Tag-Archiv | Stuttgart

Bei den Zombis in Stuttgart

johanneskirche-stgt

Morgens weckten mich die Frostgeister schon zeitig. Es war klirrend kalt draußen und ich zog mich warm an, damit sie mir nichts anhaben konnten.

Aber nicht sie waren mir fremd, sondern die Zombis, die mir auf der Fahrt und in Stuttgart begegneten und hingebungsvoll auf ihre Smartphones starrten.

Andere führten ihre Hunde, Kinder und Frauen aus, während sie nebenher mit ihren Handys telefonierten.

Bei meiner Freundin zuhause saß ebenfalls ein Zombi am PC und ballerte im PC mit einem Gewehr durch die Gänge, so dass mir die Ereignisse in Winnenden wieder in Erinnerung kamen und ich richtig Angst bekam. Zum Glück war dieser Zombi dann beim Kaffeetrinken richtig nett, so dass sich meine Gänsehaut wieder glätten konnte.

Am Feuersee konnte man Elektoautos und – Fahrräder ausleihen. Aber mir war es zu kalt um mich durch die ellenlangen Infos durchzuklicken um mich anzumelden usw. Ich habe auch keine anderen gesehen, die das wollten.

Auf der Königstrasse kamen mir dann unglaublich viele handysüchtige Zombis entgegen.

Ob wohl schon Personen mit der berüchtigten Datenbrille herumlaufen?

https://www.youtube.com/watch?v=wj08gj5LY_g

Zuletzt war ich jedenfalls froh, wieder im Zug zu sitzen. Aber dort nervten dann die Handytelefonierer sowie einige Jugendliche, die versuchten dem ganzen Irrsinn mit Alkohol zu entfliehen.

https://www.youtube.com/watch?v=F-7k8adRkQU&feature=youtu.be

Zuhause war ich dann wieder von den Eis- und Schneegeistern umgeben und durfte erst mal Schnee schaufeln.

Nun warte ich auf den Frühling.

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Killesberg Teil 3- Killesbergturm und Seerosenteich

Killesbergturm

Als ich fröhlich die Stufen des Killesbergturmes empor stieg, wurde ich kurz darauf von einer entgegenkommenden Deutschen angefaucht, dass da irgendwo kleine Pfeile auf den Stufen seien, die beweisen sollten, dass ich in die falsche Richtung liefe. Natürlich bin ich nicht umgekehrt.

Später beobachtete ich auch, dass sich kaum jemand daran hielt, weil alle die tolle Landschaft betrachteten und nicht die winzigen Treppenstufendreiecke. Die Kinder hüpften sogar kräftig, so dass der Turm ordentlich zu schwingen anfing.

Vom 400m ü.M. hohen  Killesbergturm aus hat man eine wunderschöne Aussicht auf die Umgebung.

https://www.youtube.com/watch?v=DLIWsTtypmI

Am Seerosenteich im Tal der Rosen war nicht so viel los, so dass die Teichhühner ihren Jungen erlaubten an Land zu gehen.

Das fantastische Europazentrum in Stuttgart

Wunderbarerweise fuhr mein Zug trotz Streik und Unkenrufen fahrplanmäßig. Ungefähr 240.000 Reisende finden sich hier täglich ein. Wo waren die bloß alle?

Das neue Stuttgart hinter dem Bahnhof, Europaviertel genannt, war überwältigend. Mittags war es noch relativ leer. Nachmittags wimmelte es nur so von Menschen und jede Menge riesiger Einkaufstüten wurden aus dem Einkaufszentrum heraus geschleppt.

Im Europaviertel sahen viele Gebäude wie Schuhschachteln aus Stahl und Glas aus. Betonplätze statt Rasen, einzelne Bäumchen statt alter Bäume, trostlos Fassaden und Gebäude zierten die Gegend. Nach Meinung der Verursacher wird erst alles durch die Menschen belebt und natürlich von den vier Milaneo-Bringern, dem Shuttle-Service zum Shoppingcenter.

Tuctuc

So ein tüvgeprüftes Tuctuc, in das ich mich in Indien und Thailand nie hinein getraut hatte, musste ich gleich mal ausprobieren, auch wenn ich nachher den ganzen Weg wieder zurücklaufen durfte.

Das Haus mit der Arabischen Überschrift مكتبة „maktaba“, das aussieht wie ein Gefängnis mit Balkonen ist übrigens die Stadtbibliothek.
Darin war eine kleine quadratische Vogeltränke und oben ein Gitter und viereckige Öffnungen. Bücher sah ich keine. Die anderen Menschen rannten alle an der Stadtbücherei vorbei zum Shopping- Center Milaneo.

Auf dem Mailander Platz, in den Swimmingpool vor dem Milaneo spielten Kinder bei den Wasserdüsen. Verschiedene Programm-Steuerungen lassen das Wasser über Bewegungsmelder unterschiedlich fließen. Dieses Kinderspielzeug kostet zusammen mit der Platzgestaltung ja nur lumpige 2,3 Millionen Euro!

Milaneo heißt der menschen- und warenüberfüllte Konsumtempel voller Schlangen, der erst am 9. Oktober eröffnet wurde. Seine Architektur ist so weitläufig, dass ich viele Leute beobachtete, die daheim anriefen, um sich wieder an ihren Ausgangspunkt navigieren zu lassen.

Auch ich lief nach der Tempelbesichtigung erst mal so lange um das Gebäude herum, bis ich wieder wusste, wo ich war.

Soviel zu Urban“ und „Modern“ auf drei Ebenen:
– EINE Toilette für das ganze Center,
– 45(!!!) min in der Schlange im Parkhaus herauszufahren,
– Bei Mac Donalds 3 Schlangen, eine zum Bestellen und nochmal eine zum Abholen.

Herbstzauber in Stuttgart

Als ich in Stuttgart aus dem Zug ausstieg, war plötzlich der Hauptbahnhof mit dem besonderen Uhrturm, der ein Wahrzeichen Stuttgarts ist, verrückt und das um ca. 200 Meter!

Baumgeister in Stuttgart

Im Park rasten die Radler die Gehwege entlang, besonders die, die nur für Fußgänger ausgewiesen waren, als ob der Teufel hinter ihnen her wäre. Dabei sangen die Naturgeister doch so lieblich zu den raschelnden Blättern im Winde. Spinnennetze schwebten in den Büschen, die Wasservögel putzten sich und die Sonne schien…

Beim Bahnhof und auf der Königstraße waren überall Polizisten verteilt, manche sogar auf Pferden. Ob das wohl mit dem Fußballspiel zusammenhing?

An der Großbaustelle wunderte ich mich über die Zelte für die Ausgrabungen.
Ob die Archäologen dort wohl wirklich die älteste Spätzlesmaschine der Welt gefunden haben?

Damit wollen sie doch wohl nicht den sofortigen Baustopp des gigantischen Bahnprojekts erreichen?

Die Nesenbachfrau, die dort gefunden wurde, muss ihnen wohl so gestunken haben, dass sie das Geburtsdatum dieser schwäbischen Urfrau auf den 1. April 2014 gelegt haben.

Hier steht das alles ganz genau: http://www.dguf.de/index.php?id=328
Ob sie wohl mit dem Urururgroßvater aus Steinheim verwandt ist?

http://dschjotiblog00.blog.de/2013/09/08/urururur-opa-frau-16366984/

Die zauberhaften Parkanlagen von Stuttgart

winkende Statuen

Im Park wurde ich zuerst einmal von den das Glück herbei winkenden Statuen,den Eichhörnchen und den kreischenden grünen Gelbkopfamazonen, deren Vorfahren einst aus dem Zoo entwichen sind und nun außerhalb mit den Naturgeistern um die Wette kreischen,begrüßt. Sie alle leben hier in Freiheit.

Der Park beginnt immer gerade damit sich herbstlich zu verfärben, wenn auf dem Wasen das Cannstatter Volksfest beginnt.

Obelix musste auch irgendwo hier in der Nähe sein, weil sein Pinkelstein noch im Park herumstand. Wahrscheinlich hat er ihn nicht mehr gefunden, weil die Naturgeister sie alle verhext hatten und er auf dem Wasen zuviel Zaubertrank getrunken hat.

Hastig eilten die Büroangestellten zu ihren Hamsterrädern. Einige Arbeiter begannen mit ihrem Begrüßungslärm und gingen dann zum Frühstück über.

Die Villa Berg wurde Mitte des 19. Jahrhunderts für den späteren König Karl von Württemberg und dessen Ehefrau Olga, Großfürstin von Russland gebaut.

Den Naturgeistern gefiel wohl die verwahrloste Villa Berg überhaupt nicht, weil sie sich das Gebäude nach ihrem Geschmack umgestaltet hatten.

Überall schliefen oder schlurften Obdachlose um die Villa Berg herum die schon ziemlich abbruchreif aussah. Sie erinnerte mich irgendwie an das Maharadja- Hotel in Orchha:

http://dschjotiblog00.blog.de/2011/03/07/fahrt-orchha-10775372/

In den japanischen Garten traute ich mich gar nicht, weil dort auch noch einige Obdachlose wohnten.

Die Enten und Graureiher schliefen im Rosensteinpark noch mit ihren Köpfen unter ihren Flügeln.

Der Rosensteinpark ist ein riesiger englischer Landschaftspark aus dem 19. Jahrhundert. Darin steht das Schloss Rosenstein, ein Naturkundemuseum mit aufgespießten Insekten und ausgestopften toten Tieren und die Wilhelma, der Zoo mit seinen Pflanzen und lebenden Tieren.

Die Tiere im Zoo standen gerade auf. Der Eisbär nahm bereits sein Morgenbad. Die Affen waren aber noch nicht in ihrem Freigehege.
Die Perlhühner probten ihren Gesang bereits am frühen Morgen für ihren nächsten Wagner-Oper- Auftritt.
Die Baumgeister blinzelten neugierig in die Sonne um den Radfahrern hinterher zu schauen, die sie aber überhaupt nicht wahrnahmen:

Mehrere Krankenwagen fuhren mit Blaulicht und Martinshorn vorbei, als die Graugänse, die Vorfahren der Hausgans, auf der Flucht vor den lauten Rasenmähern vorbeirauschten und vor Angst die Wege vollkackten. Danach beschweren sich die Menschen dann wieder über die blöden Graugänse…

Ausflug zum verzauberten Sonnenhof bei Stuttgart

Es war ein lieblicher Nachmittag im Spätsommer. Viele Eltern waren mit ihren Kindern gekommen um einen Urlaubstag zu verbringen. Aber auch Camper hatten sich hier niedergelassen.

http://www.myvideo.de/movie/9209148
Der verzauberte Sonnenhof bei Stuttgart – MyVideo

Kinder konnten auf Ponys reiten, am Bach spielen und im Heu herum hüpfen. Die Eltern können hier ein Festzelt mieten für Hochzeiten etc.