Tag-Archiv | Veden

Südindische Handwerksbetriebe und Mathematikaufgaben

Beim Nageshwara Tempel trafen wir die Kinder der Weberfamilie, die wir anschließend in ihrer Werkstatt nebenan besuchten.

weberei

In dieser Gegend wohnen alle Weber der Weberkaste der Umgebung in einer Weberkolonie.

Danach fuhren wir zu einer Siedlung, in der Witwen, Waisen und andere arme Leute wohnten. Trotzdem hatte jede Hütte ihren von der Regierung zur Verfügung gestellten Fernseher und die Kinder gingen zur Schule, in der sie Englisch und Mathematik lernten.

Rechenaufgaben

Dieses 10-jährige Mädchen aus der 4. Klasse machte gerade seine Rechenhausaufgaben, damit es abends eine Fernsehsendung anschauen durfte. Ich konnte in der 4. Klasse noch keine Gleichungen mit 2 Unbekannten rechnen:

hausaufg

Die Mathematik aus den alten Veden ist oft einfacher zu handhaben, als unser Dezimalsystem:

http://www.kraeuter-verzeichnis.de/vedische-mathematik/vedische-mathematik.htm

Außerdem hat das indische Zahlensystem bereits das römische Zahlensystem abgelöst und die Zahl Null wurde auch in Indien entdeckt.

Vielleicht sollten wir unsere Kinder zum Rechnen lernen nach Indien schicken, dann wird Deutschland bei Pisa besser.

Hier gab es einige kleinere Handwerksbetriebe. In der Seidenmalwerkstatt wurden die Farben aus Naturfarben selbst hergestellt:

Künstlerarbeitsplatz

Wir besichtigten auch die Bronzegießerei, in der schöne Skulpturen gegossen wurden.

Das Verfahren war wie vor hundert Jahren, mit Kuhdung als Heizmaterial.

Ich bewunderte eine riesige Bank, die mir der Besitzer gleich schenken wollte. Sie passte aber leider nicht ins Auto:

Truhe

Beim Steinmetz sahen wir verschiedene Figuren. Eine davon war halb Frau halb Mann (Shiva/shakti).

götterfiguren

Die Bronzegießereien hatten Götterfiguren in den unmöglichsten Stellungen ausgestellt.
Über Shiva sagt man, ein Bein hebt sich, eine Welt wird geschaffen, ein Bein senkt sich und die Welt wird vernichtet.

Eine Figur tanzt mit einem Bein gen Himmel. Das ist die Geschichte von Parvati und dem Ring, in der sie von ihrem Gatten Shiva ausgetrickst wird, weil sie seinen Ring aufhebt während er weitertanzt und somit den Tanzwettbewerb gewinnt.

BeinhochStatue

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Guru Poornima 2011

Überall auf der Erde werden heute, am Freitag, 15. Juli 2011 Pujas gefeiert und überall im Internet schwirrt es von „Happy Poornima- Wünschen“.

Heute ist der Tag, an dem alle eingeweiht werden wollen. Jeder Hindu und jeder Buddhist will zu diesem Vollmond im Juli sein spirituelles Bewusstsein erwecken .Licht soll in sein Leben treten.

Alle Vedischen Traditionen ehren heute ihre spirituellen Lehrer.
Es ist der Tag an dem jeder seinen persönlichen Guru verehrt und mit ihm in Kontakt tritt. Wenn er keinen eigenen hat, kann er sich spirituell an diesem Tag an Babaji oder Dakshinamurthi wenden.

An diesem Tag wurde der größte Weise der Hindus, Vyasa geboren. Er schrieb die Veden und die 18 Puranas, das Mahabharata und die Srimad Bhagavat nieder, die vorher nur mündlich überliefert worden waren.

Mit Guru ist heute ein spiritueller Lehrer oder der jeweils angebetete Gott gemeint. Sanskrit, „Gu“ heißt Dunkelheit und „Ru“ bedeutet beiseite schieben. Poornima heißt Mond. Guru Poorima ist immer bei Vollmond.

Ein Guru erleuchtet den Geist des Jüngers. Bei vielen führt er in die Rituale und religiöse Zeremonien ein. Der Guru kann ein Gott sein, aber auch die innere Stimme.

http://dschjotiblog00.blog.de/2010/07/25/guru-purima-9035810/

Ich würde gerne von Euch erfahren, wer Euer Guru ist….

Guru Purnima, Poornima, Vyasa, Veden , Puranas, Mahabharata , Srimad Bhagavat, Vollmond, Puja, Hindu, Buddhist, Babaji , Dakshinamurthi

Beerdigung eines Gottes, Satya Sai Baba

Ich dachte immer, Hindus werden verbrannt, wenn sie gestorben sind. Aber es gibt Ausnahmen:
Sri Satya Sai Baba ist in der Kulwant Halle begraben worden. Heilige und Götter werden nämlich nicht verbrannt.

Zum Staatsbegräbnis in allen Riten in Puthaparthi wurden extra Priester eingeflogen, die Vedische Hymnen gegen negative Einflüsse auf die dahingegangene Seele singen.

Die Letzten Riten wurden entsprechend der Hinduistischen Tradition durchgeführt, da Baba als Hindu geboren wurde. Da Satya Sai Baba in der RAJU Kaste der HINDUs in „Bharadwaja“ gothram (Linie) geboren wurde, führte sein Neffe RATNAKAR die Opferriten durch, um die Götter positiv zu stimmen VYDEEKA KARMA , in Telugu.

Die sterblichen Überreste Satya Sai Babas wurden mit heiligem Wasser aus verschiedenen heiligen Flüssen Indiens, extra nach Puttaparthi eingeflogen und mit Milch, Yoghurt und Ghee bespritzt.

Nach der Zurruhelegung wird der rote Vorhang geöffnet.

Jesus (Issa) in Indien

Die Vaishnava Schrift Bhavishya Purana sagt die Reise von Jesus nach Indien voraus.

In den Legenden wird berichtet, dass es zu jener Zeit in Judäa eine starke Strömung buddhistischer Ideen gab und dass Issa (Jesus) seine Eltern verließ und in Richtung Indus ging , um sich in der höchsten Lehre (Buddas) zu vervollkommnen. Er verbrachte seine Zeit in mehreren alten Städten Indiens, wie Benares. Alle liebten ihn, weil Issa in Frieden mit Vaischas und Schudras (Kasten) verweilte, die er unterrichtete und denen er half.
Er lehrte sie: Verehrt nicht die Götzen. Betrachtet Euch nicht als etwas Besseres als die anderen. Demütigt euren Nachbarn nicht. Helft den Armen. Unterstützt die Schwachen. Tut niemandem Böses. Begehrt nicht das, das ihr nicht besitzt und das von anderen besessen wird.
Viele, die von solchen Worten hörten, wollten Issa töten. Aber Issa entwich ihnen.

Interessant ist, dass der Inhalt dieser Legenden dem der buddhistischen Schriften gleicht und sie ergänzt:

Buddhas geistiges Wesen inkarnierte sich in der gleichermaßen heiligen Person Issas. Das erhabene Leben dieses Heiligen, dem die Heiden den Tod gaben, ist in vielen tausenden buddhistischen Schriften überliefert. Die wichtigsten dieser Urkunden wurden während verschiedener Epochen in Indien und Nepal geschrieben, befinden sich jetzt aber in Lhasa.

In seinem vierzehnten Lebensjahre – so ist dort zu lesen – kam der junge, von Gott gesegnete Issa nach Sind, um sich bei den Aryas in den göttlichen Wissenschaften weiter auszubilden.
Er wanderte durch das Fünfstromland und querte Radschputana, zog weiter nach Dschagarnath (Orissa), wo die irdische Hülle Krischnas ruht. Mit Freuden wurde Issa von den Brahmanas willkommen geheißen.

Die Priester lehrten ihn die Veden lesen und auslegen, unterrichteten ihn im Gesundbeten und Heilen der Besessenen und erklärten ihm, wie er die heiligen Schriften dem einfachen Volke verständlich machen kann.

Issa hielt sich sechs Jahre in Dschagarnath, Radschagriha, Benares und anderen heiligen Orten auf. Er lebte in Frieden mit dem Volke, dem er die heilige Schrift erklärte. Sklaven und Cûdras bewunderten ihn und baten ihn um Rat.

Es gibt sogar Hinweise darauf, dass Jesus nach seinem angeblichen Tod wieder nach Indien gegangen ist.

Sri Ramans Vortrag über die Heilkraft der Edelsteine

Sri Ramans Großvater war Vidyananda Giri, ein großer Heiliger. Die Göttliche Mutter segnete Sri Raman mit visionären und kraftvollen Heilfähigkeiten und gab ihm die Fähigkeit, mit Edelsteinen zu kommunizieren um so die Menschheit spirituell und materiell anzuheben. Er kann das Geburtsgeheimnis von Jedem erkennen.
Sri Raman wurde vom heiligen Rishi Agastya Muni angewiesen, tausende von Tempeln in Indien zu besuchen. Er traf hunderte von Heiligen, Sadhus, Naga Babas und Avadhuts. 2008 traf Sri Raman Sri Mahananda Siddha in Tamil Nadu, der ohne Wasser und Nahrung lebt. Sri Raman erhielt die seltene kraftvolle Siddha Medizin, welche Leiden mildert und die meisten chronischen Krankheiten kuriert und hat mehr als 300.000 Menschen geheilt.

In einem Haus wurde ein Geschäft frei und 3 mal erschien dem Besitzer Jesus im Traum und forderte ihn auf, das Geschäft Sri Raman zu geben, der aber zunächst nichts damit anzufangen wusste und nach dem Rezitieren von Mantren teilte die göttliche Mutter ihm mit, dass er mit Edelsteinen arbeiten solle. Das war am 1. Tag von Navaratri. Am 10. Tag, dem Victory-Tag war er dann bereit das Geschäft zu eröffnen und ihm den Namen „Mother`s Choice“ zu geben. Bald schon kamen viele Edelsteinexperten und -sammler zu ihm, die von Agastya Muni, dem 18. Siddha kamen um bei ihm Steine zu kaufen. Der Laden wurde immer größer und Sri Raman musste einen Gehilfen einstellen, der ihm aber seine Kontakte stahl und ihn aus dem Geschäft hinausdrängte.

Erneut wandte er sich an die göttliche Mutter, die ihn dazu auserwählte mit Edelsteinen zu sprechen und ihm riet ein Medizinzentrum zu eröffnen. Da nicht jeder Edelstein dazu bereit ist mit jedem Menschen zu sprechen und sich den Gesprächspartner selbst auswählt, kann Sri Raman vermitteln und den richtigen Stein für jeden auswählen um so die Menschheit spirituell anzuheben.

Nach den Veden gibt es 3 Lösungsmöglichkeiten: durch Geld oder Edelsteine, durch Mantren und durch Navapashanam (Medizin). Edelsteine sind das schönste Geschenk der Natur, denn sie arbeiten ständig mit uns und strahlen ihre Energie über Jahrhunderte aus.

Sri Mahananda Sidha

Über Sri Mahananda Siddha, einem Kalpadhi , der ohne Wasser und Nahrung lebt, erhielt er Zugang zu Navapashanam, einer seltenen Siddha Medizin, die in Wasser, Milch oder Honig getaucht heilt und den Körper verjüngt. Siddhas können mehr als Heilige, z. b. über Tausend Jahre alt werden.

Rasa Lila, das Spiel der Gefühle

Rasa bedeutet Geschmack oder Essenz und entsteht durch Zusammenwirken der unterschiedlichen Gefühle, die zu einem angenehmen Bewusstseinszustand, einem ästhetischem Erleben führen. Gestik und Mimik sind wesentliche Hilfsmittel, um emotionale Zustände auszudrücken und im Zuschauer ein ästhetisches Erlebnis, Rasa genannt, zu erwecken.
Rasa stammt aus dem Sanskrit und wird in der klassischen indischen Kunstbetrachtung verwendet.
Die Künstler wollen im Zuschauer so starke Emotionen aufwallen lassen dass sie RASA erleben, also rasen.

