Tag-Archiv | Sommersonnenwende

Wenn die Sonne still steht

Sommersonnenwende

Wenn die Sonne still steht tanzen die Geister über dem Wasser aus dessen Tiefen die Töne ferner Zeiten heraufsteigen.

Am 21. Juni ist Sommersonnenwende und der längste Tag des Jahres. Die Schafskälte ist endlich vorbei.

Das Licht triumphiert am längsten Tag des Jahres über die Dunkelheit und der Schleier zur Anderswelt lichtet sich.

In Deutschland wird am 24. Juni das Johannisfest mit großen Feuern gefeiert.

https://www.youtube.com/watch?v=7sY24vHosHo&feature=youtu.be

Damit die Natur sich in ihrer ganzen Pracht entfalten kann, benötigen wir sowohl die Wärme der Sonne, als auch das lebensspendende Wasser.

Geister

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Welches ist die richtige Welt?

sechs Seerosen

Pünktlich zum Erdbeermond öffneten sich sechs Seerosen in meinem Tümpel. Eine fehlt noch, damit es eine Lotusblüte für jedes Chakra gibt.

Das erinnert mich daran, dass ich nicht wie die Indianer auf diesen besonderen Zeitpunkt des Vollmondes gewartet habe, sondern meine Erdbeeren schon vorher vernascht habe, um sie vor den Schnecken zu retten. Aber überlassen wir doch die Vollkommenheit den Göttern…

Tümpelpferd

 

Während buddhistische Heilige und hinduistische Götter oft auf einem Lotus dargestellt werden, verspeist mein Tümpelpferd einfach die Blätter der heiligen Wasserlilie und macht sich überhaupt nichts aus diesem seltenen Ereignis der Sommersonnenwende, dem längsten Tag des Jahres.

Tümpelpferd mit Seerosen

Welches ist denn nun die richtige Welt?

Die der Feier- und Gedenktage oder die der Nilpferde?

Sommer Sonnenwend Feier 2012

An Sonnenwende wirken die Naturkräfte am stärksten und somit sind die Kräuter da am wirksamsten. Alles ist auf den Beinen: Elfen, Hexen und Kobolde …

Die katholische Kirche verbat deshalb sogar 1612 auf dem Konzil zu Ferrara das Kräutersammeln zu dieser Zeit.

Auch der Nationalsozialismus, der das Fest für sich ideologisch instrumentalisierte, konnte uns den germanischen Brauch die Sonne zu begrüßen, nicht vermiesen.

http://dschjotiblog00.blog.de/2010/04/26/gruss-sonne-8457820/

Wir hatten uns für unsere Sonnenwendfeier einen besonderen Kraftplatz im Wald gesucht und saßen im Kreis um das Feuer und reinigten die Umgebung mit unseren Rasseln und Zimbeln.

Feuerstelle

Neben uns war ein kleiner Teich für die Wassergeister.

Die Himmelskräfte waren uns wohl gesonnen, da der Regen erst vor kurzer Zeit aufgehört hatte. Wir begrüßten sie deshalb auch besonders mit einem Spruch von Rudolf Steiner

Der Sonne Licht durchflutet
Des Raumes Weiten,
Der Vögel Singen durchhallet
Der Luft Gefilde,
Der Pflanzen Segen entkeimet
Dem Erdenwesen,
Und Menschenseelen erheben
In Dankgefühlen
Sich zu den Geistern der Welt.

Dann atmeten wir die violette Wolke in unser 3. Auge ein um es zu öffnen. Danach spürten wir unsere Sinne immer deutlicher. Die Vögel des Waldes begannen besonders schön zu singen.

Unsere Guritha räucherte uns mit Salbei und warf Kräuter wie Mariengras und Wachholderspitzen ins Feuer. Sie gab uns Petersilienblätter für unseren Geschmackssinn und kurz darauf nahm ich dann den Petersiliengeist wahr:

Petersiliengeist

Wir sangen Lieder und Mantren und als wir meditierten, hatten wir das Gefühl, dass die Tiere und Geister des Waldes uns beobachteten.

Sommersonnenwende- Sommeranfang

Der astronomische Sommer beginnt am 21. Juni. Die Kelten begrüßten Alban Hevin, die Sommersonnwende mit dem längste Tag und der kürzesten Nacht mit einem Sonnenfest, das sie 12 Tage lang ausgiebig feierten.
Sie priesen Mutter Erde, die zu dieser warmen und blühenden Sommerzeit schwanger ist, mit den Früchten der Erde, den Düften der Blüten und mit dem Gesang der Vögel. Die Nacktheit galt als heiliger Zustand, der die Menschen mit dem Ursprung verband.

Luftbekleidet und mit Kränzen aus duftenden Kräutern umgürtet wurde in alten Zeiten zu getanzt. Beifuß und Gundermann steigerten die Ekstasefähigkeit und Hellsichtigkeit. Mit Bärlapp-Sporenstaub, auch als Blitzpulver oder Hexenmehl bekannt, das die Druiden ins Feuer warfen gab es aufregende Licht- und Explosionseffekte.

Heutzutage wird überall in Deutschland die Sommersonnenwende gefeiert.
Fröhlich mit Singen und Tanzen geht es auch bei bei den Externsteinen zu:

Bauernregel zu diesem Tag:

Ist die Milchstraße klar zu seh’n, bleibt das Wetter schön.

Funkeln heut‘ die Stern‘, spielt der Wind bald den Herrn.

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