Tag-Archiv | Shiva

Wanderung mit Shivas 3. Auge

Mein Navi führte mich in die Zauberwelt Shivas, das im Nebel verborgene Geisterreich um den Tegelberg bei Geislingen:

Nebelgeister

Als ich endlich mit dem Auto über die steile und holprige Straße auf der Kuchalb bei Geislingen oben ankam, war die Landschaft von einem gespenstischen Nebel umhüllt. Dieser Nebel ließ die alltägliche Wirklichkeit immer mehr verschwinden. Naturgeister und Gottheiten wandelten im Nebel umher.

Auch ich streifte wie Shiva, anstatt zu arbeiten, durch den Wald des Tegelberges und gab mich meinen Träumereien hin.

Im dicksten weißen Morgennebel, liegt Shivas geschlossenes drittes Auge, mit dem er alles wahrnimmt. Vom Hindugott Shiva erhielt ich sein 3. Auge, damit ich immer weiß, wo ich bin.

So musste ich mich nicht so sehr auf die Wegzeichen konzentrieren, die im Nebel sowieso nicht zu sehen waren. Aus Dankbarkeit sang ich permanent das Mantra zu Ehren Shivas und die Naturgeister sangen eifrig mit.

„Erdmännle, Erdweible und etliche Fabeltiere versperrten oft die glitschigen Wege. Elfen wisperten, dass sie einst als Maden aus der Leiche des Riesen Ymirs herausgekrochen seien…

Ganz plötzlich und unerwartet tauchten auch Kobolde vor mir auf und posierten für die Kamera. Danach verschwanden sie wieder im Nebel:

Später konnte ich auf meinem Navi die zurückgelegte Strecke nicht mehr anschauen, weil sie wieder vom Bildschirm verschwand.

Aber die Bilder, die ich aufnehmen konnte, sind noch da. Manchmal froren allerdings die Kältegeister meine Finger oder meinen Touchscreen so ein, dass sich nichts mehr bewegte. So konnte ich dann aber auch nicht vom rechten Weg abkommen und die rutschigen Hänge ins Tal hinabstürzen.

Der alte Friedhof von Les Sables d`Olonne

Danse Macabre

Ich war entsetzt, in welchem Zustand ich den kleinen alten Friedhof von Sables d`Olonne vorfand. Es gab zwar Gräber zu beiden Seiten des Weges, so weit das Auge reichte, aber dunkle Mächte hatten ihn zerstört.

Um die wehrlosen Toten zu schützen hatten Familienangehörige sogar Gitter vor ihre Mausoleen und Kapellen angebracht. Aber diese hingen verrostet in den Angeln und die Altäre waren geplündert und die engelhaften Büsten verwittert.

Steine, Schnittblumen und ein paar Zugaben, wie verblichene Fotos, Kerzen und verwelkte Blumen lagen auf den schiefen Gräbern.

Der Lärm der Straße war nur aus der Ferne zu vernehmen, weil die hohe Friedhofsmauer nur einen einzigen Eingang besaß. Alles war sandig. Offensichtlich reichte die riesige Mauer nicht aus, um den Staub und die Seelen voneinander zu trennen.

Während ich so in Gedanken auf einem Grabstein saß, drangen aus einer gemauerten Grabstelle lauter Fliegen hervor. Sie brachten unirdische Töne hervor, die sich zu einem eigenartigen Konzert verwoben, der den ganzen Friedhof umhüllte. Wunderliche Gestalten folgten ihnen im Pilgerschritt. Zwei Schritte vor, einer zurück, so als trauten sie sich noch nicht so ganz aus ihren Gräbern herauszukommen. Dann drehten sie sich im Kreise, tanzten Spiralen, wurden schneller und langsamer. Meeresrauschen drang an mein Ohr.

Shivas Hand griff nach mir und zog mich mit in ihren Reigen, der von einer unglaublichen Trauer und Wehmut erfüllt schien.

