Tag-Archiv | Wassergeister

Der Hafen von Olonne und La Chaume

Um wieder auf andere Gedanken zu kommen, besuchte ich den Hafen und spazierte zum Leuchtturm. Während ich mit halb geschlossenen Augenlidern, die Hände leicht auf dem Schoß auf der Mauer saß und über die heilige Natur des Wassers nachdachte, sprangen die Kinder verbotenerweise immer wieder mit Begeisterung von der Kaimauer ins Meer um die vielen seltsamen und wunderschönen Wassergeister zu ärgern.

Meeresungeheuer

Es fuhren sogar Frachter, die bis zu 110m lang waren, in den Dockhafen ein.
Der Jachthafen Port Olona ist einer der bedeutendsten der Vendéeküste.

Ludwig der XI legte im 15. Jahrhundert den Grundstein des Fischereihafens, woraufhin er sich zu einem der aktivsten Häfen entwickelte. Die Kabeljaus von den Bänken Neufundlands wurden mit Salz von Olonne eingesalzen. Im 16. Jahrhundert kamen der Walfang, der Salz-, Wein-, Weizen- und Tuchhandel hinzu.

Eine Fähre fuhr regelmäßig auf die andere Seite des Kanals zum Fischerviertel La Chaume hinüber.

In den engen Gassen und weiß gekalkten niedrigen Häusern war es bei der brütenden Hitze angenehm kühl. Nachdem die Kirche dort mal wieder verschlossen war, fotografierte ich die Häuser beim Place Sainte Anne und lief weiter zum Meeresmuseum, der Prieure de St. Nicolas und dem Tour Arundel. Der Tour d‘ Arundel gehört zum Verteidigungssystem des Château Saint-Clair an der Hafeneinfahrt.

Eindrucksvoll fand ich das riesige Bassin Dombret, ein Natürliches Meerwasserschwimmbad, in dem die Meeresfische mit schwammen.


Ich spazierte weiter bis zum nächsten Leuchtturm und lief durchs Labyrinth von La Chaume zurück zur Fähre und von dort am Strand entlang zum Hause der Adam`s Family zurück.

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Mystisches am Ufer des Forggensees

Von der Ferne winkten mir die Geister von den Schlössern Neuschwanstein und Hohenschwangau zu, als ich das Schiff an der Anlegestelle Brunnen beim Campingplatz von Schwangau verliess, um den Uferweg nach Füssen zurückzulaufen.

Madonna

Bei Waltenhofen begrüßten mich die Doppelmadonna Maria Dolorosa, die Schmerzensreiche, deren Seele ein Schwert durchbohrt mit Scharen von Vögeln auf der Pfarrkirche St. Maria und Florian. Sie wurden nur noch übertönt von den vorbeifahrenden Autos.

Die kleine Magnuskapelle am Weg gegenüber steht an der Stelle des Apfelbaums, an den Magnus einst sein Kreuz hängte und mit Tosso den Grundstein legte.

Der heilige Magnus von Füssen, ein Einsiedler aus dem 8. Jahrhundert ist einer der drei „Allgäuheiligen. St. Gallus und Kolumban sind die anderen zwei. Sein Attribut ist der Drache, den er in der Schlucht bei Roßhaupten bezwang.

Magnus hilft mit seinem St.-Mang-Stab nicht nur gegen Mäuse, Raupen und Engerlinge. Einen halben Tag lang steckt er an vier Stellen den Magnusstab in den Acker, singt das Evangelium, liest den Exorzismus und erteilt den Segen. Durch diesen Flurumgang bleiben die Trauben sieben Jahre vom Schimmel verschont.

Natürlich habe ich ihn sofort zu mir nach Hause eingeladen und warte täglich auf sein Erscheinen.

Ich spazierte weiter an dem malerischen Forggenseeufer entlang und fotografierte die Wiesenelfen beim Aquarellieren .

Bei der Lechbrücke trieben die Wassergeister wieder ihren Schabernack mit den Schildern, weshalb die Radfahrer sie wohl ignorierten.

Zauber am Forggensee

Im Frühjahr hörte ich, dass mein Urlaub diesmal nicht ins Wasser fiele. Ganz im Gegenteil der 40 Meter tiefe Forggensee im Ostallgäu sei weg und die Gegend sehe aus wie eine Mondlandschaft.

Das hörte sich an, wie die Sage vom versunkenen Dorf:

http://www.mythologie-atlas.de/altlandkreis-f%C3%BCssen/schwangau/deutenhausen/

nur umgekehrt!

Ein Anruf bei den Sirenen ergab, dass sie sich bei mir beklagten, dass die Menschen ihnen im Winter immer das Wasser aus dem Forggensee stehlen um die Wasserkraft nutzbar zu machen.

Der Seespiegel wird auch gesenkt, um Hochwasser aufzufangen zu können. Dann erscheinen Reste alter römischer Straßen und Gemäuer.

Die Wassergeister und die Lebewesen des Sees müssen sich dann alle in einem kleinen Becken zusammendrängen, bis der See zur Reisezeit endlich wieder gefüllt wird.

Im Jahre 1954, bei der ersten Aufstauung des Forggensees muss es ganz schön schlimm für die betroffenen Menschen in den versenkten Weilern gewesen sein, ihre Existenz zu verlieren, damit jetzt die Touristen auf dem Schiff herumfahren können und nachts die Städte erleuchtet werden können.

Die Undinen in meinem Gartenteich

Mit dem Osterwasser hatte ich auch ein paar Undinen mitgebracht. Sie pflegen das Lebenswasser mit ihrem Gesang zu hüten.

Guru

Undinen sind Elementargeister ebenso wie Gnome und Salamander. Da Undinen weibliche Wassergeister sind, springen sie gerne durch die Wellen und lieben Musik und Tanz.

Sie stehen eng mit der Kraft des Mondes in Verbindung. Nun baden sie in meinem Gartenteich, im Sommer werde ich sie mit an den Ozean nehmen, dann können sie dort auf den Wellen reiten.

Da Undinen Zugang zur Gefühlswelt haben und zur Intuition lehren sie uns unsere Gefühle wahrzunehmen.

Heute Nacht, in der Nacht zum 1. Mai öffnet sich wieder das Tor. Wenn ich das plätschernde Ge¬räusch vernehme, werde ich wieder durch die Wasserlandschaft tauchen. Dann werden die Undinen singend herbei schwimmen und mich mit auf ihre wunderbare Reise nehmen:

Mein geheimes Anwesen im Windmond

Da bei den Kelten alles Sein in den Tiefen der Dunkelheit wie aus einem dunklen Mutterschoß heraus geboren wurde, begann ein Zyklus immer mit der dunklen Hälfte. So begann also das Jahr Anfang November in der dunklen Jahreszeit.

Auch mein wilder Garten begann sich zu verändern. Die üppige Pracht stand noch voll in der Blüte und lebte in manchen Früchten (Erdbeeren) noch einmal auf, um dann langsamer zu pulsieren und schließlich einzuschlafen, wie auch die Frösche und Wassergeister in meinem Teich.

Alles an der Oberfläche scheint friedlich zu schlafen. Glitzernder Reif breitete sich wie ein Mantel über die Fauna. Das Gras darunter ist grau, die Farben sind verblasst.

Andere Geister beseelen und beschützen nun mein geheimes „An-wesen“. Sie steigen aus den Nebeln heraus und sausen mit den Winden ums Haus und stellen sich herrschsüchtig in Position. Aus diesem Grund hieß der November früher Windmond oder Nebelung.

Nun wird es Zeit mit der Natur mitzuschwingen, alles aufzuräumen und nach innen zu gehen in die Stille und sich Gedanken zu machen über die Illusion von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft oder die Dualität von Gut und Böse…