Tag-Archiv | Spargelpilz

Der Schopf-Tintling

Schopf-Tintling

Schopf-Tintling

Ich lief mitten auf der Wiese so schön vor mich hin, als er mir ins Auge sprang: der Coprinus comatus oder Spargelpilz, Porzellantintling, Tintenpilz, Tintenschopfling und wie er alles genannt wird.

Er ist ein entfernter Verwandter der Champignons und zählt solange  zu den Speisepilzen, wie er strahlend weiße rosige Lamellen hat und sein Hut anliegt.

Sobald er am Hutrand tropft und bei der Autolyse seinen Hut ablegt und sich zusammen mit seinen Lamellen in Tinte verwandelt um so seine Sporen zu verbreiten, wird er ungenießbar. Mit Alkohol kann er schwach giftig werden. Auch sollte er nicht roh verzehrt werden.

Mit seinen giftigen Fangorganen erbeutet er kleine Fadenwürmer und lähmt sie, so dass sein Myzel sie verdauen kann.

Wenn man ihn nicht von seinem Bruder Coprinus atramentarius, dem Grauen Faltentintling unterscheiden kann, muss man den Alkohol unbedingt meiden. Wenige Tröpfchen Alkohol einige Tage vor und nach der Pilzmahlzeit lassen das Coprin wirken, so dass der Alkohol im Körper nicht mehr abgebaut werden kann und so wird das Gesicht dann rot, der Puls rast, das Herz klopft, Hitzewallungen, Übelkeit, Verwirrung und Punkte in Flensburg drohen.

https://www.youtube.com/watch?v=ZQyz_FreUxM&feature=youtu.be

Das erscheint mir doch alles ziemlich giftig und so ließ ich diese Pilze lieber dort wo sie waren und machte ein paar Bilder von diesen hübschen Geschöpfen.

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