Tag-Archiv | Wassermann

Meditation am Weissensee

Wassermann vom Weissensee

Um mich von dem Schreck mit dem fernbedienten Rasentraktor zu erholen lief ich abends noch eine Runde meditierend um den Weißensee herum:


Die Naturgeister haben sich wieder von ihrer besten Seite gezeigt und die Sonne erst untergehen lassen, als ich wieder zurück war. So musste ich keine Vaterunser beten, damit mir ein Lichtlein aufgeht:

http://www.mythologie-atlas.de/altlandkreis-f%C3%BCssen/wei%C3%9Fensee/irrlichter-wei%C3%9Fensee/

Der Zauber am Weissensee

Auf der Flucht vor dem Fußballwahnsinn bin ich im mythologischen All (gäu) gelandet.

Nachdem ich ein Stoßgebet gen Himmel geschickt habe, passte sogar das Auto auch in die gemietete Garage.

Gleich nach der Ankunft machte ich einen Spaziergang zum Weißensee, der das sauberste Wasser in der Gegend haben soll, obwohl der Schwarzenbach und die ganze Jauche, die die Bauern ringsum auf die Felder spritzten dort hineinfließen.

Am Schwarzenbach entlang nach Wörth ließen die Kühe auf den Weiden ihr liebliches Geläut erklingen, so dass ich gleich den Weg zur Madonna fand und ihr für das Willkommensständchen dankte.

Am nächsten Tag umrundete ich noch mal die andere Seite des Weißensees.

Nur leider schaffte ich es nicht, die angegebene Zeit die auf dem Wanderschild stand einzuhalten, weil der Weg so sehr bevölkert war von Radfahrern, Stockträgern, Hunden und anderen Naturgeistern. Nur Wanderer habe ich wenige gesehen.

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Dafür traf ich den Wassermann, der hier ausführlich beschrieben wird:

http://www.mythologie-atlas.de/altlandkreis-f%C3%BCssen/wei%C3%9Fensee/wassermann-wei%C3%9Fensee/

Außerdem musste ich ja die heilige Walburga besuchen.

Walburga bedeutet: “ Schutz bietende Walstatt“. Walburga ist die Patronin der Wöchnerinnen, Bauern und Haustiere. Sie wird angerufen für das Gedeihen der Feldfrüchte; gegen Hungersnot und Missernte, Hundebiss, Tollwut, Pest, Seuchen, Husten und Augenleiden.

Das Walburgafläschchen wird im Altar aufbewahrt, weil sich in Walburgas Schrein eine Flüssigkeit ansammelt, die in Fläschchen gefüllt und verteilt wird.

Ein Cyberangriff in unserer Straße?

Mond im Wassermann, hieß es heute in meinem Mondkalender, bedeutet Überraschung. Und wie ein Blitz aus heiterem Himmel wurde uns am Sonntag verkündet, dass am Montag Morgen eineinhalb Stunden der Strom abgestellt wird, weil bei einem Nachbarn das Licht flackerte.

Die ganze Straße war nun heute Morgen voller Baufahrzeuge und Bagger. Es wurden die Sicherungen des Hauses herausgenommen und nach 2 Stunden wieder eingesetzt. Dann fuhr das Messfahrzeug fort. Nach einer halben Stunde war der Strom wieder weg und die Sicherungen wurden wieder raus genommen.

Da wurde mir auf einmal bewusst, wie abhängig und süchtig ich vom Strom war:

Kein warmer Tee zum Frühstück und die Heizungen wurden auch kalt.
Weder Waschmaschine noch Geschirrspüler konnten für mich arbeiten. Meine fettigen Haare wollte ich auch nicht mit kaltem Wasser waschen. Das Duschen ließ ich auch lieber sein. Ich konnte keine Musik anmachen und keinen Fernseher.

Selber singen war auch nicht drin, dann hätte ich vielleicht nicht gehört, wenn der Mann des Stromlieferers an der Haustüre klopft (die Klingel hatte auch keinen Strom), um die Sicherungen wieder einzubauen. Nicht mal das Telefon funktionierte. Und das Internet schon gar nicht (WLAN router ohne Strom).

Also las ich in meinem Buch weiter. Natürlich kamen da Begriffe vor, die ich gerne gegoogelt hätte.

Da ich noch einen Termin hatte, begann ich mich fertigzumachen. Beinahe wäre ich dann zu spät gekommen, weil ich im dunklen Flurschrank ewig meine Schuhe suchen musste und die Taschenlampe seit dem letzen Urlaub nicht mehr in der Hand gehabt hatte.

Gegen Abend kam der Mann mit den Sicherungen zurück und ich führte ihn die Kellertreppe hinunter. Dazu erklärte ich ihm, dass das Licht automatisch anginge. Als es dann aber doch nicht hell wurde merkten wir erst, dass das Licht ja nicht angehen kann, wenn der Strom der ganzen Straße abgeschaltet ist. Da sieht man mal, wie eingefahren man denkt.

Inzwischen wurde die Straße an verschiedenen Stellen aufgerissen und die Leute versammelten sich in unserer Straße. Bis der Schaden endlich behoben war und die Lichter wieder angingen dauerte es bis 19 Uhr. Ein Glück, dass ich weder eine Tiefkühltruhe noch Warmwasserfische habe.

Wir haben uns in Deutschland also schon besser als die Inder beim Stromausfall entwickelt. In Indien gab es sowas zwar mehrmals am Tag, dafür war der Strom dort aber nie so viele Stunden auf einmal weg.

Außerdem kann ich morgen nicht mit meinem Fasten beginnen, weil wir Fischstäbchen mit Erdbeereissoße essen müssen. Schließlich soll man die aufgetauten Lebensmittel ja nicht wieder einfrieren. Und wer ist daran schuld? Hacker?

Ich denke es war eher der hungrige Ameisenbär, der jetzt aus dem Winterschlaf erwacht ist und die Stromkabel mit Spaghetti verwechselt hat:

http://dschjotiblog00.blog.de/2012/01/15/ameisenbaeren-wirklich-artgerecht-haustiere-halten-12458486/

Immerhin war es im Abstand von 100 Metern an zwei Stellen an dem gleichen Kabel zu Kurzschlüssen gekommen, was in der 20jährigen Laufbahn des Strommonteurs, der die Sicherungen raus- und rein geschraubt hatte, noch nicht vorgekommen war.

Was meint Ihr, was es wohl war?