Tag-Archiv | Vögel

Mögen alle im Randecker Maar glücklich sein

Wenn nicht Nebel meine Sicht versperrt, kann ich auf meinen Spaziergängen über die grünen Wiesen im Tal von weitem schon, das schneebedeckte Randecker Maar sehen.

In diesem trichterförmigen Einschnitt, einem 17 Millionen alten Vulkanschlot de liegt immer zuerst Schnee und er schmilzt erst im späten Frühjahr.

Mächtige Windgeister jagen hier durch die Gegend und ebendiese wollen geld- und energiegierige Menschen mit Mordinstrumenten einfangen. Aber die Natur weiß sich zu wehren:

Diesen steilen Berg müssen die 700 000 Zugvögel, die täglich aus dem Norden kommen, emporsteigen und wenn sie endlich fast verhungert dort oben ankommen, soll ihnen ein Windrad die Köpfe absägen?

Es ist nicht so tragisch dass keine Dinosaurier und riesige Säugetierherden mehr durch diesen Taleinschnitt wandern, die die Windräder mitsamt ihren Erbauern in Grund und Boden stampfen würden.

An ihre Stelle ist nun der NABU getreten, der mit Rotmilan, Wespenbussard und Co, die alle auf der roten Liste stehen, den Kampf gegen die windenergiegierigen Politiker siegreich gewonnen hat.

Nun können die glücklichen Vogelschützer weiter im Randecker Maar ihre Vögel zählen, die jeden Tag vorbeifliegen und aufpassen, dass niemand heimlich ein Windrad dort aufstellt.

So viel Zumba um nicht zu platzen hätte ich gar nicht machen können, wenn ich das viele Vogelfutter selber hätte essen müssen, wenn Buchfinken, Rauch- und Mehlschwalben, Kormorane, Ringel- und Hohltauben, Fledermäuse und all die anderen Vögel mich nicht mehr besucht hätten…

Lokah Samastah Sukhino Bhavantu

Wie Ki und Ly gen Himmel fliegen

Ki&Li

Am Morgen von Himmelfahrt flogen unsere beiden Spatzendamen schon ganz aufgeregt im Käfig herum. Vor einem halben Jahr, hatte ich diese beiden Untermieter aufgenommen:

http://dschjotiblog00.blog.de/2012/11/24/ki-ly-eingezogen-15241417/

Draußen riefen schon ihre Freunde nach ihnen und die Krähen verjagten einen Raubvogel aus dem Revier.

Ich verteilte die letzte Portion Vogelmiere im Käfig und sie ließen mich so nah an sich heran, wie sie es mir noch nie erlaubt hatten. So konnte ich sie zum Abschied noch schön filmen.

Als dann endlich das Törchen aufging, flogen sie so schnell heraus, dass ich mit der Kamera kaum hinterher kam:

Nun hoffe ich, dass sie glücklich sind dort draußen, in der Natur.

Ki und Ly sind bei mir eingezogen

Ich habe nun zwei Damen zum Auswildern vorzubereiten, Ki und Ly.

Alles fing damit an, dass ein kleines Mädchen ein noch nacktes Spatzenbaby mit einem gebrochenen Beinchen fand, das noch von seinen Eltern gefüttert wurde.

Der Tierarzt wusste nicht, wie er das winzige Beinchen schienen sollte. Eine Vogelschützerin nahm Ki dann zu sich und baute ihm aus Klopapier ein Nestchen, aus dem das Beinchen ein paar Wochen nach unten baumelte. Danach war der Tierarzt ganz erstaunt, dass das Beinchen gerade gewachsen war.

Bald darauf kam Ly hinzu, die von einer anderen Vogelfreundin vor der Katze gerettet worden war.

Katzen haben ganz spezielle Bakterien im Speichel, die Entzündungen und Eiterungen hervorrufen können.

Normalerweise sterben Vögel die durch einen Katzenbiss verletzt wurden spätestens nach 2 Tagen, weil der Speichel für sie tödliche Viren enthält. Aber Ly bekam 6 Tage Antibiotika und konnte so überleben.

Die beiden Spatzenmädchen lebten nun wie Geschwister und sollten bald wieder freigelassen werden.

Nur leider wuchsen Ly dann bis zum Herbst keine Federn und sie konnte nicht fliegen. So konnte sie frühestens im Frühjahr freigelassen werden. Aber da hatte sie dann ein weißes Federkleid und wäre von der Spatzenherde gemoppt oder vom Raubvogel sofort gesichtet und gejagt worden.

