der vielen Baustellen, dauerte die Rückfahrt genauso lange wie die Hinfahrt.

Wir fuhren durch wunderschöne Landschaften, sahen blühende Wiesen und türkisblaue Seen. Auf vielen Bergen lag Mitte Juni immer noch Schnee. Zum Glück fuhren wir nicht so hoch hinauf. Stattdessen ging es durch mehrere Tunnel, die ganz schön lang waren.

Plötzlich fühlte ich, wie sich mein Herzchakra öffnete und die Schwingungen der Umgebung feiner wurden. Wir fuhren auf den „Heiligen Berg“, die Zugspitze zu.

Er ist ein ganz besonderer Kraftort, an dem wir unsere Lebensenergie kräftig aufladen können. Ob wohl die Motorradfahrer deshalb so halsbrecherisch rasten und meistens vor den Kurven überholten?

http://www.youtube.com/watch?v=STi7BdqwnZc

Danach gab es nicht mehr viel zu filmen, weil die Landschaften auf der Autobahn zu schnell an uns vorbeirasten. Die hatten wohl auch zu viel Energie abgekriegt…

Spaziergang im Schnee

Als heute alles grau in grau war und es auch noch schneite, entschloss ich mich zu einem Spaziergang im Schnee. Ich genoss die frische Luft und bewunderte die hübschen Sträucher und Bäume. Manchmal sahen sie in der Schneelandschaft wie Gespenster aus. Zuweilen sah ich aber auch andere Farben als weiß:

Bald konnte ich aber kaum noch irgend etwas sehen. Es kam mir vor, als wäre ich in einer riesengroßen Wolke. Dann hörte ich die Schafe von vorgestern hinter der Nebelwand und lief in ihre Richtung.

Sie waren hierher weiter gezogen. Der Schäfer sah aus wie ein Schneemann in einem Negativfilm, so ruhig stand er da. Auch die Hunde hatten nicht so viel zu tun, weil die Schafe sich eng aneinanderdrängten. Noch hatte hier der Bauer sein Feld nicht gedüngt und die Schafe konnten genüsslich ihr Eis am Stiel verspeisen.

Die kleinen Lämmchen wärmten ihre Füßchen an den Stellen, an denen noch kein Schnee war:

Schafe im Schnee

Diesen Wollknäueln schien ihr Ausflug auf die Wiese sichtlich gut zu tun. Kälte und Schnee macht ihnen gar nichts aus. Eingepackt in ihre warme Wolle fraßen sie sich durch das vereiste Wintergras.

Die jungen Lämmer kommen zwischen Januar und Juni zur Welt. Die ganz kleinen Lämmchen dürfen sicher noch mit ihrer Mutter im Stall bleiben…


Aschermittwoch

Während die Christen sich Asche aufs Haupt streuen lassen und die Politiker sich gegenseitig fertig machen, erwärmte ich lieber meine Seele in der Winterkälte der Natur.
Obwohl ich es auch wieder sehr traurig fand, wie viele Bäume zerstückelt worden sind.

Das Reh, das über die Felder sprang, konnte ich leider nicht mit auf den Film bringen, weil es zu weit weg war:

Schnee von gestern

Ich tanzte zuerst mit sieben Engeln den Wave Dance zur Musik von Gabrielle Roth,

bis wir uns in Trance befanden:

Dann setzten wir uns hin zur stillen Meditation.

Ich blickte noch einmal kurz in unsere Salzkristall- Lampe und schon sah ich wie von einem riesigen Gestell eine dickflüssige milchschokoladenfarbene Masse herabtropfte. Ich schaute intensiv hin um festzustellen ob das wirklich Schokolade war. Aber es roch nicht danach. Aber was war es dann?

Irgendwann veränderte sich die Szenerie in eine kalte glitschige schimmelige dunkelgrüne Steinwand, an der dicke Tränen in allen Farben schillernd herab tropften.

Ich war in einem dunklen Verließ oder Brunnen und hörte auf das Plitsch- Platsch der Tropfen. Irgendeine Maschine drückte mit klauenförmigen Greifern das trockene Gras, das zur oberen Öffnung herein wuchs an den Rand.

