Tag-Archiv | Uhlandshöhe

Im Auguscht hot in Stuagart älles gschlossa!

Hier ist der link in dem die Videos in meinem Eintrag eingebettet sind:

http://dschjoti.blogger.de/stories/2302833/

Auf dem früheren Ameisenberg, der Uhlandshöhe kamen wir uns wirklich vor wie Ameisen, wenn wir zu den riesigen Jugendstilhäusern emporblickten. Sie haben sogar inzwischen teilweise Fahrstühle.

Hier vom Osten der Stadt aus konnten wir die Innenstadt von Stuttgart überblicken und unsere Ausflugsroute besprechen.

Dann liefen wir eine der Treppen hinab. Von diesen Stäffeles gibt es in Stuttgart mehr als vierhundert. Obwohl die meisten Stuttgarter sowieso mit dem Auto oder den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind, heißen die Stuttgarter immer noch „Stäffelesrutscher“.

Wir kamen an etlichen prächtigen Jugendstilgebäuden und verwunschenen Gärten vorbei.

Unten beim Planetarium war die riesige Stuttgart21- Baustelle. Nur noch ungepflegte Reste des Parks waren noch übrig. Beim Theater war der Park wieder schön anzuschauen und wir liefen weiter zur Königsstraße. In dieser Einkaufsstraße waren die Straßenkünstler und Asylanten demonstrierten friedlich und schrieben ihre Forderungen auf die Straße.

Auf dem Schlossplatz wurde gerade die Göttin Concordia renoviert. Wir fuhren beim Kunstmuseum dem transparenten Glaskubus noch mal Fahrstuhl um alles von oben zu betrachten.

Ein paar Straßen weiter, kamen wir an schönen Fachwerkhäusern vorbei und liefen durch eine Einkaufspassage.

Die Volkshochschule am Rothebühlplatz, wo wir unsere Bücher tauschen wollten, hatte leider zu an diesem Tag.

Im Westen sahen wir wieder schöne Jugendstilhäuser und interessante Läden, wie z. B. einen Mineralienladen, der geschlossen hatte.

Wir standen auch vor Ritas indischen Restaurant, das geschlossen hatte. Aber nach einer Weile kam sie doch noch und zauberte uns im Null Komma nichts ein leckeres indisches Linsengericht.

Auf dem Weg zurück kamen wir an mehreren Trödelläden vorbei. In einem kann man sich sogar Oma und Opa kaufen, wenn man keine Großeltern mehr hat.

Auf den Tagblattturm konnten wir aus Brandschutzgründen (ich rauche doch gar nicht und für einen Kangri ist es jetzt auch viel zu warm)leider nicht hinaufsteigen. Die Eingangstür war geschlossen.

Dann schauten wir uns das Bohnenviertel an, das im 15. Jahrhundert entstand und das früher mal ein Handwerkerviertel war, in dem ganz viele Bohnen angepflanzt wurden. Die alten Kopfsteinpflaster, die enge Gassen, durch die nur ein Leiterwagen passte und deren Namen erinnern noch an alte Zeiten. Heute kann man sich kaum noch vorstellen, dass hier mal der Zupfgeigenhansel sang oder Friedrich Schiller und August Bebel hierher kamen.

Auf dem Leonhardsplatz sahen wir das Gustav-Siegle-Haus für Veranstaltungen- und Kultur. Im leeren Bücherladen Zweitausendundeins hing ein Zettel, dass man sie ab jetzt nur noch im Internet erreicht. Da die Leonhardskirche heute geschlossen war, haben wir uns eben die Kunstwerke in den Passagen angeschaut.

Beim Eiscafe hatten wir mehr Glück und bekamen sogar ein „Schwarzbroteis“. Das Schokoladeneis mit Chilli war leider ausverkauft.

Auf dem kleinen Schlossplatz war inzwischen auch ganz schön was los. Wenn die Kids nur so gebannt in der Schule aufpassen würden…

Im Schlosspark trippelten unglaublich viele kleine Enten durchs Gras.
Bei der Staatsgallerie erfrischten wir uns noch beim Anblick der Springbrunnen, die wie viele kleine Kobolde tanzten. Im hintersten Eck fand ich dann auch noch die „Liegende“ die mich früher immer auf der Königsstraße erschreckte.

Die bunten Laternenpfähle sind nicht umhäkelt, sondern mit Eintrittsstickern aus der Staatsgallerie beklebt. Ob das nicht teuer werden kann?

http://www.gutefrage.net/frage/strafbar-aufkleber-an-laternen-ampelmasten-und-dachrinnen-kleben

Dann „träppelten“ wir die Stäffele wieder hinauf und sahen uns noch die Waldorfschule an, aber nur von außen. Weil gerade Ferien sind, waren die Gebäude geschlossen.

Kunstausstellung von spirituellen Künstlern in Stuttgart

Im Rudolf- Steiner Haus auf der Uhlandshöhe in Stuttgart kann man bis zum 8. April 2011 wieder eine sehr interessante spirituelle Kunstausstellung besuchen.

http://www.rudolf-steiner-haus-stuttgart.de/rudolf_steiner_haus/galerie.php

Am Eingang zur Galerie werden wir von dem frühlingshaften Gemälde von Ulla Neigenfind „Erdzauber“ angesprochen, die Natur- und Werdeprozesse malt. Auch die im Raum dahinter aufgehängten Bilder „offener und verschlossener Keim“ lassen den Betrachter in Frühlingsstimmung kommen.

http://ulla.neigenfind.com/01.html

Die Gestalten aus der griechisch-mythologischen Sagenwelt der Bildhauerin Margot Spuhler sind in erdigen Farbtönen, die durch Mineralien entstehen, gehalten. Häufig geht sie beim Bearbeiten ihrer Figuren neuen Wegen sofort nach, damit Neues entstehen kann. So auch Lots Frau, die den Gesetzen Gottes nicht gehorcht , indem sie sich umdreht und dann deshalb erstarrt.

LotsFraujpg

Sie knetet, schlägt und tritt ihre Figuren so lange in die gewünschte Form, bis sie vor Schmerzen jaulen und quietschen. „Wir müssen durch das Feuer hindurch gehen (im 1000° C heißen Ofen), um zu werden was wir sind.“ So wurde auch ihr archaischer Eremit mit Sand eingelegt und mit dem Hammer zurechtgedrückt.

Eremitjpg

http://www.gedok-reutlingen.de/margot_spuhler/index.html

Die Malerin Gabriele Arndt beschäftigt das Thema, was denn wohl in der Nacht zwischen Einschlafen und Aufwachen passiert. Die Nacht ist für sie eine Unbekannte, deshalb setzt sie aus verschiedenen Versetzstücken, die das Feinstoffliche symbolisieren, dem sie in ihrem Leben begegnete, ihr Werk zusammen.

Durch das Weiterfragen : was passiert im Winter? Was geschieht zwischen Tod und Geburt? Woher kommen wir und wohin gehen wir? bringt sie in ihrer künstlerische Arbeit Licht in die Dunkelheit.
Sie schöpft aus den alten Kulturen der keltischen und germanischen Mythologie, die wussten, was sie am anderen Ufer erwartet und bemüht sich zu verstehen.

Nachenjpg

„Nachen, der durch die Nacht ans andere Ufer fährt.“

http://gabriele-arndt.net/ga/BILDWELTEN/BILDWELTEN.html