Tag-Archiv | Wald

Wie die Naturgeister uns Menschen spiegeln

Grottengeist Auf meiner Wanderung im Welzheimer Wald, überraschten mich die Baumgeister dieses Mal mit einem Stuhl, den sie mitten im Wald für mich aufgestellt hatten, weil ihnen das letzte Video so gefallen hatte – dachte ich:

https://www.youtube.com/watch?v=G01438-vW2s

Ich musste also auf ihrem verwunschenen Stuhl Platz nehmen und ihren schamanischen Gesängen lauschen.

Die Felsenwesen bei der Grotte schauten mich ganz ernst an und meinten, dass die Menschen die wesentlichen Dinge zwar sehen, sie aber nicht beachten, weil sie mit unwesentlichen Dingen beschäftigt sind, wie z. B. mit so etwas unnützem wie einer Uhr.

Weil unsere Welt durch Logik und durch rationale Zwänge regiert wird, um uns gefügig zu machen, konsumieren wir unnütze Dinge. Wir beschäftigen uns mit Personen, die nicht bei uns sind, anstatt uns mit denen zu beschäftigen, die neben uns stehen.

Wir sitzen jeder in einem eigenen genormten Kasten und glauben von uns, das genormteste Exemplar von allen zu sein: schön, intelligent usw. Fantasie wird uns systematisch ausgetrieben und als unnütze Spinnerei angeprangert, damit wir ja nicht dem Geheimnis des Lebens auf die Spur kommen.

Dabei trällern es die Naturgeister von den Bäumen, dass man nur mit dem Herzen richtig fühlen kann und dass der Kopf mit dem Herzen durch Liebe verbunden werden muss, damit Denken und Fühlen im Einklang sind.

Als sie sich alles von der Seele geträllert hatten, verabschiedete ich mich von ihnen und kam gerade noch rechtzeitig vor Sonnenuntergang aus dem Wald heraus. Als ich nachsehen wollte, wie spät es war, war meine Armbanduhr verschwunden…

Noch verstecken sich die Elfen vor den Frostgeistern

Draußen in der Natur, selbst im kalten Winter fühle ich die Gegenwart der Göttin.

Es beginnt mit einem leichten Frösteln, welches einer geheimnisvollen inneren Freude weicht. Dies berührt mich oft so stark, dass meine Tränen fließen, wenn sie mir zu nahe kommt.

Frostgeister

Elfen schauen immer mal wieder durch die verschneiten Büsche, verschwinden aber genauso schnell, wie sie gekommen waren. So kann ich sie gar nicht danach fragen, ob sie der Göttin denn nicht vertrauen. Sie fürchten sich nämlich vor den düsteren Frostgeistern, die gar so bedrohlich dreinschauen und die Landschaft in ihrem harten Griff halten:

In dem Maße, wie die erwachende Mutter Erde allen ihren Kindern die Freude am Leben schenkt, einem Gefühl geliebt und beschützt zu sein, genau so werden sich die Frostgeister in ihr eigenes Reich zurückziehen. Bald wird der Wald wieder von Leben erfüllt sein.

Warum bleiben die meisten Menschen lieber zuhause, anstatt diesem Wunder der Erneuerung beizuwohnen, dass sich jedes Jahr von neuem in der Natur abspielt?

Die 5. und die 6. Rauhnacht

Jetzt waren die Landschaft, der Wald und seine Bewohner endgültig vom Schnee verzaubert und meine Seele natürlich auch so, dass ich mich meilenweit von meinem Alltag entfernte.

Ich wanderte also mit meinem Schatten die kaum noch zu erkennenden Waldwege entlang, auf weißen Teppichen durch das vereiste Reich der Wintergeister, die heulend durch die Bäume pfiffen.

Werwölfe

Der Schnee begrub alles unter sich und die letzten bunten Blümchen, die ich gestern noch begrüßte, waren fort. Der Schnee lag wie eine dicke Wolldecke über dem grünen Gras. Geisterhafte Wesen in den Bäumen versprühten kleine Schneekristalle in meine Mütze.

Kaum war ich wieder zuhause, stellte ich noch Kekse, Milch und ein paar Münzen auf das Fensterbrett, um die vorbeiziehenden Geister zu besänftigen und dann schloss die Türe vor den immer zahlreicher herumwandernden Geistern.

Mantrasingen – Om Tare Tuttare

Wie ein Ohrwurm durchdrang mich diese Melodie, als ich von den Bürgerseen bei Kirchheim durch den zertifizierten Wald ins Lenninger Tal wanderte:

Tara (Târâ) ist der von Indien bis Irland bekannte indo-europäische Name der Urgöttin Erde.

Grüne Tara

Mit dem Tamburin schlage ich den Herzschlag des Universums, so dass wir unsere Wurzeln tief in Mutter Erde dringen lassen können.

Mit dem Rasseln der Schellen siebe ich die dichte Energie, so dass die Schwingungen feiner werden.

Auf den Flügeln der Violinklänge erhebt sich die Seele in den Himmel.

Das indische Harmonium harmonisiert diese Energien, die Himmel und Erde miteinander verbinden.