Ich schwebte dann hoch über die Hügel einer gelborangenen Sandwüste und während ich diese atemberaubende Landschaft genoss, fragte ich mich, ob ich diese Farbe wohl auch als Rot bezeichnen könnte:

Als ich das Meer erreichte und den Strand voller Menschen sah, freute ich mich und wollte auch baden, aber zu meinem Entsetzen lagen sie alle tot umher. Ein Tsunami konnte es nicht gewesen sein, dazu war zu wenig Verwüstung zu sehen. War etwa das Meerwasser vergiftet? Von wem? Warum?

Leise hörte ich in der Ferne das Läuten, das das Ende der Meditation anzeigte. Nicht leicht wie sonst fühlte ich mich bei der Rückkehr, sondern zentnerschwer und traurig.

Rosi sah uns alle als verschiedenfarbige Kristalle leuchten und ich verströmte weißes Licht.Wie das zusammenpasst?
Sie hatte „uns“ gesehen, nicht aber unsere Umwelt.

Außerdem kannte sie die neuesten Nachrichten noch nicht, dass nämlich die Dämonin Aisha Qandisha, die überwiegend von Männern Besitz ergreift, wieder einmal in den Bananenrepubliken zugeschlagen hatte.:

– Die Entführung von Geiseln in Algerien durch Islamisten um den Mali- Einsatz zu stoppen.
– Der Machtkampf in Pakistan, wo das Oberste Gericht die Festnahme von Regierungschef Ashraf anordnete und der Islamisten-Führer Tahir ul-Qadri die Regierung stürzen will.

Als wir aus unserer Halle heraus kamen, wehte ein frischer Wind durch die winterliche Landschaft. Es hatte wieder geschneit.

Weihnachtmarkt in Schorndorf

Heute fuhr ich durch eine märchenhafte Schneelandschaft zum Schorndorfer Markt.

Winterlandschaft

Dort war auch schon der Weihnachtsmarkt eröffnet, mit vielen leider abgesägten Weihnachtsbäumen. Viele Menschen wärmten sich an Glühwein und Co.
Obwohl hier in Schorndorf kein Schnee lag, konnte ich doch ein wenig den Zauber der Adventsstimmung wahrnehmen und hoffentlich ein wenig davon auf dieses Video übertragen:

http://www.myvideo.de/movie/8870882
Süßer die Glocken nie klingen – MyVideo

http://www.myvideo.de/watch/8870882/Suesser_die_Glocken_nie_klingen

Dieses deutsche Weihnachtlied aus dem 19. Jahrhundert wechselte schon oft seinen Text und hieß einst : „Seht, wie die Sonne dort sinket“.

Ich wünsche Euch eine wonnige und friedliche Weihnachtszeit

Erdbeeren an Allerheiligen!

Nachdem ich gestern Abend zu Samhain sehr viel Besuch von Drüben hatte, wollte ich mich heute etwas ausruhen. Als ich so auf dem Bett lag und vor mich hin döste, leuchtete plötzlich etwas Rotes durch die Balkontür:

Erdbeeren im November

Ich konnte es kaum fassen: Erdbeeren in meinem Blumenkasten, im November und das nach dem Schnee und der Eiseskälte der letzten Tage.

http://www.myvideo.de/movie/8832546
Sat Chit Ananda – MyVideo
http://www.myvideo.de/watch/8832546/Sat_Chit_Ananda

Ob mir dieses Geburtstagsgeschenk wohl meine Besucher hinterlassen haben?

Zum Vatertag 2011: Leonard Cohen

Beim Überspielen meiner alten Tonbänder auf CD, kam mir auch eine alte Cohen-Kassette in die Hände. Erinnerungen an unheimliche und gefährliche Fahrten durchs Gebirge auf schneeglatten Straßen mit Schneeketten tauchten auf, wobei mir kalte Schauer den Rücken herabliefen. Damals dachte ich, es läge an den ungewöhnlichen Straßenverhältnissen.

Zu den herabfallenden Schneeflocken sang Cohen mit seiner Grabesstimme seine depressiv- melancholischen Lieder wie „Suzanne“ und ich konnte die Musik nicht abstellen, weil ich mich mit beiden Händen fest ans Lenkrad klammerte und mir überlegte, wie ich rechtzeitig aus dem Auto springe, falls es in einer Kurve über die Kante schlittert, was auch einmal beinahe passierte, als sich das Auto, um 180° drehte und 30 cm vor dem Abhang aufhörte zu rutschen.

