Tag-Archiv | Universum

Zuversicht

Wenn meine Gedanken vertrauensvoll in die Zukunft gerichtet sind, habe ich ein gutes Gefühl und bin zuversichtlich, dass alles gut wird, auch wenn es jetzt noch nicht so aussieht. Ich weiß auch, dass nichts so heiß gegessen wird, wie es gekocht wurde. Auch sind die Nachrichten mit ihren Horrorszenarien nur Schein einer verzerrten äußeren Welt, die ja bekanntlich schon mehrmals untergehen sollte.

An meiner Seite fühle ich aber meinen Schutzengel, meine unnötigen Ängste nimmt und der mir bei Gefahr stets weiterhilft. Schaue ich tiefer, so nehme ich Gottes Engel wahr, die unsere Welt beschützen.

Erst wenn Brahma aus der Hindu- Kosmologie am Ende des Tages seine Augen schließt, vergeht das Universum und wenn er aus seinem Schlaf erwacht und seine Augen öffnet, entsteht ein neues Universum. Ein Tag im Leben von Brahma dauert 4320 Millionen Menschenjahre.

Die vier Kerzen

Ich wünsche Euch Zuversicht für den heutigen und alle nachfolgenden Brahma- tage. 😉

Heiliger Lotus!

Am Anfang schläft Vishnu auf den Urwassern. Aus seinem Nabel wächst ein Lotus mit dem darin liegenden Universum empor. Der Lotus ist das Symbol der Welt und der Schöpfung. Wie der Lotusstängel sich aus den Wassern erhebt und die Blüte hervorbringt, so hat sich einst die Erde bei der Quirlung des Milchozeans aus dem „Urmeer“ Padma (das heißt Lotusblume) emporgehoben.
Der Fruchtknoten des Lotus erhebt sich wie der Weltenberg aus dem Blütenboden, die vielen Blütenblätter strahlen in alle Himmelsrichtungen und symbolisieren die Vielfalt der Länder und Kulturen. Der Lotusstängel entspricht der aus den Urwassern aufsteigenden Weltachse, auf der die Erde ruht. Darunter liegen der Stiel und die Wurzeln in einem schlammigen Gewässer. Ebenso liegen auch unter der Erde Unterwelten.

In Asien ist die heilige Lotusblüte (Nelumbo nucifera) ein göttliches Symbol der Reinheit und steht für geistige Erkenntnisse und Reinheit des Geistes. Der Mensch wächst über sich und den Alltag hinaus und erblüht. So steigt er aus der Materie über die Wiedergeburt ins Nirvana, wie der Lotus aus dem Schlamm.

Im Buddhismus ist diese mythische Pflanze das Symbol für den Lauf der Zeiten (Frucht, Blüte und Stängel). So wie die Blüten aus dem Schlamm hervorgehen, so blühen die Lehren Buddhas. Es heißt, Buddha wurde auf einer Lotuspflanze geboren und in der Nacht, als Gautama empfangen wurde, soll ein riesiger goldener Lotus aus der Erde gewachsen sein. Buddha auf einer geöffneten Lotusblüte sitzend zeigt seine Herrschaft über die intellektuelle und philosophische Ebene und die Entfaltung des Bewusstseins.

Die sich öffnenden Blütenblätter deuten auch die Entfaltung der Seele an. Im Gegensatz zur Seerose, deren Blätter auf dem Wasser schwimmen und benetzt werden, erhebt sich das Lotusblatt über die Wasseroberfläche und wird nicht vom schmutzigen Wasser benetzt oder vom Schlamm beschmutzt. Die Umgebung in der sie wächst, kann ihrer Schönheit und Reinheit nichts anhaben. Eingelagert in den Schlamm ausgetrockneter Teiche können ihre Samenkörner sogar weit über 1000 Jahre keimfähig bleiben!

Die Blütenblätter einer Lotusblüte bestehen aus winzigen Schuppen Das Wasser perlt mit dem Schmutz an ihr ab, so dass sich keine schädlichen Teilchen oder Pilze und Bakterien auf ihr festsetzen können um sie zu schädigen. Selbst Klebstoff und Farbe bleiben nicht auf ihr haften.
Warum?
Hier gibt es ein Oberflächenparadox:
Mit dem Mikroskop erkennt man als Oberfläche das Nagelbrett eines Fakirs, die emporragenden Spitzen sind allerdings aus wasserabweisendem Wachs. So rollen nun die Wassertropfen ab und reißen die Schmutzteilchen mit sich.
Nicht möglichst glatte, sondern mikroskopisch raue Oberflächen bleiben rein!
Schlaue Wissenschaftler haben sich diesen „Lotuseffekt“ patentieren lassen und so werden nun selbstreinigende Fassadenfarben und Zeltstoffe die nicht schimmeln verkauft.

