Tag-Archiv | Wasserbüffel

Die Östliche Tempelgruppe in Khajuraho

Auf unserem Weg zur östlichen Tempelgruppe begegnen wir außer Ziegenherden auch anmutigen Wasserwallas (Frauen, die Wasser vom Fluss holen, da es keine Wasserleitung gibt).

Wasserwallijpg

Wir bestaunen ehrfürchtig die schwarzen Götter Degamba und Adinath aus dem 11. Jahrhundert. Ihre Ausstrahlung ist enorm.

Adinath

Als wir im Parshvanatha Jain Tempel aus dem 10. Jahrhundert den schwarzen Gott umrundeten, sah ich, wie er plötzlich zu leuchten begann und Fledermäuse flogen um uns herum. Nun wurde uns auch bewusst, warum es in den Tempeln immer so stinkt und woher die kleinen Scheißböbbel stammten.

Im Dorf gab es einen Liebessee, in dem die Dorfjugend badete. Letztes Jahr gab es dort ein Schild, dass man nicht dort baden darf, weil ein Krokodil im See wohnte. Es ernährte sich sicher von den Menschen, die sich dort täglich waschen und die das Schild nicht lesen konnten. Wir konnten leider die indischen Fotografierverbotschilder auch nicht lesen.

Als ich eine Familie Wasserbüffel fotografierte, stellte ich fest, dass sie vor mir noch mehr Angst hatten als ich vor ihnen. Aber ein mutiger kleiner Kläffer, der sie vor mir verteidigte, ließ mich schnell die Flucht ergreifen. In Indien gibt es übrigens Wasserbüffelmilch im Tetrapack.

Wasserbüffeljpg

Unsere Bäuche waren inzwischen total flach und ich hatte plötzlich eine Vision:

Ein riesiges Steak mit Pommes und Catchup!!!!!!!!!!!
Eigentlich sind wir Vegetarier. Zum Glück hatte ich vorgesorgt und eine Gemüsebrühe gekocht. Wir wollten sie uns gerade munden lassen, da klopft es an die Tür.
„Room Service, brauchen sie was?“
„Nein danke, wir haben alles, uns geht es gut.“
Unsere „Medizin“ hat geholfen und die Vision kam in dieser Form nicht mehr.

Ausflüge in Varanasi

Varanasi
Wir fuhren zum größten Hindutempel, dem Shiva- Parvatitempel der 1,3 Millionen Stadt mit noch viel mehr Pilgern.

Danach spazierten wir zwischen den schönen Gebäuden in den grünen Anlagen der Banaras Hindu Universität herum. Beim Chemieinstitut fanden wir lauter Chemieabfälle einfach am Straßenrand herumliegen. Jetzt wurde mir klar, woher die verschmähten Liebhaber ihre Säureflaschen nehmen, die sie über ihre Angebeteten gießen um sie zu verunstalten, damit sie auch ja kein anderer bekommt.

Chemiemüll

Im Affentempel Jai Sri Rama wurden mal wieder alle Taschen durchsucht und es gab ein fürchterliches Gedränge am Fraueneingang. Eine Wächterin grabschte und zwirbelte an meinen Speckröllchen herum und wollte mir mein Pfefferspray klauen, dann habe ich es ihr wieder entrissen und mich zuerst fluchend in die Männerschlange gerettet und dann wütend den Affentempel verlassen.

In den Durga Tempel am See durften wir nicht hinein, weil wir angeblich Carnivoren seien. Wenn das nicht Rassismus ist.

Als wir aus dem Jaintempel herauskamen, in dem ich wieder aufgepäppelt worden bin, ergoss sich ein Monsunregen über uns und aus der Lehmstraße wurde ein Fäkalienbach, durch den wir eiligst durchwateten um noch unser Hotel zu erreichen.

Den Wasserbüffeln machte der Monsunregen nichts aus:

WasserbüffelimGanges

Das Zimmer war überflutet, die Betten standen im Wasser und ich fing zum Entsetzen des Personals erst mal mit dem Aufwischen an, als ich mir überall Lappen zusammengesucht hatte. Dann kamen aber Leute und wischten die Fluten hinaus. Es war feuchtheiß und die Klimaanlage funktionierte nicht, weil nirgends die dazugehörigen Batterien aufzutreiben waren.

Das Kofferpacken war auch sehr mühsam, weil das Zimmer so winzig war und nebenan mit lautem Geklopfe die Terasse renoviert wurde. Aber irgendwann haben wir es doch noch geschafft. Nur das Taschenmesser war mal wieder weg.