Über Shiva und seine Familie habe ich hier schon einmal berichtet:

http://dschjotiblog00.blog.de/2014/03/01/shiva-rudra-uma-co-17848732/

Kalte und heiße Schauer liefen mir abwechselnd über den Rücken und ich wusste nicht, wie ich diesem Schauspiel entrinnen konnte. Als die Musik wieder langsamer wurde, lösten sich die makaberen Gestalten allmählich wieder aus dem Tanz und eilten zurück in ihre Grabstätten:

Als eine Friedhofsbesucherin an mir vorbeilief, fühlte ich mich in dieser zerstörten Totenwelt wie ein Malach- Hamowess, also wie ein Totenengel des Maschinenzeitalters.

Shiva Rudra, Uma & Co

Daksha lud einst seinen Schwiegersohn, den höchsten Gott Shiva nicht zum Opferfest ein, weil dieser keinerlei Respekt vor ihm zeigte und sich stattdessen nackt mit seinem Freund Bana, einem hinduistischen Dämon, auf Friedhöfen herumtrieb.

Andere Dämonen, die Bhutas unterstehen auch Shiva. Es sind die unruhigen Seelen gewaltsam Verstorbener, die Krankheiten und Unheil bringen, weil sie nicht ordnungsgemäß beerdigt wurden.

Shivas Frau Uma brachte sich um, weil sie die Familienschande im Streit ihres Vaters mit ihrem Ehemann nicht mehr ertrug. Daraufhin enthauptete Shiva seinen Schwiegervater, setzte ihm dann aber den Kopf einer Opferziege auf und erweckte ihn so wieder zum Leben.

Uma ist die Mutter der Welt, die sich nach den Vorstellungen der Hindu- Männer hingebungsvoll um ihren Pascha kümmert und seine Kinder großzieht. Uma wird von einem Löwen begleitet.

Uma entging aber ihrem Schicksal nicht. Sie wurde als Shivas Ehefrau Parvati wiedergeboren.

Devi bekämpfte einst auf ihrem Tiger den Dämonen Durga, der sich jedesmal in eine andere schrecklichere Gestalt verwandelte. In seiner Gestalt als Büffel erschlug Devi ihn schließlich und wurde fortan Durga genannt.

Shivaratri Shivas weibliche Hälfte Parvati

Shiva besteht, wie wir Menschen auch, aus zwei Hälften. Beide laden mich mit ihrem lieblichen Lächeln, das ihre Lippen umspielt ein, ihrem jeweils einzig richtigen Weg zu folgen.

Shiva Parvati

Shivas weibliche Hälfte, Parvati, deren Wangen im Purpur der göttlichen Gnade gefärbt sind, ist anmutig und ihr Blick war strahlend wie die Sonne. Sie umgarnt mich mit der Aussicht auf weltliche Freuden und Genüsse.

Shivas männliche Hälfte ist nur mit einem Fell bekleidet. Obwohl sein Antlitz tiefe Verinnerlichung zeigt, funkelt sein Blick wie die Sterne am Himmel, während er mich vor Parvatis honigsüßen und egosteigernden Wein warnte. Wo Freude ist, da ist auch Leid.

Er erinnert mich an die Vergänglichkeit des irdischen Lebens und lässt mich an meine Tränen und schlaflosen Nächte denken.

Ich erwähne aber auch, dass nicht nur Wege mit Disteln, Dornen und Gestrüpp ins Paradies führen.

Er empfiehlt mir, lieber aus dem kosmischen Milchozean trinken. Sein Reich sei nicht gespickt mit Einsiedlerhöhlen, in denen gefastet wird und wo man sich selbst kasteit. Es lauern in der Einöde auch nicht überall bösartige Dämonen, weil er sie mit seinem Dreizahn alle besiegen würde, meint er. Immerhin stände er ja auf dem Dämon der Unwissenheit. Während er dabei ärgerlich shimmyartig sein Haupt schüttelt, steigt ein wohlriechender Duft aus seinen Haaren. Der Klang Shivashallt durch die Nacht:

Shiva tanzt mit mir die kosmischen Sprünge, Funken schlagen aus seinen Augen, die mich in Ananda, den ekstatischen Zustand, in dem sich das Ego auflöst, bringt. Statt Abhängigkeit fühlte ich Freiheit.

