Tag-Archiv | Teeplantagen

Schmutzige Steine auf unseren Gräbern?

Woher kommen denn die hübschen Grabsteine aus Granit, die unsere Gräber zieren?

Sie werden aus indischen Steinbrüchen importiert, in denen es noch Kinderarbeit gibt. Dabei ist es nach allen indischen und internationalen Gesetzen strengstens verboten.

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Durch die Tsunamikatastrophe wurden viele Familien auseinander gerissen; viele Kinder wurden zu Waisen und müssen sich ihren Lebensunterhalt verdienen. Aber muss das ausgerechnet in den Steinbrüchen sein?

Die indischen Gewerkschaft der Steineklopfer, deutschen Steinmetzen und Hilfsorganisationen planen ein Siegel für „faire“ Grabsteine. Das Siegel soll für eine Produktion ohne Kinderarbeit und Schuldknechtschaft bürgen.

Aber auch Teepflücken in den Teeplantagen ist für Kinder nicht ungefährlich. Sie bekommen Blutergüsse, nachdem sie für eine lange Zeit Tee gepflückt haben, häufig Fieber durch die langen Arbeitsstunden in der Feuchtigkeit und erleiden häufig Schlangenbisse, z. B. von Kobras.

Im Bundesstaat Kerala, gibt es keine Kinderarbeit mehr, dank der Aufklärung der Regierung von Kerala ist der Analphabetismus beinahe verschwunden. Die Einwohner von Kerala lesen Zeitung und verteidigen ihre Rechte.
Die Regierung hat eine umfassende Bodenreformen durchgeführt, die den landlosen Bauern zugute kamen. Überall wurden neue Schulen eröffnet, die Gewerkschaften gestärkt und Gesetze über Mindestlohn erlassen. Der Besuch von Schulen ist kostenfrei und unentgeltliche Schulmahlzeiten veranlassen arme Familien, ihre Kinder zur Schule zu schicken. Der Mindestlohn, der höher ist als sonst irgendwo in Indien, erlaubt es den Eltern zu überleben, ohne dass ihre Kinder arbeiten müssen.