Tag-Archiv | Tomaten

Markttag in Saint Gilles

In fast jedem Ort gab es 2 mal in der Woche einen Markttag. Sonntagvormittag waren sogar die Geschäfte geöffnet.

Wir fuhren an Campinganlagen vorbei, wo es aussah, wie in Indien. Die Wäsche wurde hier einfach über die Mauer zum trocknen aufgehängt. Diese Stelle nahmen wir später immer als Orientierungspunkt und hofften, dass die Wäsche nicht inzwischen mal trocken war. Die Kreisverkehre sahen sich nämlich alle ähnlich.

Wäschetrocknen an der Hauptstraße

Hier konnten wir allerlei interessante Waren bestaunen. Bei dieser Züchtung von Johannisbeer-Tomaten fragte ich mich, ob es wohl bald auch quadratische Tomaten gibt:

Johannisbeertomaten

Durch die Straße mit den Touristengeschäften, in denen wir uns während den monsunartigen, kurzen aber heftigen Regengüssen tummelten, kamen wir zur Brücke bei Saint Gilles:

Pferdchen in den Wolken

Unter der Brücke war Ebbe:

Boote in Saint Gilles

Ein uraltes Karussell erinnerte mich ans letzte Jahrhundert und an meine Kindheit:

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Woher kommen unsere Tomaten wirklich?

Ich bekam Paradiesäpfel geschenkt.

Genau genommen sind es Pflanzen, die zuerst noch Paradiesäpfel produzieren müssen.

Ursprünglich brachte Christopher Kolumbus diese Pflanzen mit den roten, gelben und weißen Früchten aus den peruanischen Anden zu uns.

Die Italiener nannten die Frucht Goldapfel (Pomo d´oro) und für die Franzosen war sie natürlich Pomme d`amour (Liebesapfel).
Besonders die gelben Früchte durften früher die jungen Mädchen nicht essen, sie galten als gefährliches Aphrodisiakum.

Heute sind aber die Tomaten noch viel gefährlicher als damals, wie man hier lesen kann:

http://www.3sat.de/page/?source=/ard/sendung/153331/index.html

Die Tomaten kommen aus dem Supermarkt, wie der Strom aus der Steckdose… :crazy:

Normen – Bürokratie, Regelungswahn und Regulierungswut?

Eurobananen sind die Bananen, die in die EU eingeführt werden dürfen, und auch die innerhalb der EU produzierten Bananen mit einer Mindestlänge von mindestens 14 cm und einer Mindestdicke von mindestens 27 mm. Sie müssen außerdem unbeschädigt und nicht verschimmelt sein, und sie müssen frei von Missbildungen oder „unnormalem“ Wuchs sein.

Die Liste der geschützten italienischen Artikel reicht von den saftigen Tomaten Marke „San Marzano“ über den Prosecco di Valdobbiadene bis zum pikanten Caciocavallo-Käse.

Gurken durften nur über eine maximale Krümmung von zehn Millimetern auf zehn Zentimeter verfügen. Dies geht auf den Wunsch des Handels zurück, weil sich solche Gurken platzsparender Verpacken lassen.

Es gab aber nicht nur die Gurkenverordnung, sondern auch eine Astlochverordnung, die vorschreibt, wie viele Astlöcher maximal in einem Brett sein dürfen oder die Pizzaverordnung, wo festgelegt ist, wie dick eine Pizza Napolitana sein darf und wahrhaftig eine Schnullerkettenverordnung:

http://www.kabeleins.de/tv/abenteuer-leben-taeglich/videos/die-gurken-norm-clip

Der Schraubenkrieg der 70-80 er Jahre zeigte, dass die Unterschiede der metrischen und amerikanischen Messysteme sogar als Instrument für die Außenhandelspolitik eingesetzt wurden.

Es gibt die Rechtsnorm: z.B. Gesetze, Verordnungen und die Technische Norm, welche eine technische Beschreibung ist und unter Mitarbeit und im Einvernehmen aller interessierten Kreise aus Wissenschaft, Technik und Praxis erstellt wurde. Sie wird von einer auf nationalen (Deutsches Institut für Normung e.V. (DIN)), regionalen(europäische Normenorganisation CEN und CENELEC) oder internationalen (internationale Normenorganisationen ISO und IEC) Ebene anerkannten Organisation gebilligt.

Warum wird eigentlich genormt?
Damit die Beschaffung von Geräten (z.B. Prüfgeräten), Teilen und Halbzeugen in gleichbleibender Qualität wesentlich erleichtert wird und damit die Teile austauschbar sind, z.B. Baureihen, Baukastensystem.