Tag-Archiv | Wackelbrett

Jetzt bin ich fit für Deutschland

So fröhlich kam ich heute aus dem Fitness- Studio heraus. Jetzt bin ich also fit für Deutschland:

Jetzt muss ich nie mehr im langweiligen Gerätekreis trainieren.

Ich machte wieder denselben Test in der Rumpelkammer wie vor 5 Wochen.

Inzwischen hatte ich eine starke Erkältung bekommen. Darüber erfuhr ich, dass Hochleistungssportler auch krank werden und Sport davor gar nicht schützt.

Und ich hatte oh Schreck, sogar zugenommen! Aber das sei nicht schlimm, wurde mir versichert, weil jetzt das leichte Fett abtrainiert sei und dafür schwere Muskelmasse antrainiert wäre. Leider sehe ich davon nichts. Ich kann leider auch noch keine so tolle Sprünge machen, wie die Muskelladies auf den Videos, die ich früher eingestellt hatte.

Aber dafür konnte ich diesmal wie ein Storch auf einem Bein sogar mit geschlossenen Augen solange stehen, bis der Trainer mich aufforderte, jetzt endlich damit aufzuhören. Ich hatte das nämlich beim Nachrichten schauen und gleichzeitigen Bügeln immer fleißig geübt.

Die Koordination auf dem Wackelbrett war einsame Spitze. Ich stürzte auch überhaupt nicht mehr herunter. Jetzt sind also meine Beinmuskeln gut ausgeprägt. Dabei sehen meine Beine genauso aus wie immer. Nur soll ich nicht so mit den Armen fuchteln, hieß es. Aber irgendwie muss ich mich doch in der Luft halten, wenn ich nicht auf die Erde stürzen darf.

Meint Ihr nicht auch, ich sollte es mal lieber mit Paddel-Yoga probieren?

http://web.de/magazine/gesundheit/fitness/16554052-bizarrsten-yoga-praktiken.html

Oder was haltet Ihr von den 8 Formen des Lachyogas? Das könnte ich doch auch gut ohne meinen Rollator praktizieren.

Sai Baba und Jungfrau Maria im Fitness Studio

Unsere Guritha lud Sai Baba zu unserer stillen Meditation ein. Der erschien natürlich prompt in seinem langen orange Kaftan im Saal.

Damit er sich nicht so allein unter so vielen Frauen fühlt, durften wir, je nach persönlichem Bedarf, auch noch andere Heilige hinzu bitten. Bevor ich mir aber noch diesbezüglich Gedanken machen konnte, zog Sai Baba auch schon an einem Stück hellblauen Stoff, an dem kichernd und lachend die Jungfrau Maria zur Tür herein schwebte.

Licht

Während alle in stiller Meditation versunken waren, fingen die beiden an Unfug zu machen. Sie alberten herum und neckten einander,schlugen Purzelbäume und zogen sich an den Haaren und benahmen sich wie kleine Kinder.

Dann begannen sie Basketball zu spielen. Es wurde immer wilder, bis Sai Baba die gesamte Jungfrau Maria in den Basketballkorb warf. Sie konnte sich aber ganz lang und dünn machen und sauste hinter Sai Baba her, schnappte ihn sich, rollte ihn zu einem Ball und pfefferte ihn in den Korb auf der Gegenseite.

Nun fand ich, dass ich eingreifen musste, bevor Schlimmeres passierte. Sie wunderten sich gar nicht darüber, dass ich sie wahrnehmen konnte und kamen ganz brav mit mir vor die Tür, als ich ihnen versprach ihnen Zumba zu beizubringen. Die Musik in der Halle nebenan spielte laut genug und den Takt konnte ich dank dem Schlagzeug gut halten. Den beiden wurde es aber bald zu langweilig, weil sie alle Schritte viel schneller und besser konnten, obwohl Sai Baba der Jungfrau Maria öfters auf die lange Schleppe trat. Seine schwarzen Kräuselhaare wurden auch gar nicht nass von der Anstrengung.