Ihr empfangt umso mehr reine Energie, je lauter und inbrünstiger ihr mitsingt.

Tara, Mantra, Singen, Violine, Harmonium, Tamburin, Universum, Bürgerseen, Wald, Wurzeln, Göttin

Meditation während der Kräuterwanderung

Nach dem heftigen Regen standen die Wiesen wieder in voller Blüte und die Sonne zauberte all ihre bunten Farben hervor. Alles funkelte und klang ganz rein.

Ich setzte mich mit aufrechtem Rücken zu meiner Meditation hin, erdete mich, indem ich mir vorstellte, dass meine Wurzeln tief in die Erde wachsen. Ich schützte mich wie üblich und atmete tief ein und aus.

Bilder meiner Kräuter aus meinem Kräutergarten stiegen aus meinen Tiefen empor und vermischten sich mit den Wildkräutern der Natur.

Naturgeist

Ich nahm wahr, wie die Naturwesen miteinander kommunizierten.
Die ganze Natur war ein sich ständig verändernder Ton, eine Hymne an die Geister des Wassers, die allen Wesen zu trinken gaben.

Auch die Geister des Waldes erwachten zum Leben und zeigten sich von ihrer mystischen Seite:

Nach einer Ewigkeit bedankte ich mich noch bei den Naturgeistern für diese zauberhafte Kräuterwanderung, bei der ich die Kräfte der Natur aufnehmen durfte. So kam ich dann wieser frisch gestärkt aus meiner Meditation zurück.

Dschjotis Wanderung durch die Anderwelt

Als ich so durch den Wald wanderte, kam mit der Chinesische Spruch in den Sinn:
„Trage immer einen grünen Zweig im Herzen, es wird sich ein Singvogel darauf niederlassen.“

Aber statt eines Singvogels flog ein Raubvogel zwischen den Welten auf den Ast eines Baumes und blickte bedrohlich zu mir herunter.

Bald ist Samhainmond und der Nebel verbreitete eine unheimliche Stimmung und ich hoffte, dass die Sonne sich bald blicken ließ. Mir fiel plötzlich das Gedicht von Hermann Hesse ein:

Der Herbstwind wehte alles Überflüssige und Abgestorbene hinweg. Mir wurde immer kälter. Die seltenen vorkommenden Bänke waren entweder verfault oder klitschnass.

Plötzlich öffnete sich das Tor zu Anderswelt. Während ich noch über mein Leben mit meinen Ahnen reflektierte, vernahm ich ein leises Lied aus der Anderwelt:

Ich lief noch tiefer hinein um die Melodie besser hören zu können, die mich an meine Embryozeit erinnerte:

Der Wald schien mir wie ein einziges riesiges Wesen, das da vor sich hin schnaubte und von den Klängen der Natur besänftigt wurde:

Der Pilgerweg von Garda nach Torridel Benaco

Eigentlich wollten wir mal wieder zum Punta San Viligio um die Sirenen zu besuchen.

Wir liefen also frühmorgens, als noch niemand unterwegs war, auf dem Pilgerweg die Uferpromenade in Richtung des umgekippten Baumes entlang. Kurz bevor der Weg wieder in den Fluten versank konnten wir einen unheimlichen engen dunklen Weg bergauf zur stark befahrenen Straße emporsteigen. An der Straße entlang kam dann ein Aussichtspunkt, wo wir uns neben dem Müll die wunderbare Landschaft um Garda bewunderten.

Der Pilgerweg ging noch ein bisschen weiter an der Straße entlang. Dann konnten wir in einen blumenumsäumten Feldweg flüchten, auf dem keine Autos zugelassen waren.

Nachdem wir fünf Minuten diesen Weg bergauf gelaufen sind, kam dann dort doch ein Auto mit einem Pärchen vorbei. Sie liefen mit Angelruten in die Wiesen am Steilhang. Was man da wohl angeln kann???
Später fuhr dann auch noch ein Polizeiauto diesen Feldweg entlang.

Wir liefen weiter durch den verzauberten Wald an den Hängen des Monte Luppias, an vielen Schildern vorbei. Wieder fragten uns Wanderer nach dem Weg nach Garda.

Wir wählten den Pilgerweg, der durch ein steiles Bachbett voller Geröll und Steine hinab führte und kamen dann an wunderschönen alte Gärten und Häusern vorbei. Alle Straßen, die nach unten führten waren Sackgassen und Privatwege. So stand es jedenfalls auf den Schildern. Also winkten wir den Sirenen in der Baia delle Sirene zu und liefen weiter:

http://www.myvideo.de/movie/9168258
Von Garda nach Torri del Benaco – MyVideo

Nach mehr als zwei Stunden erreichten wir in glühender Hitze schweißtriefend Torri del Benaco.

Die Luft war schwül und drückend. Am Horizont türmten sich bedrohlich dunkle Wolken auf. Wir schauten uns noch eine Stunde lang das hübsche Hafenstädtchen mit seinen verwinkelten Gassen an:

http://www.myvideo.de/movie/9168267
Torri del Benaco – MyVideo

Dann schafften wir es gerade noch trockenen Fußes bis zum Bus, als Himmel und Hölle über uns hereinzubrechen schienen…