Der Lauf Parvatis Sonne erscheint mir nun viel zu langsam. Shivas Glanz blendet mich und flößt mir Ehrfurcht ein.

Ich küsse seine lieblichen Lotusfüße, die bezeugen, wie gerne er damit über die Erde schreitet und blinzele dabei heimlich unter sein Fell.

In der Mitte seines Antlitzes liegt sein geschlossenes drittes Augen im Nebel, mit dem er alles wahrnimmt. Ich hoffe, dass er es nicht öffnet, denn dann würde er möglicherweise voller Wut mit den Füßen aufstampfen und mit seinem Feuer die gesamte Schöpfung vernichten.

Shivaratri, Shiva erscheint

Wir beginnen mit „Om Namah Shiva“, Großer Gott wir grüßen dich:

Während dieses Mantra mich in die höheren Gefilde Shivas trägt, vernehme ich am Klang seiner Tanzschritte, wie der Gott seinen kosmischen Reigen, den ewigen Kreislauf von Geburt und Tod durch das Universum tanzt. Mein Herz schlägt wie verrückt, während in klangvollen Tönen Shivas Trommeln erschallt. Ich schlage meine Trommel in seinem Rhythmus. Die entstehenden Energien heben mich zu einer höheren Bewusstseinsebene empor:

Sein Name hallt im Rhythmus der pulsierenden Schöpferkraft, wie der heilige Schöpfungston OM durchs ganze Universum. Immer wieder singe ich seinen Namen: Shiva, Shiva, Shiva Shambho…

Shiva beschützt mich und zerstört mein Ego. Meine Persönlichkeit verschwindet ebenso wie Leid und Trauer. Ich strecke die Fühler meiner Fantasie aus und die Bilder strömen im bunten Wechsel in meine Seele.

Mich zieht es auf den Berg Kailash, den eisigen Gipfel der Metaphysik, zu Shiva, dem Gott des Universums, dem Hüter der Orientierungslosen, der den Tod überwindet und Glückseligkeit schenkt. Ewig umkreise ich diese Wohnstätte Shivas, während die Brahmanen sich unten auf der Erde streiten, wie oft der Tempel umrundet werden soll, um seine höhere Wahrheit zu erkunden.

Shiva, strahlend schön und verführerisch wie Luzifer, ist der barmherzige Gott mit den Lotusaugen dessen blauen Kehle die Schlangen der Weisheit und der magischen Erneuerungskraft schmücken.

In einem Zeitalter als die ganze Welt vergiftet war und die Götter und Dämonen den kosmischen Milchozean quirlten, um das Lebenselixier zu gewinnen, fiel ein Tropfen des Giftes hinein. Gott Shiva trank das Gift Halahala um die Welt zu erretten. Es färbte seine Kehle blau. Zum Dank nennt man ihn jetzt Nilakantha („Blauhals“)

Shiva taucht aus dem Nebel hervor und hält das läuternde Wasser des Ganges in seinen Haarlocken. Mit seinen mond-geschmückten Haaren bändigte er den heiligen Ganges. Erleuchtung und Weisheit strahlen von der Aura seines Hauptes aus.
Er trägt den Dreizack und reitet auf dem heiligen Bullen Nandi.

Ich tauche ein in Shivas Gewässer, in sein Nebelreich, das die harten Konturen verschwinden lässt und die Dualität zerstört.

Im endlosen Wechsel- und Lobgesang, küsse ich den Saum seines Tigerfelles um mit ihm zu verschmelzen.