Bis zum Frühjahr waren beide Vögel zutraulich geworden. Sie waren durch die Pflege im Wohnzimmer auf Menschen geprägt worden und flogen auf Kopf, Schultern und Hände zum Schmusen. Es wohnte auch kein Spatzenschwarm in der Nähe, dem sie sich hätten anschließen können. Sie hatten nur ein paar Nymphensittiche zur Gesellschaft, mit denen sie bis vor kurzem ihr Vogelzimmer teilten.

Jetzt sind die beiden Damen in meinen Wintergarten eingezogen und ich soll sie bis zum Frühjahr in meinem Wintergarten verköstigen. Dort können sie sich mit dem Spatzenvolk unterhalten und im Frühjahr dürfen sie dann mit ihren Verehrern ins Freie fliegen.

http://www.myvideo.de/movie/8862937
Aufgeregte Spatzen – MyVideo

http://www.myvideo.de/watch/8862937/Aufgeregte_Spatzen

Gestern waren die beiden noch etwas aufgeregt und trauten sich kaum sich mal auf ihrer Stange auszuruhen. Aber heute haben sie sich schon ganz gut eingelebt:

Die Mariengrotte bei Wernau

Als ich wieder einmal zur Marienquelle ging um etwas heilkräftiges Quellwasser für den Zimmerbrunnen zu holen, las ich etwas über den Ursprung der Mariengrotte.

MarienGrotte

Davor waren kreisförmig Sitzgelegenheiten aufgestellt, die zur Besinnung und zur gemeinsamen Meditation anregen sollen. Als ich auf die Marienstatue zulief sprang gerade ein Eichhörnchen davon.

An der Quelle füllte ich meine Flasche mit dem frischen Quellwasser und lauschte andächtig dem Gesang der Vögel.

Marienquelle

Dann lief ich noch etwas am sich dahin schlängelnden Bächlein entlang und sog die Atmosphäre tief in mich ein.

Marien-Bächlein

Hier gab es genügend Bärlauch für Kartoffel-Gratin:

Als ich genügend gesammelt hatte, lief ich auf dem Leidensweg mit den abgeblätterten Christusabbildungen wieder zurück und wurde dabei von ein paar vom Himmel herabfallenden Tropfen gesegnet.

Hier habe ich früher schon einmal einen Eintrag über die Marienquelle eingestellt:

http://dschjotiblog00.blog.de/2009/10/30/marienquelle-7274398/

Hochhäuser im Wind

Heute fliegen zwar keine Vögel in unserem Garten herum, dafür aber ganze Häuser. Zum Glück wohnte da gerade niemand drin.

Bei einem anderen Sturm kam einmal mein Gewächshaus am Wohnzimmerfenster vorbeigeflogen und die Terrassenstühle unserer Nachbarn lagen am Ende der Straße auf der Wendeplatte herum.

Gestern habe ich einen Film über Kathedralen angeschaut. Dort wurde berichtet, wie die Mauern seitlich abgestützt werden, damit sie bei heftigem Wind nicht einstürzen.

Vogelhäuschen

Hier liegt es also, das Vogelhäuschen, das gestern noch ein Hochhaus auf einer Stange war, das der Wind in der letzten Nacht in die Büsche getragen hat. Dieses Mal muss es besser befestigt werden, damit es beim nächsten Sturm nicht wieder davonfliegt. Die Bewohner können schließlich selber fliegen.

Hoffentlich wohnt Ihr nicht in einem Hochhaus!

Zu Besuch bei den Vögeln

Gestern besuchte ich wieder einmal meine kleinen Freunde.

Punky

Lustig zwitscherten sie mir aus ihrem Zimmer entgegen. Ganz vorsichtig öffnete ich die Tür und fragte mich, ob sie mich wohl noch erkennen. Ein Pärchen Spatzen brachte sich erst mal auf dem Türrahmen in Sicherheit.

Oma

Die „Oma“ sperrte ihren Schnabel ganz weit auf, um mir zu zeigen, wer es hier zu sagen hat.

„Rossini“, der Filmstar, konnte gar nicht genug davon kriegen, gefilmt zu werden.

Und was für einen Spaß er hatte, hinterher das Video anzuschauen.

Dann traute sich auch der nächste heran, me tooo!

Dann führten sie mir ihre Kunststückchen auf ihrem Kletterturm vor:

Und reihten sich zum Abschied noch einmal fürs Familienfoto auf:

Cheese!