Tag-Archiv | Wandern

Wo sich Grubenholzmann und Teufel Gute Nacht sagen

Grubenholzmann beim Teufel

In der Gegend von Mögglingen und Heuchlingen am Limes laufen angeblich viele Wanderer herum, aber ich traf dort nur den Teufel und den Grubenholzmann, die sich dort gute Nacht sagten.

Der Teufel sollte von Gott ein Stück viel Land erhalten, wie er mit seinen Gehilfen in einer Nacht mit einer Mauer umranden könne. Er versuchte aber ein so riesiges Stück Land zu ummauern, dass er es in dieser Nacht nicht schaffte und so das niederschmetternde Gefühl eines unersetzlichen Verlustes verkraften musste. Das Glück schien ihm wie Sand durch die Finger zu rieseln.

Vor lauter Wut, dass er nun gar nichts bekam, rammte er seine Mistgabel in die Erde. Die Naturgeister mussten ihm das natürlich sofort wieder spiegeln.

So wissen die Menschen nun, dass sie sich in dieser Gegend vor den unsichtbaren Wesen in Acht nehmen müssen, die die Menschen so beeinflussen können, dass diese schimpfen und schreien.

Teile dieser Mauer stehen zwar noch, aber die Bauern klauten dann die Steine von der Teufelsmauer, so dass jetzt kaum noch etwas von ihr zu sehen ist.

https://www.youtube.com/watch?v=gRnBi5kTipE&feature=youtu.be

Beim Limes an der Teufelsmauer lungert der Grubenholzmann, mit seinem vorgewölbten Bauch vom hochprozentigen Alkohol trinken, herum und wartet auf Holzdiebe, die er an ihren vor Gier leuchtenden Augen erkennt. Denen setzt er sich dann auf den Rücken, so dass die unter ihrer schweren Last, die sie nach Hause schleppen, beinahe zusammenbrechen.

 

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Der Brunnenweg im verzauberten Esslinger Hainbachtal

Verzaubertes Hainbachtal

Wir wanderten während der Obstblüte durchs verzauberte Hainbachtal mit seinen historischen Brunnen. Es knackte und raschelte im Unterholz und Schatten huschten in ihr Versteck.

Knorrige Baumgeister beobachteten uns mit neugierigen Blicken.

 

In der Kalkklinge beim Gerechtigkeitsbrünnele konnten wir noch einen Aquädukt bewundern.

Bis 1957 mussten die Menschen ihre Wäsche im Lindhalden-Brunnen waschen, in dem im niedrigeren Trog davon die Tiere tranken.

Aus den Baumwipfeln beim Katharinenbrünnele, in denen der Wind sein Unwesen trieb, flüsterte es,  dass die Gräfin Katharina in der Natur, unter der Katharinenlinde die Herzen ihrer Schüler öffnete, um sie so zu Gott führen zu können. Sie war sehr wohltätig und ließ auch das Spital zu Esslingen erbauen.

 

Ihre Neider behaupteten, der Teufel flüstere ihr ein, was sie zu lehren hätte und gäbe ihr Geld um es den Armen zu spenden. Als sie schließlich gerädert werden sollte, griffen die Naturgeister ein. Sie können, wenn sie ärgerlich werden, recht rabiat werden und so zerstörten sie das Rad durch einen von Donnerschlägen begleiteten Blitz. In Katharinas Gesicht leuchtete nun ein überirdisches Licht und sie wurde nun als heilig angesehen. Deshalb bekehrte sich das Volk umwendend zum Christentum.

 

Nach ihrem Tod wurde sie unter der Katharinenlinde begraben.

Nun kamen wir an der Quelle mit einer alter Sandsteineinfassung vorbei, die wir durchs Gartentörle sehen konnten.

 

Am Brunnen am Belzbach konnten wir uns etwas abkühlen.

 

Der Kelterbrunnen lieferte etwa 600 Jahre bis 1915 der Alten Kelter das Wasser für den Weinbau.

 

Der Sieben-Fische-Brunnen in einem privaten Vorgarten, der einen Schwarm Fischlein darstellt, war leider nicht in Betrieb.

 

Zuletzt kamen wir zum Achtröhren-Brunnen, dem Wahrzeichen Wäldenbronns.

 

 

Zum Glück ist bei der Wanderung niemand von uns auf einen Irrwurzen getreten, der denjenigen, der auf sie tritt, in die Irre führt.

Die Naturgeister am Herrenbachstausee im November

An diesem schönen Tag im Herbst trieben es die Naturgeister es besonders wild. Die meisten Spaziergänger hatten sich schon gar nicht hierher getraut und sogar das Schwanenweibchen hatte Reißaus genommen. Aber vielleicht war ihm ja das aggressive Männchen auch nicht geheuer.

Dabei waren die Naturgeister im Sommer noch recht friedlich:

Nun aber waren überall die zerstörerischen Kräfte am Werk und verwirrten die Gemüter der Menschen und der Geister. Die Windgeister pfiffen uns um die Ohren. Der Verfall kennzeichnete die Natur. Bedrohlich grinsten uns die Waldgeister an, so dass uns nasskalte Schauer über den Rücken liefen. Da hatte es die hervor blinzelnde Sonne nicht leicht dagegen anzustrahlen.

Die schönen geschnitzten Holzfiguren hatten sie angenagt und bei einem Baumstamm die Türe abgerissen.

Irgendeinem Wanderer hatten sie die Schuhe geklaut und nur so zum Possen über dem Barfußpfad wieder aufgehängt. Dazu hatten sie auch noch ein Schild geschrieben, dass man ausgerechnet dort seine Schuhe abstellen sollte.

Die Wassergeister hinderten mich massiv daran, auf dem Barfußpfad über den Bach zu laufen, so dass ich mit meinem Rollator umkehren musste und natürlich im Kies stecken blieb.

