Tag-Archiv | wüste

Zauber der Märchen

Ich rief mit hoher Stimme und mit tiefer Stimme, ich rief laut und ich rief leise, aber es geschah nichts.

Leider funktionierte die Technik im Märchengarten nicht, wenn ich auf die Knöpfe drückte oder rief, was auf den Schildern stand.

Auch beim Spieglein an der Wand, erkannte ich nur mich selbst. Dabei hatte ich bei meinen Vorgängern noch gesehen, dass das Licht anging und eine wundersame Stimme säuselte…
So spazierte ich durch den Märchengarten, verzauberte und ließ mich verzaubern und dachte:

dass Märchen ursprünglich nicht Kindern, sondern Erwachsenen erzählt wurden. Werte wurden vermittelt und die Zuhörer gelangten bei den Erzählungen voller Poesie und Ästhetik unweigerlich in ihre eigene Innenwelt.
Sie erlebten Urkräfte und Archetypen und lernten, wie die Kraft der Liebe alles überwinden kann. Die Seelen der Menschen konnten sich entwickeln.
So wie die Kampfkünste als Tänze oder Akrobatik getarnt, überlebten, so wurden die Märchen in den Kinderzimmern der Gelehrten und der „aufgeklärten Menschen“ geträumt.

In den Symbolen der Märchen finden wir Hinweise auf Verborgenes und Heiliges aus alter Zeit. In den Märchen gibt es kaum etwas, das unmöglich ist. Je mehr Fantasie wir haben, desto farbiger und reichhaltiger werden sie und unsere Seele findet Nahrung.

Alte Erinnerungen werden geweckt und die Magie wirkt sogar in unseren Alltag. Wir lernen mit dem Herzen zu sehen und können auch feinere Wesenheiten wahrnehmen. Wir können unsere innere Stimme wieder hören und das Göttliche wieder spüren. Wir können Gott anrufen, wenn wir alleine nicht mehr weiter wissen.
Mit Hilfe der Märchen können Ängste aufgedeckt und erlöst werden.

Sie lehren uns auf die Dinge zwischen den Zeilen zu achten. Sie warnen uns vor Hexen und Zauberern im Alltag, die uns fesseln und zu Stein verwandeln wollen um uns unsere Lebenskräfte zu rauben. Sie zeigen uns aber auch eigenen Beschränkungen und Begierden.

Im Märchen gehören Gut und Böse genauso zusammen wie hell und dunkel. Um das Gute zu finden, muss zuerst das Böse erfahren werden. Wenn ihr dem Teufel durch die Augen hindurch in die Seele schaut, schmilzt seine Bosheit und ihr erblickt einen Engel.

Die Liebe ist das Allheilmittel um den rechten Weg zum Glück zu finden.

Wenn Ihr Euch traut, in den Brunnen zu springen, heißt es, könnt Ihr in die Tiefen Eurer Seele hinab tauchen und euch erlösen.

Hat deshalb der Satan in der Wüste von Jesus verlangt zu springen? Dann ist Jesus also doch gesprungen und so durch seine Leiden zum Christus, der die Welt errettet hat, geworden…

hier ist das Video wieder mit drin: http://dschjoti.blogger.de/stories/2298755/

3. Advent 2011

Am Sonntag des 3. Advent sollen sich die Christen an Johannes den Täufer erinnern.

Er sollte nach den Angaben des Propheten Jesajas den Weg für Jesus vorbereiten. So zog er in die Wüste und ernährte sich von Heuschrecken und wildem Honig. Dann taufte er dort ganz Judäa und alle Einwohner Jerusalems mit Wasser, damit Jesus ihnen durch diese Initiation später den Heiligen Geist nahebringen konnte.

Feliz Navidad
Feliz Navidad
Feliz Navidad
Prospero Año y Felicidad.

Feliz Navidad
Feliz Navidad
Feliz Navidad
Prospero Año y Felicidad.

We want to wish you a Merry Christmas
We want to wish you a Merry Christmas
We want to wish you a Merry Christmas
From the bottom of my heart.

Ich wünsche Euch allen einen beschaulichen 3. Advent, from the bottom of my heart.

Die Antwort eines Bodhisattwas

Dunkle gesichtslose verschleierte Frauengestalten krochen aus den Spalten der Felsenhöhlen. Immer mehr von ihnen kamen durch das Wüstental auf mich zu. Mir wurde ganz unbehaglich und ich fühlte mich von ihnen bedrängt und ich hielt die Luft an.

Die Szenerie erinnerte mich an die Leprakranken aus „Jesus Christ Superstar“, die ihn bedrängten sie zu heilen:

Auf einmal schwebte aus einem Ikosaeder die Lichtgestalt eines sitzenden Bodhisattwas zu mir heran und durchdrang meinen feinstofflichen Körper, so dass ich glaubte, der Bodhisattwa selbst zu sein. Langsam wurde mein Atem wieder kräftiger und mit jedem Ausatmen wurden die dunklen Gestalten mit ihren schwarzen Gewändern lichter, bis sie schließlich ganz verschwanden und sich das ganze Tal lichtdurchflutet vor mir ausbreitete. Ich fühlte mich unglaublich leicht, wie ein transzendentes Wesen. War ich nun ein Bodhisattwa?

Nach dieser Meditation mit dem 8. Chakra, kam ich zu dem Schluss, dass der Bodhisattwa mir lediglich demonstrieren wollte, dass er nicht nur egoistisch im Nirwana schwebt, wie ich ihm unterstellt hatte, sondern sich durchaus auch ins Jammertal begibt um andere Wesen zu erlösen.

Wenn die Menschheit sich durch die wiedergeborenen Seelen entwickelt, tragen die „Erleuchteten“, die im Himmel oder im Nirvana schwelgen schließlich nicht zur Evolution der Menschheit bei.

Dieser Bodhisattwa aber hilft anderen Wesen, indem er die göttliche Kraft durch sich wirken lässt, bevor er selbst ins Nirwana eingeht, damit das Leben nicht mehr als Leid erfahren wird, welches überwunden werden muss.

Mechthild von Magdeburg (1212 bis 1294) – die Troubadoura Gottes

Mechthild von Magdeburg war eine der bedeutendsten Mystikerinnen Mitteleuropas und eine umstrittene Persönlichkeit.

Mit 12 Jahren hatte sie ihr erstes mystisches Erlebnis. Später beschrieb sie in poetischen Versen und Hymnen über die Wonnen und Qualen ihre mystischen Erfahrungen mit Gott. Sie erregte mit ihrer in deutsch verfassten literarisch hochwertigen Schrift „Das Fließende Licht der Gottheit“, die sie in überirdischer Entrücktheit schrieb und mit ihrer Zeitkritik am realen Ordensleben der Kirche und der Welt viel Aufsehen.

Sie lebte in einer ganz persönlichen Liebesbeziehung mit Gott. In ihrer Ekstase sah Mechthild Jesus als schönen Jüngling (Schöner Jüngling, mich lüstet dein) ihre Zelle betreten. Mechthild begreift ihre Seele, d.h. den Teil ihres Wesens, der Gott ganz zugewandt ist, als „erwachsene Braut“, als Geliebte Gottes.
Die Minnetexte Mechthilds sind glühende Liebeslieder. Ihre Schriften befassen sich mit dem Menschlichen in Gott und dem Göttlichen im Menschen.

Die Momente des Einsseins mit Gott lösen bei ihr geistige Reifungsschübe aus. So wächst sie in spiralförmigen Bewegungen langsam in Gott hinein: von der Liebe (Minne) in die Erkenntnis, von der Erkenntnis in den Genuss. Mechthild vergleicht diesen Vorgang mit einem Tanz : Dieses Einschwingen in Gott, dieses Einswerden im Rhythmus, das ist der Tanz, den Gott die Seele lehrt.

Gott vergleicht die Seele fünf Dingen

O du schöne Rose im Dorne!
O du fliegende Biene im Honig!
O du reine Taube in deinem Sein!
O du schöne Sonne in deinem Schein!
O du voller Mond in deinem Stande!
Ich kann mich nicht von dir wenden.

Doch je inniger die lichte Zweisamkeit, desto schmerzhafter der dunkle Abschied. Die Kehrseite dieser großen Gottesnähe ist die „Wüste“, der Gottesabwesenheit: „Du sollt das Nichts lieben…Die Seele lernt, ins Dunkel hinein zu lieben, in der Gewissheit, dass es der Schatten ist, den das große Licht Gottes wirft.“

Wüste

Die ‚Schule der Nacht’ lehrt sie, andere nicht allein zu lassen, wenn sich die Seele verfinstert, wenn sie die ‚Todesschattenschlucht’ betreten.

Link zum Video: Die Wüste hat 12 Dinge :

http://video.aol.co.uk/video-detail/reinhard-seehafer-die-wste-hat-zwlf-ding/389702751