Mit meinen geistigen Fingern begreife ich die Welt Shivas, die nun zu funkeln beginnt. Ich entdecke Fülle und Reichtum, die Schätze in der Tiefe meines Herzens…

Vorbereitungen zur Heiligen Nacht Shivas

Shiva 2

Maha Shivaratri symbolisiert die Vereinigung der Seele mit dem unbegrenzten Göttlichen. Es ist die Nacht, in der Shiva und Parvati ihre Hochzeit halten.

Vor dem Fest putzte und reinigte ich (spirituell) mit dem Dunst von Kurkuma-Wasser die Wohnung. Ganz besonders reinigte ich die Fenster um einen besseren Einblick in Shivas Reich zu gewinnen.

Daraufhin schmückte ich den Raum mit bunten Blumen, Tüchern und wohlriechenden Düften. Ich dachte daran, ihm als Opfer eine Walnuss als Symbol meines Intellektes darzubringen, weil der Lidl wegen der Feierlichkeiten geschlossen war und beim Aldi alle Kokosnüssen von den vielen Hindus, die hier leben, weggekauft worden waren.

Dann badete ich und kleidete mich in einen blauen Sari mit feinen Gedankenfäden, weil mir ein immaterieller weißer Sari ohne Bilder nicht steht. Um der Erleuchtung vorauszueilen färbte ich schon mal mein Haar golden.

Mit meinen frischgewaschenen und duftenden Lotusfüßen wollte ich zu diesem Anlass auch nicht in meinen irdischen Pantoffeln durchs Leben wandeln. Barfuß konnte ich statt des nüchternen Bodens der äußeren Wirklichkeit, den Reichtum eines farbigen Teppichs unter mir fühlen, während ich die lebhaften Bilder in meinem Inneren empfand.

Sorgfältig malte ich extra für Shiva auf meine Stirn drei Balken aus Kurkuma, Asche und Sandelholz.

Wenn die Gäste kommen, werden wir unsere Lieder zu Ehren Shivas singen, meditieren und während wir uns die ganze Nacht mit ihm beschäftigen, erwachen wir in der Traumwelt bis wir gegen Morgengrauen ermüdet einschlafen werden.

Shiva 1

In dieser Nacht, meditiere ich in einer anderen Welt und sehe die Gesichter der Menschen aus anderen Zeitaltern hervor grinsen und lasse sie im Nebel der Vergangenheit wieder verschwinden.

Himmlische Kräfte steigen auf und nieder, während ich mit meinem Bewusstsein durch die Zeitalter schwebe, traumhafte Bilder schaue und tanze:

Die Rituale, das Beten, Fasten und Singen, die ganze Nacht hindurch, werden mir wieder bewusst machen, dass alles nur ein Spiel ist. Es ist aber ein Spiel in dem ich Shivas Energie als Frucht der Erkenntnis mit den Händen begreifen kann.

Jetzt gibt es wieder Buddha aufs Brot

Ich steckte Shivas Auge in meine Hosentasche und brach auf um mich auf hohe See zu begeben.
Die Sterne standen günstig. Es war Jupiters Tag und er würde mir einen besonderen Energieschub schicken. Der Gelegenheit um mir meinen Buddha wiederzuholen, der mir vom Brot gestohlen worden war, war gekommen.

Sorgfältig kleidete ich mich in türkisblau, damit mein Kehlkopfchakra ruhig bleiben und so meinen Selbstausdruck günstig beeinflussen würde, weil ich mehreren Personen meine Art die Welt zu sehen, verständlich machen musste.
Wie ich schon aus meinen Karten wusste, würde statt eines Seemonsters eine Sirene über meine Angelegenheit entscheiden.

Mein Weg führte mich an diesem kaltnassen Tag wieder über den Friedhof. Da sprang mich von hinten etwas Kreischendes an, krallte sich an meiner nagelneuen Hose fest und klammerte sich dann um meine Beine. Nur mit gutem Zureden ließ es von mir ab. Dann sah ich das rote Collier und erkannte mein Krafttier. Nun ging mir mein Licht auf, als sie meine Ängste hinwegzerrte und ich konnte mein bioelektrisches Feld wieder mit Lebenskraft aufladen.

