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Dschungelhotel in Swamimalai

Am nächsten Morgen besuchten wir erst mal den auf dem Grundstück gelegenen Steinmetzbetrieb und bewunderten die in Stein gehauenen Figuren.

Dschungelhotelstatuex

Gleich nebenan wohnten Hühner, Enten, Kühe usw.

Hühner

Ein Reh wurde als Maskottchen gehalten und kam auch zum Frühstück an unseren Tisch.

Ochsenkarrenx

Im indischen hl. Buch Rigweda steht, dass Mann und Frau so gleich sind wie die zwei Räder eines Bullenkarrens. Mit dem Bullenkarren hätten wir durch den Ort fahren können, aber wir wollten lieber zu Fuß gehen.

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Im algengrünen Swimmingpool lauerte kein grünes Krokodil. Das haben wir aber erst feststellen können, als eine indische Familie heil wieder herauskam. Ich habe trotzdem nicht darin gebadet. Vielleicht sind Krokodile Feinschmecker?

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Nachdem wir die Anlage ausgiebig genossen hatten zog es uns hinaus ins Dorf. Hier grinsten uns dann nicht nur die Bäume an, sondern auch jede Menge Kinder fielen lachend über uns her und versuchten unsere Rucksäcke zu öffnen um an Kugelschreiber oder andere vermeintlichen Schätze zu kommen.

Kinderlachend

Sie wurden dann von einer älteren Frau zurechtgewiesen, dass sie sich benehmen sollen, aber kaum waren wir ums Eck, wurden wir wieder von ihnen bedrängt.

Einige Mädchen, die nicht ganz so wild wie die Jungen waren, sprachen ganz gut englisch und ich fragte sie nach ihrer Schule, in der sie ihr Englisch gelernt hatten. Ganz stolz zeigten sie uns dann eine Art Hühnerstall, der heute, weil wieder ein Fest war, geschlossen war.

Warum es hier wohl so einen großen Jungenüberschuss gab?

Am Abend sang im Hotel eine große Sängerin in spe für uns:

Ankunft im Dschungelhotel in Swamimalai

Unterwegs kamen wir bei einer Kirmes vorbei, mit Riesenrad, Karussell und Ständen aller Art .

Riesenrad

Die Götter feierten natürlich mit.

Kirmes

In unserem Hotel, in Swamimalai wurden wir mit Violine und Maultrommeln begrüßt.

Reception

Da das Hotel aus dem 18. Jahrhundert mitten im Naturschutzgebiet im Dschungel lag, gab es auch überall viele Insekten, die mit entsprechenden Mitteln vergiftet wurden und wir mit, wenn wir uns zu lange im Badezimmer aufhielten, wo die Mücken durch die Lüftungsöffnungen hereinkamen.

Shivastatue

Mit duftenden Blumenmalas und einheimischen Obst wurden wir in unserem Bungalow empfangen, so dass wir über die großen Spalte in der Tür hinwegsahen, durch die auch die Moskitos hereinkommen konnten.

Das vorgefundene Obst und unser Reiseproviant mussten wir möglichst schnell verspeisen und da sich in Windeseile klitzekleine Dschungelameisen über die Reste hermachten. So trugen wir die Schalen ganz weit weg.

Abends gab es gleich ein Konzert indischer Musik und da die Anlage recht groß war, hatten wir etwas Mühe dort hin zu finden. Zumal das Personal immer mit dem Kopf wackelte, wenn es „ja“ meinte.

Feiern in Südindien

Wir fuhren von Pondicherri weiter nach Swamimalai und überall trafen wir auf feiernde und prächtig gekleidete Menschen, auf Kirmes und Götterfiguren.

Tempelfest1

Mitten auf der Straße tanzten die Menschen in Trance und mußten vor sich selbst geschützt werden, damit sie sich nicht verletzten oder in die vorbeifahrenden Autos sprangen.

Einige hatten Obst oder Kokosnüsse mit Haken am Körper befestigt.

DrahtdurchWange

Manche trugen durch die Zunge gebohrte Pfeile das bedeutete, dass sie ein Schweigegelübte abgelegt hatten.

Durch die Wange gestochene und bis zu einem Meter lange Metallstangen sollten die Energien auf Gott zentrieren.

Hier wurde ein bis zu 15 kg schwerer tragbarer Altar, der auf die Schultern des Trägers gelegt und mit Metallstangen am Oberkörper befestigt.

Piercinggestell

Die in Trance versetzten Menschen werden von einem Swami in Trance versetzt, so dass sie keine Schmerzen haben. Es sollen auch keine Narben zurückbleiben.

Die Stimmung war so gewaltig, dass viele Zuschauer ebenfalls in eine Trance verfielen und ich auch große Anstrengungen machen musste, die Götter und Dämonen von mir fern zu halten.

http://dschjotiblog00.blog.de/2010/09/21/goetter-daemonen-tempel-9433957/

Nur ungern verließ ich diese Festlichkeit um weiterzufahren.

Wir fuhren an eigenartigen Baustellen vorbei

Baustelle

An manchen Stellen badeten und fischten die Menschen nur wenige Meter von den dort herumlungernden Krokodilen entfernt. Angeblich seien alle satt und wären dann ungefährlich, meinte der Taxifahrer. Außerdem würden sie von ihren Göttern beschützt.

Und wenn die einmal schlechte Laune haben?

Krokodile

Ich habe mich jedenfalls nicht so nah hin getraut und sie nur aus dem Auto heraus fotografiert. Deshalb sehen sie so klein aus.