Tag-Archiv | Schwäbisch Gmünd

Im Erdenreich von Schwäbisch Gmünd

Hier unten auf der Erde gibt es sogar schönere Türme als im Himmel, zum Beispiel den Fünfknopfturm.

Fünf Knöpfe zieren seine Spitzen und sein Grundriss ist 5- eckig. Dort dürfen immer nur zwei Personen gleichzeitig auf die Spitze in 27 Meter Höhe, weil er wegen Altersschwäche sonst einbricht. Auch mein Rollator durfte nicht mit nach oben.

Erdenreich

Danach erholte ich mich in einem Strandkorb am Remsstrand im Remspark. Ich wusste bisher gar nicht, dass Schwäbisch Gmünd am Schwäbischen Meer liegt.

Das Rokokoschlösschen und der Geigerbrunnen waren ganz in der Nähe und brachten etwas Nostalgie in die Gegend.

Am Josefsbach ging das Erdenreich der Landesgartenschau weiter.

Auch hier amüsierten sich die Naturgeister köstlich. Nicht einmal vor der „Schwarzen Madonna des hl. Thomas“ von Brünn hatten sie Respekt. Obwohl sie doch 1645 während die Schweden Brünn belagerten bewies, wie mächtig sie ist.

Sie bedeckte den ganzen Ort mit ihrem riesigen Mantel und schützte so die Stadt vor dem Angriff. Ihr Antlitz erschien hell am Himmel.

Zuletzt lief ich noch die Jugendmeile entlang und besuchte ich noch einen Klettergarten. Da war ich aber schon so erschöpft, dass ich gar nicht erst versuchte mit meinem Rollator da hoch zu kommen.

Die Himmelsleiter von Schwäbisch Gmünd

In den Bäumen des Waldseilgartens hatten es sich die Naturgeister während der Landesgartenschau in den Hängematten gemütlich gemacht. Von dort aus beobachteten sie lässig die Kraxeleien der Wagemutigen auf ihren Himmelsleitern und heckten neuen Schabernack aus.

Um die Kinder und die Erwachsenen schneller wieder aus dem Himmel hinaus zu bekommen gibt es eine XXL- Waldkugelbahn.

Daneben war die hölzerne Rennstrecke für Rollstuhlfahrer, Kinderwagen und meinen Rollator.

Irgendwann nach einem abenteuerlichen Waldlauf durchs Taubental landete ich dann wieder auf der Erde, am Limes.

Dort musste ich aber nicht römischen Kampfwagen, sondern Radfahrern ausweichen. Statt römischer Pferde begrüßte mich Zameerahmis Katze ganz herzlich. Ihre Herrin war leider gerade ausgeflogen.

Der Himmel von Schwäbisch Gmünd

Das Wetter hat gut mitgespielt, als ich im Himmel der Landesgartenschau in Schwäbisch Gmünd eintraf.

Himmelsgarten

Es gab zur Begrüßung strahlenden Sonnenschein. Zunächst lief ich an Gräbern vorbei, die ich im Himmelsgarten eigentlich nicht erwartet hatte. Wenigstens waren hier die Engel noch nicht ganz ausgestorben:

Zuerst fiel mir mal der Himmelsstürmer ins Auge. Das hat nichts mit Fußball zu tun, sondern so heißt der Aussichtsturm dort, der das neue Wahrzeichen von Schwäbisch Gmünd sein soll.

Mir gefällt aber das Einhorn viel besser. Die Kinder finden es allerdings langweilig, weil sie es seit Jahren überall in der Stadt antreffen und sie lieber mal was anderes sehen wollen.

Den Himmelsstürmer von fast 40 Metern Höhe und 209 Stufen erstürmten die Kinder mit einer unglaublichen Geschwindigkeit, so dass ich mit meinem Rollator kaum hinterherkam.
Von oben hatten wir eine wunderschöne Aussicht auf die Gartenausstellung mit den fantasievollen Blumenmustern und die herrliche Umgebung.

Es gab viel moderne Kunst, vor allem Unerklärliches wie Handtaschen mit soviel Dreck darin, dass sogar Pflanzen daraus wuchsen.

Auch die Stühle im Himmel gefielen allen gut, weil sich jeder seinen zu ihm passenden aussuchen konnte.

Gut fand ich auch, dass dort noch eine Arche Noah war, so gibt es wenigstens im Himmel noch ein paar Tiere, wenn die auf der Erde alle ausgerottet sind. Es gab auch riesige Bienenstöcke und andere Tiere zum streicheln.

Der Hanf im Hanfirrgarten war wohl ein Irrtum. Die Pflänzchen wuchsen wohl wegen Wassermangels so spärlich, dass sie kaum zu erkennen waren.

Das ganze Wasser ging wohl für die Wasserspielplätze drauf, in denen die Kinder spielten und so die Erde nicht vermissten.

Nicht nur zur Drachenzeit gehen Frauen ins Mondcafé

Zur Zeit der Menstruation reinigt sich die Frau sowohl körperlich als auch seelisch. Sie empfindet dann sehr emotional. Deshalb hat sie dann auch ihre „Drachenzeit“.

In Mondhütten verbringen die Frauen zusammen ihre Mondzeit. Dort erfahren sie ihre weibliche Kraft und Verbundenheit miteinander. Ein schöner Brauch ist es, junge Mädchen in Mondhütten zu initiieren.

Oft haben familiär oder freundschaftlich miteinander verbundenen Frauen ihre Mondzeit zusammen und das gerade an Neumond. Wenn sie zu dieser Zeit nach innen spüren haben sie direkten Zugang zu ihrer Spiritualität, können sich leichter mit Mutter Erde verbinden und mit ihrem Unbewussten in Verbindung treten.

Die Indianer verhüllten ihre Mondhütten für die Frauen mit roten Tüchern. Für die Männer gab es die Schwitzhütten.

Auch in der Bibel gab es zu Abrahams Zeiten ein rotes Zelt für blutende Frauen.

Die Mondzeit der Frauen wurde von den Männern respektiert und so konnten sie ihre Visionen empfangen, die für das Überleben aller wichtig waren.

Auch heute sollten die Frauen wieder die Gelegenheit wahrnehmen einmal im Monat mit gleichgesinnten Frauen zusammenzukommen und ihre Spiritualität leben.

In Schwäbisch Gmünd gibt es z. B. ein Mondcafé, einen roten Raum, in dem sich Frauen zur Zeit des Vollmondes treffen und können, auch wenn sie sich nicht in der Drachenzeit befinden:

http://www.uebergaenge-feiern.de/mondcaf%C3%A9/