Sai Baba ist natürlich auch anmutigeres Zumba aus seinem Sai Baba Center in Indien gewohnt:

Nun wollten die beiden das Fitness- Center besichtigen, in dem ich trainiere. Dort probierten sie alles aus und ließen lachend die Messuhren auf dem Höchststand laufen, ohne sich anzustrengen. Das Laufband ratterte unter Sai Babas Lotusfüßen und die Füße der Jungfrau Maria konnte ich gar nicht mehr sehen, so schnell rannte sie.

Nur das Wackelbrett konnte die Jungfrau Maria nicht besteigen. Sie schwebte immer 30 cm darüber. Sai Baba sprang dann auf ihren Rücken, so dass sie ihn Huckepack trug, aber das nützte alles nichts. Sie schwebte einfach nur…

Darüber ärgerte sich Sai Baba dann wohl so sehr, dass er den ganzen Raum voll Asche bestreute. Auch meine Bemerkung, dass die armen Angestellten den Dreck morgen wieder weg machen müssen, interessierte ihn nicht im Geringsten. Die Jungfrau Maria fand es dann lustig, Rosen über den Dreck drüberzustreuen…

Ich werde mich dort morgen jedenfalls nicht blicken lassen. Hoffentlich haben die keine Überwachungskameras aufgestellt….

Als wir in unseren Saal zurückkamen, in dem wir meditierten, hatte Sai Baba bereits den Boden mit orange Tüchern verziert. Jetzt reichte es mir langsam und ich schickte die beiden in ihre oberen und unteren Welten zurück.

Nach der Meditation meinte Rosi, sie hätte auf dem Hallenboden orange Tücher gesehen und die anderen haben sich über die Zumbamusik von nebenan beschwert, die sie beim Meditieren gestört hätte.

Dann bekam ich noch einen Riesenschreck, als ich in der Ecke etwas Kleines Hellblaues schweben sah…

Es war aber nur ein kleiner Luftballon, den wohl ein Kind dort vergessen hatte.

Eingangstest und Geräteeinweisung bei der Studie "Wie fit ist Deutschland?"

Wie fit bin ich eigentlich? Ich weiß nicht, woran ich mich orientieren soll? Bauchtanzen und Zumba klappt ganz gut, beim Fensterputzen tut mir schnell der Arm weh. Beim Wandern konnte ich eigentlich auch immer mit anderen mithalten.

Aber bin ich trainiert? Hmm…

Mal sehen ob ich die 5 Wochen schaffe und wie ich mich danach verändert habe. Also habe ich mich bei der Bundesweiten Fitness-Studie: Wie fit ist Deutschland? angemeldet.

Anfangs trabte ich noch zu Fuß zum Fitness- Center, aber als dann der erste Schweiß nach dem Training lief, hatte ich Angst mich bei der kühlen Herbstwitterung zu erkälten. Also fuhr ich bequem mit dem Auto hin. Parkplätze waren ja genug vorhanden.

Beim Ausfüllen des Teilnamebogens lernte ich mal wieder die Vorteile eines 24- monatigen Abonnements genauestens kennen, inklusive Rabatte, wenn ich jetzt sofort unterschreibe. Und eine Trinkflasche wurde mir wieder wärmstens empfohlen. Als ob ich nicht mal eine Stunde ohne Trinken auskäme!

Zuerst wurde mein Gewicht mit Klamotten und Schuhen und meine Größe bestimmt und daraus der BMi mit ermittelt:

Gewicht
BMI = —————————-
Größe²
http://www.bmi-rechner.net/

Mein Blutdruck, mein Körperfett, meine Muskelmasse und mein Wassergehalt wurden gemessen.

Der Konditionstest bestand aus Radfahren bis zu einem bestimmten Puls.

Dann musste ich mich auf den Rücken legen und die Beine aufstellen, mit den Fersen auf Boden und den Händen in die Leiste gestemmt. Meine Schulterblätter mussten vom Boden abheben, ich sollte den Bauch einziehen und anspannen. Meinen Oberkörper musste ich nun so lange wie möglich oben halten.

Die nächste Übung war: auf den Bauch legen, Zehen anziehen, Knie weg vom Boden, Arme 90 ° anwinkeln und diese Tortur so lange wie möglich auszuhalten.

Die Beweglichkeit der Beine wurde folgendermaßen geprüft: ein Bein ausgestreckt hin und herführen, Oberschenkel umfassen und auf 90° hochziehen. Auf 70° war natürlich nicht so gut.

Dafür konnte ich bei der Rumpfbeuge spielend den Boden mit meinen langen Finger berühren.

Ich kam mir vor wie bei der Einschulung der Erstklässler, als meine Koordination geprüft wurde: Stehen auf einem Bein…

Nach 10 Sekunden strauchelte ich bereits und mit geschlossenen Augen war gar nichts drin.

Vom Wackelbrett bin ich schon gefallen, als ich noch gar nicht drauf stand, wahrscheinlich, weil meine Turnschuhe viel zu klein waren…

Anhand dieser Ergebnisse wurden ein Fitnesswert und ein Fitnessalter festgelegt. Ziel ist es nun, diese Werte innerhalb von 5 Wochen so gut es geht zu verbessern.

Mir wurden dann die Geräte gezeigt. Die Hebel für die 8 Geräte, die in dem Kreis stehen, in dem ich nun 5 Wochen lang trainieren werde, wurden am Anfang einmal extra für mich eingestellt. Die Wattzahlen muss ich aber jedes Mal wieder neu einstellen und aufpassen, dass mich beim Laufgerät nicht die Stange erwischt. Dann wären nämlich die 5 Wochen gleich vorbei gewesen.

Ich begann mit einer Beinpresse. Die erzeugte ganz schön Muskelkater, auch schon während der einen Minute Training.

In der 30 Sekunden Pause sprintete ich zum nächsten Gerät, stecke die Karte ein und aus, drückte den Start/aus Knopf und drapiere mein Handtuch so, dass meine giftigen Keime nicht ans Gerät kommen. Andere tranken in der kurzen Zeit sogar aus ihrer Flasche.

Dann kam die Station Rückenstrecker, wo ich mich etwas ausruhte.
Auf dem Rückenbieger erholte ich mich etwas, der ging noch leicht.

Dann musste ich mit einer um die Brust geschnallten Pulsuhr 4 Minuten lang auf dem Ergometer- Fahrrad strampeln. Dazu lief laute und schaurige Musik und es nervte enorm zu hören, wer nun in Baden- Württemberg irgendwo im Stau steht, während ich mich hier abstrampelte.

Der Fernseher, der auch noch lief war zu hoch angebracht, so dass ich eine Nackenstarre kriegte, wenn ich dort länger hinstarrte. Schaute ich aber geradeaus, raste dort jemand schnaufend und tropfend auf dem Crosstrainer herum und das war auch kein erbaulicher Anblick. Auf dem Crosstrainer durfte ich bis zu 4 min bis zu einem Puls von 130 laufen.

Danach kamen noch ein Beinbeuger und dann noch eine Rudermaschine für die Arme und der Bankdrücker für die Arme. Die Chipkarte war anfangs mal irgendwie falsch herum eingesteckt und ich soll die Übung noch mal machen, zeigte das Display mir an. Phhh, ich bin doch nicht blöd und mache alles noch einmal!

Ich machte noch eine Runde alleine und ging dann heim- frühstücken!

Nun warte ich schon gespannt auf das Resultat meines Eingangstests. Was meint Ihr, wie viele Jahre ich laut Test wohl jünger sein werde…?