In den neunziger Jahren zog sich Cohen in ein buddhistisches Zen-Kloster bei Los Angeles zurück und kochte für seinen Zen- Meister Roshi. Dort wurde er 1996 zum Mönch Jikan (der Stille) ernannt.

First We Take Manhattan
Leonard Cohen:

They sentenced me to twenty years of boredom
For trying to change the system from within
I’m coming now, I’m coming to reward them
First we take Manhattan, then we take Berlin

2) I’m guided by a signal in the heavens
I’m guided by this birthmark on my skin
I’m guided by the beauty of our weapons
First we take Manhattan, then we take Berlin

3) I’d really like to live beside you, baby
I love your body and your spirit and your clothes
But you see that line there moving through the station?
I told you, I told you, told you, I was one of those

4) Ah you loved me as a loser,
but now you’re worried that I just might win
You know the way to stop me,
but you don’t have the discipline
How many nights I prayed for this, to let my work begin
First we take Manhattan, then we take Berlin

5) I don’t like your fashion business, mister
And I don’t like these drugs that keep you thin
I don’t like what happened to my sister
First we take Manhattan, then we take Berlin

I’d really like to live beside you, baby …

6) And I thank you for those items that you sent me
The monkey and the plywood violin
I practiced every night, now I’m ready
First we take Manhattan, then we take Berlin

I am guided …

7) Ah remember me, I used to live for music
Remember me, I brought your groceries in
Well it’s Father’s Day and everybody’s wounded
First we take Manhattan, then we take Berlin

Deutsche Übersetzung von Volker Pöhls:

Sie haben mich zu 20 Jahren Langeweile verurteilt,
weil ich versucht habe, das System von innen heraus zu verändern.
Jetzt komme ich, ich komme, um sie zu belohnen.
Zuerst nehmen wir Manhattan, dann nehmen wir Berlin

2) Ich werde gelenkt durch ein Zeichen im Himmel
ich werde geführt durch dieses Muttermal auf meiner Haut
ich werde geführt durch die Schönheit unserer Waffen
Zuerst nehmen wir Manhattan, dann nehmen wir Berlin

3) Ich würde wirklich gerne mit dir leben, Schatz
ich liebe deinen Körper, deinen Geist und deine Kleider
Aber siehst du da die Schlange, die sich durch den Bahnhof bewegt?
Ich habs dir doch gesagt, ich war einer von denen.

4) Ah, du hast mich als Verlierer geliebt,
aber jetzt sorgst du dich, dass ich vielleicht gewinnen könnte
du weißt, wie du mich aufhalten könntest,
aber du hast nicht die Disziplin dazu.
Wie viele Nächte habe ich dafür gebetet, man möge mich mit meiner Arbeit beginnen lassen
Zuerst nehmen wir Manhattan, dann nehmen wir Berlin

5) Ich mag Ihr Mode-Geschäft nicht, mein Herr,
und ich mag diese Drogen nicht, die einen schlank halten
ich mag nicht, was meiner Schwester passiert ist
Zuerst nehmen wir Manhattan, dann nehmen wir Berlin

6) Und ich danke dir für die Sachen, die du mir geschickt hast
den Affen und die Sperrholz-Geige
ich habe jede Nacht geübt, jetzt bin ich bereit
Zuerst nehmen wir Manhattan, dann nehmen wir Berlin

7) Ah, vergiss mich nicht, ich lebte mal für die Musik
vergiss nicht , wie ich dir die Einkaufstaschen reingetragen habe,
Nun, es ist Vatertag und jeder ist verwundet
Zuerst nehmen wir Manhattan, dann nehmen wir Berlin

Der Text dieses Songs, der sich anhört wie das harmlose, unauffällige Privatleben eines Schläfers wurde 1987 erstmals veröffentlicht. 1992 wurde die CD mit „Leonard Cohen erobert Manhattan“ übersetzt. Manhattan und Berlin repräsentieren Demokratie, Marktwirtschaft, Reichtum.

Dieses Lied wurde nach dem Zusammensturz des World Trade Center von allen amerikanischen Rundfunksendern monatelang nicht mehr gespielt.

http://www.volkerpoehls.de/cohen.htm