Zuletzt flüchtete sogar die Katze der Herrenbachmühle vor den umher tollenden Geistern ins Auto. Sie kroch blitzschnell unter den Sitz und wollte gar nicht mehr hervor kommen. Nur mit viel Überredungskunst gelang es mir schließlich, sie davon zu überzeugen, dass es hier viel mehr Mäuse als bei mir zuhause zu fangen gibt.

Als ich wieder zuhause war und meine Wanderschuhe auszog, merkte ich, dass die Waldgeister mir beide Sohlen so zerbissen hatten, dass ich sie wegwerfen musste.

Zu Fuß von Wasserburg nach Lindau

Wir stiegen in Wasserburg aus dem Zug als es noch ziemlich bewölkt und recht kalt war. Aber wir fanden das Örtchen recht idyllisch:

Als sich alle gestärkt hatten, liefen wir den bequemen Weg am Wasser entlang nach Lindau:

Unterwegs wunderten wir uns, über die vielen Menschen, die wie Jesus über das Wasser laufen konnten. Das waren einmal die Schwimmer, die auf einem langen Steinsteg bis weit in den Bodensee liefen, damit sie nicht im Grundschlamm versinken.

Die anderen waren Stehpaddler, die sich wie die Hawaiianer auf ein Surfbrett stellen und mit einem langen Paddel durchs Wasser manövrieren.

In Lindau umrundeten wir zuerst die Insel und stürzten uns zuerst in die vollbesetzten Straßencafés und Biergärten.Dann ging es ins Getümmel der Altstadt:

Die Straßenmusikanten liefen wieder auf Hochtouren.
Hier erfreute ein Ziehharmonika- Spieler die Passanten:

Gegen Abend leerte sich die Stadt allmählich, aber die Sonne schien bis zum Untergang.

Wandern mit den 4 heiligen Urkräften

Auf unserer Wanderung kamen wir bei Siegelhausen vorbei. Dort, am Fuße des Lembergs war früher ein alemannisches Quellenheiligtum.

Heute steht hier ein besonderer Brunnen, in dem die heiligen Urelemente von Wasser, Erde, Feuer und Luft am Grund zu erkennen sein sollten.

Ein bisschen konnten wir sie anfangs noch sehen. Hier die Zwillinge:

Zwillinge

und den Widder:

Widder

Während wir dem Plätschern des Brunnenwassers lauschten, tauchten einige von uns ihre Hände ins Element Wasser (das Tierkreiszeichen Krebs steht für das Wasser):

Krebs

Als ich allerdings den Grund mit dem Besen reinigte, sahen wir vor lauter aufgewirbelten Schwebeteilchen gar nichts mehr:

Elemente-Brunnen

Beim Weitergehen liefen wir über die feuchte Erde (das Tierkreiszeichen Stier steht für Erde) und atmeten die frische Landluft (das Tierkreiszeichen Zwilling steht für Luft), die kräftig nach Schweinestall roch, tief ein und aus.

Wir liefen noch eine Weile durch die Felder, bevor wir bei sengender Hitze (das Tierkreiszeichen für Widder steht für das Feuer) auf den Lemberg stiegen.Wir spürten bereits am Morgen die feurige Kraft der Sonne.

Von dort oben hatten wir einen wunderschönen Rundumblick und konnten die Urkräfte auf uns wirken lassen.

Danach hatten wir wieder genügend Kraft zum Schillerstädtchen Marbach zu laufen:

Auf diese Weise würdigten wir heute die heiligen Urelemente.

Herbstwanderung von Esslingen nach Fellbach

Morgens war es trotz strahlendem Sonnenschein noch recht kühl in Esslingen. Wir kamen am Relief „Gesundheit“ vorbei:

GesundheitVA

GesundheitSA

Je höher wir die Weinberge bestiegen umso toller wurden die Ausblicke:

Esslingen

Außer Wanderern und Autos rollten auch diese seltsamen Gestalten auf 2 Rädern und einer Lenksäule an uns vorbei:

Vom Restaurant Katharinenlinde konnten wir die gesamte Region Esslingen überblicken und leckeren Zwiebelkuchen gab es auch:

Katharinenlinde

Im 4. Jahrhundert weigerte sich hier die heilige Katharina an einer heidnischen Opferstätte Gottheiten huldigen. Ein Gottesurteil analog männlicher Logik wurde gefordert: Man pflanzte eine Linde kopfüber ein und da sie überlebte, war das der Beweis dass die christliche Religion die überlegenere sei.

Die heutige Linde wurde im 19. Jahrhundert als Ersatz für eine vom Sturm gefällte Vorgängerin gepflanzt.

In der Nähe steht noch ein häßlicher Aussichtsturm aus Stahlbeton, der Katharinenlindenturm.

Die heilige Katharina hatte das Katharinen- Spital in Esslingen gegründet.

Dann hatten wir einen wunderschönen Blick auf das Mausoleum der Königin Katharina die Rothenbergkapelle, die Wilhelm I. für sie als Liebesbeweis bauen ließ:

Rothenbergkapelle

Sehr heidnische Eichen mit allerlei Baumgeistern standen hier und dort herum:

Heidnischer Baum

Diese Häuschen bieten bei schlechtem Wetter Unterschlupf:

Unterschlupfhäuschen

Überall sahen wir großartige Licht- und Schattenspiele in der Natur:

Schattenspiele

Sogar Schmetterlinge und bunte Blumen erfreuten uns auf unserer Wanderung

Fellbach

Wir liefen den sich durch die Weinberge schlängelnden Weg in Richtung Fellbach entlang und schauten den Weinbauern bei der Weinlese zu.
Wir trafen dann auf dieses Gefährt, welches die müden Wanderer einsammelt: