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Ekstase und Meditation mit den Drehenden Derwischen

drehende Derwische 1

Eine asketisch-mystische Strömung des Islam, inspirierte große Dichter und brachte die Sufis hervor, deren Ziel die Vereinigung mit Gott ist. Dieses erreichen sie durch stete Verwandlung. Das Geheimnis der steten Verwandlung ist die Liebe.

Diese Gottsucher trugen ein grobes wollenes Gewand. Suf heißt auf arabisch Wolle.

Verschiedene Möglichkeiten wurden entwickelt um sich ganz auf Gott zu konzentrieren und nicht mit seinen Gedanken abzuschweifen:

die wiederholte Nennung des Namen Gottes, Musik, Tanz und Gesang

Natürlich waren die asketischen Sufis für manche Herrscher unbequem, wurden getötet und dann zu Märtyrern. Deshalb bildeten sich Geheimbünde und sie vermittelten ihre Lehre nur noch an Eingeweihte.

Allerdings öffneten sie sich auch für Andersgläubige, wie die türkische Mevlevi- Bruderschaft, der die tanzenden Derwische angehören, die sich um die eigene Achse drehen.

https://www.youtube.com/watch?v=BshplPcp2aU&feature=youtu.be

Ich muss zum Glück nicht nach Mekka fahren, sondern kann die Pilgerreise auch in meinem Wohnzimmer antreten, wenn alle anderen jetzt in die Ferien fahren…

Meditation mit Ebru

Ebru Nelken

Es wird bei der Ebru- Malerei quasi auf dem Wasser gemalt. Die Farben mischen sich nicht untereinander, sie führen aber einen lebendigen Tanz umeinander herum auf, so dass die Fantasie der Künstlerinnen angeregt wird und sie damit wie mit Marionetten spielen kann:

https://www.youtube.com/watch?v=NKLml9IhvQI&feature=youtu.be

Ebru ist ein alt-türkisches Wort für Wolken und so sehen die Bilder auch aus. Sie eignen sich hervorragend als Mandala zur Meditation.

Um Gott näher zu kommen, versenkten sich Spirituelle Sufigemeinschaften des Osmanischen Reiches in dieser Wasseroberfläche ( persisch: abru) zur Meditation.

Ebru Meditation

Vor lauter Begeisterung endlich selbst in Ebru, die Kunst des Malens auf dem Wasser, eintauchen zu dürfen, zerriss ich erst mal ein paar Gummihandschuhe.

Ich schnappte mir sofort die rote Farbe der Göttin Kali und suchte ihr Schwarz um sie in den rechteckigen Metallkasten zu werfen. Aber meine beiden Yoginis, die weibliche Daikini und der männliche Varnini hielten mich zurück.

So wählte ich dann erst mal rosa und grüne Farben für den Hintergrund und rührte sie, als sie auf der Wasseroberfläche schwammen, mit einem Schraubenzieher kräftig wie in einem Hexenkessel herum. Dann warf ich ein kleines Zaubersprüchlein hinein und zum Erstaunen der Zuschauer entstand ein Wesen, das über die Oberfläche schwamm und dort mit anderen Wesen spielte. Zusammen erzeugten sie eine ihnen eigene Energie, die die Struktur des Bildes formte:

Ebru1

Nun wollte ich erst richtig loslegen und die vielarmigen Göttin Kali im flackernden und züngelnden himmlischen Feuer und wirbelnden Wolken inmitten eines Ozeans der Freude, zum Leben erwecken.

„ebru“ heißt Wolken und leitet sich vom persischen „abru“ ab, das bedeutet Wasseroberfläche.

Leider bremsten meine beiden Yoginis meinen Übermut und erklärten das Bild für gelungen und beendet.

Natürlich habe ich mich sofort zum nächsten Ebrukurs angemeldet, damit ich nächstens immer meine Meditationen bunt aufs Papier bannen kann.

Spirituelle Sufigemeinschaften des Osmanischen Reichs liebten ebenfalls die Ebru Malerei zur meditativen Versenkung. Sufismus heißt „Gemeinschaft mit Gott“.

Die einzelnen Farben im Ebrubild mischen sich nicht. So entstehen wunderschöne Pflanzenmotive oder auch Landschaften. die Bilder können mit Kalligrafie und gegenständlichen Formen ergänzt werden:

Die Farben schwimmen auf der Oberfläche der Flüssigkeit ohne sich zu vermischen. Mit Kämmen und Metallstab wird das Muster in den Schleimgrund “marmoriert”. Das Papier wird vorsichtig auf die Oberfläche gelegt und wieder abgenommen.

Ebru Spiegelbild

Hier gibt es noch mehr Info zur Ebru- Kunst:
http://ebru-marbling.npage.de/ebru-kunst.html

Chakra Breathing

Diese aktive Meditation, bei der wir durch unsere 7 Chakren atmen, öffnet die 7 Energiezentren sehr schnell und erzeugt eine Menge an Energie. Sie sollte auch nicht gleich nach dem Essen ausgeübt werden.

Wie ihr hört, müsst Ihr den Atem sehr kräftig in die Chakren ein- und aus atmen:

Wir schließen unsere Augen.

Ich stehe, wie die anderen entspannt, etwas in den Knien und meine Füße stehen schulterbreit auseinander. Wir atmen tief und schnell in das erste Chakra hinein. Ich bin mit meiner Aufmerksamkeit im ersten Chakra, dem Wurzelchakra.

Ich nehme die Gefühle dieses Chakras wahr und sehe, wie sich dieses riesige ROTE Energierad bis in die Unendlichkeit ausdehnt und dabei immer schneller wird.

Nun atmen wir ins 2.Chakra, das Sakralchakra hinein. Ich sehe die Farbe ORANGE. Dabei wird unser Atemrhythmus von Chakra zu Chakra schneller.

Das 3. Chakra im Solarplexus leuchtet GELB. Das 4. Chakra, das Herzchakra betrachte ich mit liebevoller Aufmerksamkeit bis es GRÜN leuchtet. Das 5. Chakra, das Halschakra visualisiere ich in einem tiefen BLAU und das 6. Chakra beim 3. Auge stelle ich mir in INDIGO vor. Das Kronenchakra, das 7. Chakra über dem Kopf sehe ich in VIOLETT.

In der Mitte unseres Kreises bildet sich eine riesige Energiesäule.

Während wir die Aufmerksamkeit in den jeweiligen Chakren halten, schütteln wir unsere Körper, und bewegen unsere Becken und unsere Hände und Arme dazu. In den Knien federn wir.

Dann gehen wir den bisherigen Weg wieder zurück. Dabei werden wir wieder langsamer und lassen die Energie zunächst ins 7. Chakra und dann, nach und nach in die restlichen Chakren zurückfließen, bis die Energiesäule sich wieder zurückgebildet hat.

Wir ruhen uns einige Zeit im Stehen aus und wiederholten alles noch zwei Mal.
Mir wird es trotz kühler Umgebung danach immer sehr warm.

Dann setzen wir uns in den Kreis, hüllen uns in unsere Meditationsdecken ein und meditieren noch eine Weile still. Wir nehmen wahr was ist und beobachten unser Inneres…

Meditation der 4 Himmelsrichtungen

Diese bewegte Sufi-Meditation ist sehr gut geeignet um sich einen eigenen Raum zu schaffen.

Ich zentriere mich dazu in meiner Mitte und erzeuge mit der Handgeste einen Abstand nach außen.

So ziehe ich eine Grenze um mich, bin aber noch ansprechbar und nicht angreifbar. Ich muss weder fliehen noch angreifen. Ich bin mit meiner Aufmerksamkeit im Herzen.

Die Aura wird in alle Himmelsrichtungen gestärkt.

Hier geschieht dies recht heftig, wie bei einer Karateübung:

Wir beginnen uns in Richtung Norden aufzustellen. Mit der linken Hand vor dem Hara erden wir uns mit der Handfläche nach unten. Mit der rechten Hand drücken wir vorwärts. Dabei gehen wir mit dem rechten Bein einen Schritt nach vorne und atmen durch den Mund mit „Hu“ aus. Beim Zurückgehen in die Ausgangsposition atmen wir durch die Nase ein

Dann erden wir uns mit der rechten Hand schieben die linke Hand vor.
Dann drehen wir uns im Uhrzeigersinn in Richtung Süden und machen alles wie vorher.

Danach Osten, Westen…

Nach dieser halben Stunde ruhten wir uns kurz aus und begannen mit der Stillen Meditation.

Hier habe ich noch mehr zu dieser Meditation geschrieben:

http://dschjotiblog00.blog.de/2010/01/06/pinguine-herzchakra-meditation-7702073/

Meditation mit dem Wirbeltanz der Tibeter

Der Tanz der Sufis wird gegen den Uhrzeigersinn getanzt. Dadurch wird die göttliche Energie vom Himmel herabgezogen.

Beim Wirbeltanz der Tibeter hingegen, drehe ich mich im Uhrzeigersinn um die Erdenergie in meinen Körper heraufzuziehen.

Zuerst konzentriere ich mich, indem ich meine Arme vor der Brust kreuze. Dann hebe ich meine Arme auf Schulterhöhe und winkle den linken Arm an, so dass ich nur noch auf meine innere Handfläche schaue. So wird mir nicht schwindelig. Den rechten Arm strecke ich mit der Handfläche nach unten aus.

(Die Tänzerin schaut auf diesem Video in die rechte Hand)

Dann stelle ich mir einen Nagel im rechten Fuß zwischen meiner großen Zehe und der daneben vor. Um diesen imaginären Nagel drehe ich mich nun zur Musik, indem ich mich mit dem linken Fuß abstoße. Ich habe das Gefühl, das ich als Kind hatte, als ich Roller fuhr.

Immer schneller drehe ich mich zur Musik, bis sich die Socke allmählich unter meinen Fuß zu einem unangenehmen Knoten zusammenknüllt. Ich darf aber nicht aufhören zu drehen um sie wieder heraufzuziehen. Doch irgendwann ist sie ganz heruntergerutscht und ich kann mich wieder frei bewegen. Ich wirble zwar um meine eigene Achse, bin aber innen ganz ruhig.

Während des Drehens starre ich weiter auf meine Hand. Aber die sieht irgendwie anders aus als sonst. Irgendwie fremd und lehmartig erscheint sie mir, eher wie ein Symbol oder wie die Hand der Fatima.

Die Musik wird leiser und ganz langsam lasse ich die Drehung abklingen. Dann lege ich mich auf den Boden und spüre der Bewegung nach.

Meditation in vier Richtungen

Sie wird in die 4 Himmelsrichtungen nach Norden beginnend, dann nach Süden, Osten und Westen geübt.

Medi

Nachdem alle Übungen zusammen kombiniert wurden, wirbelten wir wie die Derwische um unsere eigene Achse, wie hier auf dem Video:

Es gibt auch eine ähnliche dynamische Meditation von Osho, die Osho’s No Dimension Meditation heißt und deren Bewegungen aus der Sufitradition kommen um den Körper zu sensibilisieren. Sie beginnt langsam und wird im Laufe der Zeit immer schneller. Die Energie wird hier im Bereich des Haras unter dem Nabel zentriert.