In China gibt es eine Lautgleichheit der Wörter Liebe und harmonische eheliche Verbundenheit und dem Lotus. Darum gilt die Lotosblüte auch als Sinnbild einer guten Ehe.

Lotus dance:

In Neu-Delhi wurde ein Baha’i-Tempel der Neuzeit für alle Religionen errichtet. Der Architekt, Fariburz Sahba, wählte die Gestalt einer sich gerade öffnenden Lotusblüte, deren äußere Blütenblätter schon entfaltet sind, deren innere aber noch das Allerheiligste umschließen.

Yggdrasil – die Weltenesche , ein Baum des Wissens

Geschichtlich reicht der Weltenbaum zurück bis in indogermanische Zeiten und besteht in verschiedener Form bei den verschiedenen Völkern unter anderem Namen weiter.

Bei den Germanen schufen die Asen aus dem Urriesen Ymir die immergrüne Weltenesche Yggdrasil, ein Sinnbild der Unsterblichkeit. In den Edda- Liedern besungen, stellt sie das Universum dar. Sie verbindet den Himmel mit der Mittelwelt und Unterwelt.

Vom der Achse des Stammes geht jegliches Leben durch ihre Wurzeln und Äste um die verschieden Welten zu nähren. Zwischen den Zweigen tummeln sich allerlei Tiere mit psychologischen Entsprechungen ihrer Eigenschaften. Oben auf der Krone sitzt der Polarstern um den sich der Himmel dreht. An ihren Wurzeln nagt die zerstörerische und lebensvergiftende Nidhöggschlange (auch zwei Schlangen Goin und Moin) und an einer Wurzel schlummert das Weltengedächtnis, an einer anderen Wurzel liegen Weisheit und Verstand verborgen.

Weil Odin sich selbst an Yggdrasil aufhängt, um das geheime Wissen der Runen bei den Wurzeln Yggdrasils zu erlangen, kann man in Yggdrasil auch einen Wissensbaum sehen, über den der Schamane von Midhgard, der Erde, aus zum geheimen Wissen und in andere Welten gelangen kann. Dazu muss er aber seine Vorstellung aufgeben, dies sei die einzig erfahrbare Wirklichkeit. Er muß oft durch schmerzliche Erfahrungen die Weltenschlange, die sich selbst verschlingt, überwinden und so kann er am Weltenbaum initiiert werden um im Weltenbaum reisend Menschen heilen zu können.
Danach kann sich der Schamane auf Reisen in die verschiedenen Welten begeben:

Zu den Naturgewalten, zu den Elfen und Zwergen,….
sogar ins das Totenreich von Hel oder zu den Nornen.

Von einigen Orten wird abgeraten, da die dortigen Kreaturen dem Menschen feindlich gesinnt sind, z. B. Muspelheim, dem Land des Feuers und des Eises. Aber dazu hat der Schamane ja seine Krafttiere.

Die Musiker des Universums

Die ersten Musiker waren Brahma, Vishnu und Shiva, die ewige Dreieinigkeit. Der Tänzer Shiva bestimmte den Rhythmus und erschuf mit seinem göttlichen Schöpfungstanz das Universum, aber er zerstört es auch wieder. Brama und Vishnu bestimmten den Takt. Brahma schlug die Zymbeln und Vishnu die Trommel. Die Göttin der Weisheit und der Kunst, Sarasvati spielt auf einem Saiteninstrument, der Vina. Krishna lockt mit den berückenden Melodien seiner Flöte die im Maya (Täuschung)umherirrenden Seelen zurück.
Diejenigen die ihr Leben vor dem Fernseher oder dem Computer zubringen haben ihn wohl noch nicht gehört, weil die Programme so laut sind.

Aber Sai Baba schreibt:

Sei wie die Flöte in der Hand Gottes,
leer und ohne eigenen willen.
Dann wird dich Gott an seine Lippen setzen
und durch Dich göttliche Melodien spielen,
welche alle erfreuen werden.
Dann wird Dein Atem der Atem Gottes werden.

hier ein link zu den Melodien Krishnas:

Für diesen Beitrag inspirierte mich Sarangijis Kommentar zum Arkhanda-singen.