Katze

Mein Krafttier hatte etliche von guten Seelen bei sich, die ich einst zum Licht geführt hatte. Sie alle wollten unbedingt mit, um mir beizustehen in meinem Kampf. Ein Rabenpärchen schloss sich uns ebenfalls an.

Wir hatten zum Glück einen ganzen Zugabteil für uns, weil die paar Leute die noch darin saßen schnell ausstiegen. So viel geballte Energie konnten sie wohl nicht vertragen.

Als wir in der Fussgängerzone an einem eigenartigen Gebilde vorbei kamen, das Einsteins Haus sein sollte, war mir klar, warum so wunderliche Dinge über ihn erzählt werden.

Wie seltsam Ulm an diesem grauen Tag aussah! Eigentlich wollte ich noch ein wenig durch das Fischerviertel bummeln, aber mein liebes Krafttier lief schnurstracks zum Ulmer Münster.

Gewaltig ragte die Turmspitze des Kirchturmes über dem Münsterplatz heraus. Mein Bewusstsein kletterte daran empor und ich war berührt von seiner Kraft. Ich konnte die vielen seltsamen Wesen die sich hier tummelten um mich herum spüren.

Auch um das Ulmer Münster schlichen eigenartige Gestalten herum. Aber mein Krafttier wollte unbedingt noch ein paar Heilige dazu überreden uns zu begleiten und so mussten wir hinein. Ich spürte einen kalten Hauch von Ewigkeit, als sich die Kirchentür hinter uns schloss.

Ulmer Spatz

Aber als ich den schlauen Ulmer Spatz sah, stellte sich tiefe Ruhe bei mir ein und ich ruhte wieder ganz in meiner Mitte. Er wollte mich als mein zweites Krafttier begleiten und so vertraute ich tief dem Plan der Schöpfung und ließ los. Mein inneres Licht konnte wieder leuchten.

Aus dem eichengeschnitzten gotischen Chorgestühl beim Hochaltar grinsten unheimliche Wesen hervor, die ich lieber nicht mitnehmen wollte. Irgendwo sollte noch ein Knochenmann herumgeistern, aber der hatte wohl woanders zu tun. Ich frage mich allerdings, was die in einer Kirche wohl so alles treiben?

Da gefiel mir die Himmelskönigin schon besser. Unterwegs trafen wir noch ein paar Verwandte vom Ulmer Spatz und der Löwenmensch mit seiner Sippschaft wollte auch noch mitkommen, weil bei der Sirene Verwandte von ihm Wache halten.

Obwohl wir lange vor dem gesetzten Termin im Reich der Sirene eintrafen, war Albert Einstein schon da. Er hatte wieder irgend so eine komische Formel dazu verwendet und kam mit Lichtgeschwindigkeit hierher. Damit konnte er uns auch alle in dem kleinen Saal unterbringen.

Das Gefecht fing an. Wir mussten uns mächtig anstrengen, weil die Denkweisen der Menschen doch sehr voneinander abweichen. Aber zum Glück gelang es mir mit Hilfe derer, die mich alle unterstützt hatten, überzeugend aufzutreten.

Zum Schluss bekam ich daher wenigstens einen großen Teil von meinem Buddha für meine Brote zurück.

Ich hatte danach noch eine Weile zu tun um die lieben Geister dazu zu bringen, Ulm wieder halbwegs so zu verlassen, wie wir es angetroffen hatten.

Ausflug ins Reich Shivas

Nataraja

Auf unserer Suche nach Shiva kamen wir an unheimlichen Orten vorbei. Um die umhergeisternden Genien zu beruhigen und unsere Denkmaschinen abzustellen, ohne dabei einzuschlafen, sangen wir lauthals:

Shiva Shambho Shambho…

(Singt den Namen des glückbringenden Shivas, derjenigen Erscheinung Shivas, der das Gift Hala Hala trank und der der Hüter der Orientierungslosen ist).