Die schönste Erzählung über den spirituellen Rasa-Tanz Krishnas findet man im Krishnabuch:

Hier tanzt Krishna in der Mitte seiner vielen Gopis (Hirtinnen) der 3 Welten.
Die Gopis konnten die mystischen Erweiterungen Krishnas nicht wahrnehmen, denn Krishna erschien allein vor jeder einzelnen Gopi, und so dachte jede Gopi, die bezaubernde Erscheinung Krishnas tanze nur mit ihr allein. In seinem Tanz zeigte sich Krishnas vollkommener Zauber und in seinen fließenden Bewegungen seine unübertroffene Anmut.

Um das Verlangen der Gopis zu befriedigen, begann Krishna im Takt ihrer Lieder in die Hände zu klatschen. Eigentlich ist die ganze Welt von Krishnas Gesang erfüllt, nur nehmen dies die verschiedenen Lebewesen unterschiedlich wahr. Krishna tanzt, und auch die Lebewesen tanzen, doch es besteht ein großer Unterschied zwischen dem Tanzen in der spirituellen Welt und in der materiellen Welt.
Nur diejenigen, die tatsächliches Krishna-Bewusstsein besitzen, sind in der Lage, sich in Harmonie an Krishnas Tanzen anzupassen. Man muss aus Freude tanzen, und nicht, um ihn zu imitieren oder ihm ebenbürtig zu werden. Indem die Gopis von Krishas Mund Betelnüsse annahmen, drangen sie auf dem spirituellen Pfad weiter vor. Dort wo Krishna sich aufhält ist nichts gewöhnlich.

Und als Krishna sie in Seine Arme schloss und sie mit Ihm tanzten und sangen, vergaßen sie alles. Die Gopis sind Erweiterungen von Krishnas Freudenenergie. Als Krishna die verschiedenen Teile ihres Körpers berührte, fühlten die Gopis, wie sie von spiritueller Energie durchdrungen wurden. Sie wuchsen über sich hinaus, ergründeten Tiefen und erreichten Höhen der Gefühle, unerreichbar für die gewöhnlichen Menschen.

Krishna ist Atmarama, in sich selbst zufrieden. Er benötigt niemand anderen, um glücklich zu sein. Weil sich die Gopis aber danach gesehnt hatten, Krishna als Gemahl zu bekommen, hatte er ihnen diesen Wunsch erfüllt. Dann begannen die Gopis in transzendentaler Freude, Krishnas ruhmvolle Taten und Spiele zu besingen. Ihre Lotusfüße schlugen den Takt, ihre Körper bebten, während sie tanzten und ihr Augen folgten Krishna.

Je länger die Gopis Krishnas Gemeinschaft genießen durften, desto mehr wurden sie, da sie reine Gottgeweihte waren, mit seiner Herrlichkeit erleuchtet.
Wenn Sri Krishna mit den Gopis tanzt und wenn gewöhnliche Lebewesen in der materiellen Welt miteinander tanzen, ist das nicht dasselbe, sondern es besteht ein großer Unterschied.

Die meisten Gopis waren in ihrem vorangegangenen Leben große Weise gewesen, die sich in den Veden auskannten, und hatten den Wunsch geäußert, sich Seiner Gemeinschaft erfreuen zu dürfen.

In der Bhagavad-gita wird bestätigt, dass Krishna im Herzen eines jeden Lebewesens weilt und dass von ihm allein Handlung, Erinnerung und Vergessen kommen.

Die Gopis sind eigentlich Erweiterungen seiner inneren Energie, doch weil Krishna rasa-lila (das Spiel der Gefühle)entfalten wollte, erschienen auch sie wie gewöhnliche Menschen. Um ihnen eine besondere Gunst zu gewähren, entfaltete Krishna Seinen Rasa-lila-Tanz. Die Gopis, die mit Krishna tanzten, befanden sich nicht in ihrem materiellen Körper. Sie tanzten in ihrem spirituellen Körper mit Krishna. Währenddessen dachten die sogenannten Ehemänner der Gopis, dass ihre Frauen an ihrer Seite schliefen. Die Körper der Gopis, die ihren Ehemännern gehörten, lagen im Bett; es waren die spirituellen Bestandteile Krishnas, die mit Ihm tanzten. Krishna ist die höchste Person, das spirituelle Ganze, und er tanzte mit den spirituellen Körpern der Gopis.

