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Reisevorbereitungen für meine Tattwareise

Ich sitze aufrecht mit geradem Rücken auf meinem Meditationskissen. Meine Begleiter liegen leicht schräg vor mir, an die Wand gelehnt und warten im indirekten matten Licht meiner Salzkristalllampe darauf, von mir auserwählt zu werden. Oder wählen sie mich aus?

Ich betrachte sie, ohne mit der Wimper zu zucken, so lange bis sie vor meinen Augen verschwinden und sich meine Augen von alleine schließen.

Nun taucht einer von ihnen vor meinem inneren Auge auf. Er ist nun andersherum- farblich. Er erscheint mir nun in seiner Komplementärfarbe. Ich steige durch ihn hindurch und befinde mich in einer anderen Welt. In der Tiefe meiner Seele.

Mit lauter Stimme soll ich nun unsere Reise beschreiben, damit sie plastischer wird und damit ich nachher alles wieder abrufen kann. Aber mir verschlägt es erst einmal die Sprache. Ich betrachte, beobachte und staune….

Nach dem Zurückkommen aus der Tattwasphäre verabschiede und bedanke ich mich bei meinem Begleiter und darf wieder durch ihn hindurch in meine Welt hinein. Ich recke und strecke meine Glieder und öffne meine Augen.

Dann lege ich meine Begleiter wieder an ihren Platz:

o Das gelbe Quadrat, welches Erde, den Körper, die Materie und das Selbstbewusstsein symbolisiert.
o Das rote Dreieck, das für Feuer, Kraft, Dynamik und Willen steht.
o Den hellblauen Kreis, der Luft, Kommunikation, Intellekt darstellt.
o Den silbernen Mond, der das Wasser und das Gefühl, das Kind und das Volk bestimmt.
o Das violette Ei: das Unbewusste, der Archetyp und der Heilige Geist.

Das Sanskritwort Tattwa bedeutet Energie.

Krishna verkörpert die transzendentale Liebe, die einst nur für Auserwählte war.
Sri Caitanya Mahaprabhu erbrach mit seinen 5 Anhängern des Pancha-tattva das Siegel und machte die transzendente Liebe für alle zugänglich. Dies wird in den Waschungen der 5 Tattwas wiederholt:

http://mayapur.com/node/1054

Meine erste spontaneTattwareise

Nachdem ich nun etwas über Tattwa gelesen habe, und schon dabei war meine erste Reise zu planen, wurde ich sehr müde und legte mich früher als geplant ins Bett. Da ich nicht einschlafen konnte, begann ich mit autogenem Training meinen Körper zu erwärmen.

Während ich überlegte ob ich mir die Symbole einfach nur vorstellen sollte, damit ich nicht wieder hinaus ins Kalte muss, um die Symbolkarten zu holen und mit welchem Zeichen ich meine Reise antreten wollte, ob mit dem Kreis, dem Quadrat, dem Dreieck…

Da schwebte auch schon aus dem dunklen Raum ein irisierender Stern heran. Zuerst sah er aus wie zwei Dreiecke, die sich zu einem zweidimensionalen Davidstern fügten. Dieser rotierte langsam und die beiden Dreiecke wurden zu zwei regelmäßigen Tetraedern, die sich durchdrangen: einem Sechseckstern oder Merkaba. Blitzschnell ergriff ich die Gelegenheit und sprang durch den Kristallstern hindurch.

Ich war nun tief unten im dunklen Meer. Eine wunderschöne große Qualle schwebte vor mir her. Der Stern hatte sich verwandelt, aber an seiner rosa-hellblau schillernden Perlmuttfarbe erkannte ich ihn doch. Auf dem Meeresboden erkannte ich Seeanemonen und eigenartige Gewächse, die von Fischschwärmen besucht wurden.

Ich lief weiter auf dem dunklen Meeresboden, bis ich an Eisbären und schneebedeckten Tannen vorbeikam. Später wurde der Wald immer brauner und düsterer und der Weg war schwarz. Ich bekam Bauchschmerzen und überlegte umzukehren.

Dann kam ich in ein riesiges Badezimmer, mit ebensolchen Duschköpfen und ich befürchtete, dass dort eiskaltes Wasser auf mich herabregnen könnte. Ich fuhr dann in einem Fahrstuhl nach oben zum Himmel und beobachtete, wie ein Buddha, der ebenfalls in einem vergitterten Fahrstuhl nach oben fuhr, von einem großen blauweißen Bären getötet werden sollte.

Als ich dann zu weiteren braunen Bären kam, entschloss ich mich zurückzukehren. Ich beeilte mich und rannte denselben Weg zurück, rief meinen Stern herbei und sauste ohne daran zu denken mich zu bedanken, durch ihn hindurch.

Die Energie, die ich durch meine Reise erhalten hatte, nützte ich zum sofortigen Einschlafen. Heute früh kann ich mich erinnern, von einem großen weißen Eisbären geträumt zu haben.