Mit uns sangen alle Wald- und Naturgeister, solche, die wir sehen konnten und auch jene, die unseren Augen verborgen blieben.

So wurden unsere Seelen der Schwere und Düsternis enthoben und wir schwebten bald mit Shiva auf seinen himmlischen Wegen. Unser Bewusstsein weitete sich.

Wir schauten die Urbilder der Natur und wurden von ihnen ergriffen und begeistert. So streiften wir durch Shivas paradiesisches Reich mit murmelnden Bächen und lächelnden Nymphen und Faunen und Shiva, der mit uns durch den Wald tanzte, zeigte sich oft recht zweideutig, mal in seiner männlichen und ein anderes Mal in seiner weiblichen Gestalt.

Als wir zurück kamen und uns umdrehten, sahen wir, dass jemand inzwischen ein Schild aufgestellt hatte, auf dem stand, dass wir dieses Reich nicht betreten dürfen.

Steinkreis- Meditation

Wie schwere dunkle Megalithen saßen wir im (Stein)Kreis und fühlten den Kontakt mit Mutter Erde als unsere Wurzeln in sie hineinwuchsen und unsere alten Energien von uns in sie hinein glitten, damit sie diese für uns transformierte. Jede(r) von uns war das Symbol eines Monats.

Wir trugen sowohl das alte Jahr in uns als auch das kommende Neue.

Meditation

Wir baten um Schutz, indem wir unsere Hände zum Himmel streckten, damit das helle Licht in uns einströmen konnte.

die Hara-Linie, die unsere Lichtkörper mit den Chakren verbindet,wurde gereinigt und geöffnet. Über die Hara Ebene verbinden wir uns mit der Erde.
Wir fügten dann die Hände zusammen und nahmen das Licht mit nach unten durch unsere Chakren hindurch.

2 Finger breit unter dem Nabel fühlten wir unser Hara, wo wir unsere Hand aufluden. Die senkrecht durch uns hindurch laufende Hara Linie verband uns nach unten hin mit Mutter Erde. Mit der rechten Hand zogen wir die Hara Linie bis zu unserem Seelenpunkt, 8 cm unter der Schlüsselbeinkuhle, wo wir unsere Seele spürten.

Wir zogen die Haralinie dann weiter nach oben in die Lichtebenen um unsere innere Ausrichtung zu spüren.

Wir visualisierten von unserem Hara aus in der Mitte unseres Steinkreises eine Lichtsäule, die Gruppenharalinie und verbanden unsere Haras mit ihr. Diese Lichtsäule transformierte unsere alten ausgeatmeten Energien in Lichtenergien.

2 Finger oberhalb unseres Nabels fühlten wir dann unseren Wesensstern und öffneten das Tor, damit unsere Wesensessenz in den Kreis hinein strömte. Wir schlossen dieses Tor nur ein wenig um noch in Kontakt mit unserem Wesen zu bleiben.

Wir machten einen meditativen Tanz für den Jahresrückblick. Verbeugten uns nach links um das Vergangene zu würdigen und hießen das Neue mit offenen Armen nach rechts Willkommen.

Als ich während der Stillen Meditation dann endlich Eins mit Allem war, offenbarte sich mir gerade der goldene Nataraja Shiva, der im zyklischen Rhythmus die Zeit oder die Große Zeit (=Ewigkeit) tanzt, als der Gong zum Beenden der Meditation schlug.

Nataraja

Halloween mit Shiva

Von überall her kommen sie hervorgekrochen, die Geister, die unsere Welt besuchen, zu der Zeit, wenn die Schleier zwischen den Welten dünner werden:

http://dschjotiblog00.blog.de/2009/10/31/samhain-halloween-7279128/

Ich summte das Mantra vor mich hin, in dem Shiva der Zerstörer von Leid und Trauer gerufen wird.

Der Mond schmückte sein Haupt als seine Trommel erklang und er tanzte mit uns den Reigen des ewigen Kreislaufs von Geburt und Tod durch das Universum: