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Butzigagale

Eine gewaltige Energiewolke empfing uns, als wir in die Halle traten. Sie hatten bereits begonnen zu singen, während wir noch um das Gelände kurvten um einen Parkplatz zu ergattern.

Die Halle füllte sich immer mehr und wir freuten uns, dass das Singen so kurz vor Weihnachten noch stattfand.

Einige Teilnehmer saßen in der Mitte und wurden von den anderen, die im großen Kreis standen, besungen und nach einer Weile wechselten sie sich mit anderen ab. Mit den Händen wurde ihnen die Energie, die aus den Herzchakren hervorströmte zugeschoben und alle fühlten sich in diesen Schwingungen sichtlich wohl. Manche saßen, andere bewegten sich im Rhythmus oder tanzten, jeder auf seine ganz besondere Weise.

Wir sangen in den verschiedensten Sprachen. Sogar Sanskrit und Roma wurden uns ganz vertraut beim Rhytmischen Wiederholen der Verse in den verschiedensten Varianten. Jeder sang nach seiner Natur. Selbst ein Vogelchor hätte schöner nicht klingen können.

Nach einer Pause wollten wir noch den Chor anhören, aber wir durften auch hier gleich mitsingen und es war wunderschön:

Ich lernte an diesem Abend endlich das schwäbische Weihnachtslied, es hat sich halt eröffnet:

Es hat sich halt eröffnet das himmlische Tor,
die Engela, die kugelet glei haufaweis hervor,

die Bubela, die Madela,
die schlaget Butzigagela

Bald auf ond bald onder, bald hin und bald her,
bald übersche bald ondersche, die freiand sich alle sehr

die Engela im Himmel, die hent`s jo gar net schwer
die hent so kleine Flügala ond flieget hin ond her

die Engela im Himmel, die singet wunderschön,
dass Sonne, Mond und Sternla verwundert stille stehn.

So konnten wir unsere Seele klingen lassen und uns vom Alltagsstress befreien und tief entspannt den Weihnachtsvorbereitungen entgegensehen.

Wozu brauch i denn ä Mülltonn?

Auf einem Ausflug kam uns plötzlich beißender Qualm entgegen, der immer schlimmer wurde. Da wir in der Nähe spielende Kinder gesehen haben, dachten wir, sie hätten vielleicht gezündelt und wir müssten vielleicht die Feuerwehr wegen der beißenden Rauchschwaden alarmieren.

Dann kamen wir an die Quelle des Qualms und Feinstaubes, eine Mischung aus Wasserdampf, Rauch, heisser Luft und gesundheitsgefährdenden polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe:

Erst einmal war ich froh, dass es nur ein Bauer war, der dem Gestank nach nasse Holzstämme ins Feuer warf und kein Waldbrand:

Im Kamin würde sich beim Verbrennen des nassen Holzes Glanzruß bilden, der zu einem Kaminbrand führen kann und den der Schornsteinfeger nicht entfernen kann.

Dann kamen uns aber Bedenken einmal wegen des starken Windes und dann sahen wir wie er blaue Plastiksäcke ins Feuer warf:

Soviel ich weiß, entstehen so krebserregender Dioxine.

Wozu brauch i denn ä Mülltonn I ko mei Müll selber verbrenna:

Wird das Holz im nassen Zustand verbrannt, verdampft zuerst das Wasser. Deshalb verbrennen nicht mehr alle Holzbestandteile vollständig. Holzgase schlugen sich als Ruß auf unseren Kleidern und Haaren nieder, so dass wir auf dem Heimweg immer noch den beißenden Qualmgeruch in den Kleidern und Haaren hatten.

Müllverbrennung

Feuchtes Holz zu verbrennen ist außerdem stark umweltbelastend.

Nur noch Sommerzeit- keine Eiszeit mehr in Moskau!

Missfällt es euch auch, dass man Euch eine Stunde vom Sonntag klaut oder wollt Ihr auch lieber die Frühlingszeit?

Wenn Ihr die Zeitebenen nicht experimentell ins Surrealistische verschieben und mit Träumen und Visionen spielen wollt, könnt Ihr ja nach Moskau ziehen.

Dort wurde dem Hin- und Herstellen der Uhren nun ein Ende gesetzt:

Ich wünsche Euch allen einen Guten Rutsch in die Sommerzeit!