Tag-Archiv | Steinbruch

Das untere Remstal

Remsgeister

Trotz Dauerregenansage des Wetterberichtes wanderte ich an einem der letzten Maientage durch die saftige Wald- und Wiesenlandschaft des unteren Remstals. Dort, im Naturschutzgebiet hatten es sich die Reiher richtig gemütlich gemacht.

https://www.youtube.com/watch?v=jbyG1fVTgMg&feature=youtu.be

Im 18. Jahrhundert wurde Brennholz über die Rems in Form von 1m langen Holzstücken nach Neckarrems geflößt und von da aus mit Fuhrwerken weiter Richtung Ludwigburg transportiert.

Heutzutage fahren riesige Schiffe mit Metallschrott auf dem Neckar, so wie hier in Neckarrems, wo Neckar und Rems zusammenfließen.

Am Sandstrand von Remseck ließ es sich schön von den hellblauen Augen der Kelterhex träumen, die zusammen mit anderen Hexen und Teufeln in einem geheimen Stollen unter dem Neckar wohnt.

Hier könnt ihr die Sage von der Kelterhex nachlesen: http://www.kelter-hex.de/

Interessant war auch die Umgebung beim alten Steinbruch östlich von Neckarrems. Dort tummelten sich die Tiere und Naturgeister im Dschungel. Menschen dürfen wegen der Steinschlaggefahr nicht auf das Gelände.

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Fahrt nach Madurai

Auf unserer Fahrt nach Madurai kamen wir an ein Fort, hoch auf einem Berg, mit einem Fischteich auf dem Gipfel.Wir wunderten uns, wie die Fische dort hin kamen.

Fischteich

An einem Granitsteinbruch waren wir nicht erwünscht. Gab es hier Kinderarbeiter?

Granitsteinbruch

http://dschjotiblog00.blog.de/2010/10/04/schmutzige-steine-unseren-graebern-9521419/

Unterwegs sahen wir, wie Cashew Nüsse geröstet und aufgeklopft werden:

Cashewnüsse

Wir waren nicht besonders begeistert in die 2 Millionen Stadt Madurai zu kommen.

Unter den dunklen Dächern des Flower- Markets, zu dem uns unser Taxifahrer fuhr, gefiel es uns nicht besonders. Den hatten wir uns irgendwie blumiger vorgestellt. Außerdem war es dort staubig und roch eklig. Innen war es wohl auch schöner, aber wir befürchteten, dass das Dach einstürzt. Davor gab es die üblichen Gemüsestände:

Gemüsestand

Aber auch eigenartige Früchte fanden wir vor:
unbekannte Früchte

Unser Hotel lag in einer hässlichen Vorortgegend, so dass wir nicht viel zu Fuß unternehmen konnten.

Müll hinterm Hotel

Nachdem wir im Hotel die schmutzigen Tassen beanstandet hatten, bekamen wir neue schmutzige Tassen. Kein Wunder, wenn man in dieser Umgebung lebt, nimmt man den Dreck einfach nicht mehr wahr.

Schmutzige Steine auf unseren Gräbern?

Woher kommen denn die hübschen Grabsteine aus Granit, die unsere Gräber zieren?

Sie werden aus indischen Steinbrüchen importiert, in denen es noch Kinderarbeit gibt. Dabei ist es nach allen indischen und internationalen Gesetzen strengstens verboten.

inneresKind1

Durch die Tsunamikatastrophe wurden viele Familien auseinander gerissen; viele Kinder wurden zu Waisen und müssen sich ihren Lebensunterhalt verdienen. Aber muss das ausgerechnet in den Steinbrüchen sein?

Die indischen Gewerkschaft der Steineklopfer, deutschen Steinmetzen und Hilfsorganisationen planen ein Siegel für „faire“ Grabsteine. Das Siegel soll für eine Produktion ohne Kinderarbeit und Schuldknechtschaft bürgen.

Aber auch Teepflücken in den Teeplantagen ist für Kinder nicht ungefährlich. Sie bekommen Blutergüsse, nachdem sie für eine lange Zeit Tee gepflückt haben, häufig Fieber durch die langen Arbeitsstunden in der Feuchtigkeit und erleiden häufig Schlangenbisse, z. B. von Kobras.

Im Bundesstaat Kerala, gibt es keine Kinderarbeit mehr, dank der Aufklärung der Regierung von Kerala ist der Analphabetismus beinahe verschwunden. Die Einwohner von Kerala lesen Zeitung und verteidigen ihre Rechte.
Die Regierung hat eine umfassende Bodenreformen durchgeführt, die den landlosen Bauern zugute kamen. Überall wurden neue Schulen eröffnet, die Gewerkschaften gestärkt und Gesetze über Mindestlohn erlassen. Der Besuch von Schulen ist kostenfrei und unentgeltliche Schulmahlzeiten veranlassen arme Familien, ihre Kinder zur Schule zu schicken. Der Mindestlohn, der höher ist als sonst irgendwo in Indien, erlaubt es den Eltern zu überleben, ohne dass ihre Kinder arbeiten müssen.