Wer die Schilderung des Rasa-lila hört, wird auf die höchste Ebene des spirituellen Lebens erhoben.

So geschah es in dieser Nacht, daß die Gopis Krishna als ihren geliebten Gemahl in die Arme schließen durften, doch diese Nacht war keine gewöhnliche Nacht. Es war eine Nacht Brahmas, die Millionen und Abermillionen von Jahren währt (4 300 000 x 1000 Sonnenjahren).
Quelle
http://www.harekrsna.de/rasa-tanz.htm

Dance of Divine Love:

Ode an die Lotusfüße Krishnas:

Sonnenfest Surya

Heute wird in Indien das Fest des Sonnengottes Surya gefeiert. In den Veden steht andererseits, daß Surya, Tochter Sonne, einen Himmelswagen mit 7 Pferden lenkt. Sie ist auch verbunden mit Agni, dem göttlichen Feuer. Ihr zu Ehren wurden auch viele schöne Sonnen-Tempel errichtet.
An vielen Stellen wird sie als Sonnen-Prinzip verehrt verehrt, z. B. durch das Licht- Mantra oder Gayatri-Mantra mit dem viele Hindus um Erleuchtung bitten. Mit dem populären und uralten Licht-Mantra, dem Gayatri aus den Veden, verneigen wir uns vor Surya, der Sonne und bitten um geistige Erleuchtung:

Das Gayatri Mantra

Wir können uns auch mit gefalteten Händen mit dem Sonnengruß vor Surya verbeugen:

Franz von Assisi preist mit seinem Sonnengesang die Schönheit der Schöpfung und dankt Gott dafür:

Höchster, allmächtiger, guter Herr,
dein sind der Lobpreis, die Herrlichkeit und Ehre und jeglicher Segen.
Dir allein, Höchster, gebühren sie,
und kein Mensch ist würdig, dich zu nennen.

Gelobt seist du, mein Herr, mit allen deinen Geschöpfen,
zumal dem Herrn Bruder Sonne;
er ist der Tag, und du spendest uns das Licht durch ihn.
Und schön ist er und strahlend in großem Glanz,
dein Sinnbild, o Höchster.

Gelobt seist du, mein Herr, durch Schwester Mond und die Sterne;
am Himmel hast du sie gebildet, hell leuchtend und kostbar und schön.

Gelobt seist du, mein Herr, durch Bruder Wind und durch Luft
und Wolken und heiteren Himmel und jegliches Wetter, durch das du deinen Geschöpfen den Unterhalt gibst.

Gelobt seist du, mein Herr, durch Schwester Wasser,
gar nützlich ist es und demütig und kostbar und keusch.

Gelobt seist du, mein Herr, durch Bruder Feuer,
durch das du die Nacht erleuchtest;
und schön ist es und liebenswürdig und kraftvoll und stark.

Gelobt seist du, mein Herr, durch unsere Schwester, Mutter Erde,
die uns ernähret und lenkt (trägt)
und vielfältige Früchte hervorbringt und bunte Blumen und Kräuter.

Gelobt seist du, mein Herr, durch jene, die verzeihen um deiner Liebe willen
und Krankheit ertragen und Drangsal.
Selig jene, die solches ertragen in Frieden, denn von dir, Höchster, werden sie gekrönt werden.

Gelobt seist du, mein Herr, durch unsere Schwester, den leiblichen Tod;
ihm kann kein Mensch lebend entrinnen.
Wehe jenen, die in schwerer Sünde sterben.
Selig jene, die sich in deinem heiligsten Willen finden,
denn der zweite Tod wird ihnen kein Leid antun.

Lobt und preist meinen Herrn
und sagt ihm Dank und dient ihm mit großer Demut.

Wie feiert Ihr die Sonne am liebsten?