Tag-Archiv | Seerosen

Welches ist die richtige Welt?

sechs Seerosen

Pünktlich zum Erdbeermond öffneten sich sechs Seerosen in meinem Tümpel. Eine fehlt noch, damit es eine Lotusblüte für jedes Chakra gibt.

Das erinnert mich daran, dass ich nicht wie die Indianer auf diesen besonderen Zeitpunkt des Vollmondes gewartet habe, sondern meine Erdbeeren schon vorher vernascht habe, um sie vor den Schnecken zu retten. Aber überlassen wir doch die Vollkommenheit den Göttern…

Tümpelpferd

 

Während buddhistische Heilige und hinduistische Götter oft auf einem Lotus dargestellt werden, verspeist mein Tümpelpferd einfach die Blätter der heiligen Wasserlilie und macht sich überhaupt nichts aus diesem seltenen Ereignis der Sommersonnenwende, dem längsten Tag des Jahres.

Tümpelpferd mit Seerosen

Welches ist denn nun die richtige Welt?

Die der Feier- und Gedenktage oder die der Nilpferde?

Mein geheimnisvoller Garten

Ich tauchte wieder in eine andere Bewußtseinsebene zu einem verwunschenen Reich:

Mein Gartenteich dehnte sich zu einem riesigen Seerosenteich aus, in dem sich der wolkenlose Himmel spiegelte.

Ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus, als ich die silberhellen Stimmchen der dort badenden Nymphen vernahm. Sie vergnügten sich hier und spritzten sich gegenseitig nass. Die in den Sträuchern verborgenen Faunen beobachteten sie dabei und stießen ein seltsames Summen aus. Bald sang und klang es aus allen Richtungen in den wunderlichsten Tönen und die Luft vibrierte von ihrem Klang:

Ich erblickte Blumen, die ich nie zuvor sah. Eine leichte Brise ließ die Seerosen sanft auf dem Teich schaukeln, als sich eine Knospe öffnete und der Gott Pan aus dem antiken Arkadien ganz langsam aus ihr heraus schwebte. Anfangs erschien er noch ganz winzig, aber er wuchs recht schnell zu einem stattlichen Gott heran.

Pan erkannte ich sogleich an seinen geschwungenen Hörnern, seinen Hufen und seiner starken Körperbehaarung. Wie konnten die Christen ihn nur so verteufeln“!

Er wurde von einer ganzen Schar Elementargeister, bunter Schmetterlinge, schillernder Libellen, Insekten und Elementargeister begrüßt. Feen tanzten um ihn herum und einige Elfen ritten auf Eidechsen.

Mit den goldenen Augen meiner Frösche schaute ich zwischen den Grashalmen hindurch auf meine verschwundenen Frosch Rani. Der saß nun in doppelter Ausführung und von einem Lichtschein umrahmt am Teichrand und grinste mich aus der Anderswelt heraus breitmäulig an. Er hatte nun den Kontakt zu den anderen Existenzen gefunden. Ein Faun saß auf seinem Rücken.

Ich empfand eine tiefe Glückseligkeit aus meinem Herzchakra herausströmen und hatte das Gefühl eins mit der Schöpfung zu sein.

Als die schrillen Schreie meiner sich streitenden Nachbarn aus der Ferne erklangen verwandelte sich die Idylle auf meinem Lieblingsplatz vor dem Gartenteich in ein unangenehmes Gefühl. So stieg ich die Treppen hinauf zu meinem Balkon, um das Ganze aus einer anderen Perspektive zu beobachten:

Der Zauber des Leintalzoos

Es gibt diesen Privatzoo schon seit 1980. Am Eingang kaufte ich erst einmal Tierfutter.

Alle möglichen Vogelarten kühlten sich im Schatten der Bäume. Papageien und Wasservögel, Hühner, Pfauen, Perlhühner und Sittiche.

Wir kamen auf unserem Rundweg mitten durch die Natur über bunte Blumenwiesen mit Schmetterlingen und an Teichen mit Fröschen und Libellen vorbei. Auf dem Naturlehrpfad konnte man durch eine Glasscheibe die Tiere unter dem Seerosenteich betrachten.

Ponys, Ziegen, Hängebauchschweine, Kaninchen, Meerschweinchen durften gestreichelt werden. Beim Maultier traute ich mich das aber nicht, weil es angerast kam, wie ein wilder Stier und mit den Hufen kräftig gegen das Gitter knallte. Wie es mit den Zähnen fletschte, sehr ihr ja im Video.

Die riesige Schimpansenfamilie traf ich in einem großen Schimpansengehege beim Dinner. Sie bekamen Brokkoli, Radieschen und Brot, das ihnen offensichtlich gut schmeckte. Beim Essen benahmen sie sich futterneidisch, wie die Menschen.

Als das Brot kam, grölten sie lauthals. Die größeren waren manchmal raffgierig und nahmen den Schwächeren einfach das Futter weg. Zum Glück sorgte ein Pfleger dafür, dass jeder etwas bekam. Wir sahen auch andere Affenarten, wie Mandrills, Gibbons und Kapuziner in anderen Gehegen.

Kinder können sich auf einem riesigen Erlebnisspielplatz austoben.

Leider gab es auf dem Wasserspielplatz kein Wasser zum Hochpumpen. Die dazugehörigen Geräte hätte ich nämlich gerne einmal ausprobiert. Aber dafür sprang ich dann barfußauf einem riesigen Hüpfkissen herum.

Wenn das Video hier wieder nicht auftaucht, hier ist es:

http://dschjoti.blogger.de/stories/2300171/

Als ich mich dann um sechs Uhr abends abkühlen wollte, machte uns das Restaurant, in dem es Eis gab, die Tür vor der Nase zu.