Tag-Archiv | Wilhelma

Die zauberhaften Parkanlagen von Stuttgart

winkende Statuen

Im Park wurde ich zuerst einmal von den das Glück herbei winkenden Statuen,den Eichhörnchen und den kreischenden grünen Gelbkopfamazonen, deren Vorfahren einst aus dem Zoo entwichen sind und nun außerhalb mit den Naturgeistern um die Wette kreischen,begrüßt. Sie alle leben hier in Freiheit.

Der Park beginnt immer gerade damit sich herbstlich zu verfärben, wenn auf dem Wasen das Cannstatter Volksfest beginnt.

Obelix musste auch irgendwo hier in der Nähe sein, weil sein Pinkelstein noch im Park herumstand. Wahrscheinlich hat er ihn nicht mehr gefunden, weil die Naturgeister sie alle verhext hatten und er auf dem Wasen zuviel Zaubertrank getrunken hat.

Hastig eilten die Büroangestellten zu ihren Hamsterrädern. Einige Arbeiter begannen mit ihrem Begrüßungslärm und gingen dann zum Frühstück über.

Die Villa Berg wurde Mitte des 19. Jahrhunderts für den späteren König Karl von Württemberg und dessen Ehefrau Olga, Großfürstin von Russland gebaut.

Den Naturgeistern gefiel wohl die verwahrloste Villa Berg überhaupt nicht, weil sie sich das Gebäude nach ihrem Geschmack umgestaltet hatten.

Überall schliefen oder schlurften Obdachlose um die Villa Berg herum die schon ziemlich abbruchreif aussah. Sie erinnerte mich irgendwie an das Maharadja- Hotel in Orchha:

http://dschjotiblog00.blog.de/2011/03/07/fahrt-orchha-10775372/

In den japanischen Garten traute ich mich gar nicht, weil dort auch noch einige Obdachlose wohnten.

Die Enten und Graureiher schliefen im Rosensteinpark noch mit ihren Köpfen unter ihren Flügeln.

Der Rosensteinpark ist ein riesiger englischer Landschaftspark aus dem 19. Jahrhundert. Darin steht das Schloss Rosenstein, ein Naturkundemuseum mit aufgespießten Insekten und ausgestopften toten Tieren und die Wilhelma, der Zoo mit seinen Pflanzen und lebenden Tieren.

Die Tiere im Zoo standen gerade auf. Der Eisbär nahm bereits sein Morgenbad. Die Affen waren aber noch nicht in ihrem Freigehege.
Die Perlhühner probten ihren Gesang bereits am frühen Morgen für ihren nächsten Wagner-Oper- Auftritt.
Die Baumgeister blinzelten neugierig in die Sonne um den Radfahrern hinterher zu schauen, die sie aber überhaupt nicht wahrnahmen:

Mehrere Krankenwagen fuhren mit Blaulicht und Martinshorn vorbei, als die Graugänse, die Vorfahren der Hausgans, auf der Flucht vor den lauten Rasenmähern vorbeirauschten und vor Angst die Wege vollkackten. Danach beschweren sich die Menschen dann wieder über die blöden Graugänse…

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Ich weiß wo der Frühling steckt!

Ich hatte genug vom grauen Winter und wollte endlich Frühling und weil der Frühling nicht zu mir kam, ging ich eben hin:

in die historischen Gewächshäuser der Wilhelma.

Hier dufteten uns bereits die Hyazinthen entgegen und die Azaleen überwältigten uns mit ihrer Pracht. Sie lieben es kühl, kalkarm, hell und feucht.

Aber auch schon vorher und danach konnten wir uns an jeder Menge wundersamer Pflanzen erfreuen.

Machen Spendentrichter spielsüchtig?

In den Eingang des Gebäudes ließ ein kleiner Junge Münzen rollen und wurde dabei von seiner Oma belehrt, dass man nicht mit Geld spielen darf. Sie hatte wohl noch nichts von Großbanken gehört. Aber immerhin folgte ihr Enkel ihr und hob seine Münze brav auf. Am Ende des Gebäudes stand dann der Spendentrichter, in den er diese Münze dann mit ihrer Erlaubnis verschwinden lassen durfte:

Man könnte wirklich meinen, dass diese Spendentrichter süchtig machen, beim Anblick der rollenden Münzen die unaufhörlich in immer enger werdenden Spiralen in das kleine schwarze Loch im Trichter rollen und dort unweigerlich verschwinden.

Wissen die Kinder eigentlich wofür die Spende gut ist? Ihnen scheint es egal zu sein, verzaubert genießen sie das Rollen der kleinen Metallscheiben, die sie den Eltern aus den Taschen gezogen haben.

Es ist eine geniale Idee und ich frage mich, wann diese Geldschlucker vor den Kassen in den Supermärkten stehen werden. Es verschwinden Tausende von Euros pro Jahr darin, aber sonst würden die Münzen im Wert von 1,5 Milliarden Euro bei uns ja laut einer Studie der Bundesbank nur ungenutzt in den Schubladen liegen. Hier steht noch mehr darüber, wieviele Spenden von wem eingenommen wurden:

http://www.spenden-trichter.de/

Früher wurden die Kinder zum Sparen erzogen und heute werden sie motiviert den Euro rollen zu lassen. Ob wir so die Finanzkrise in den Griff bekommen?

Frühlingsgesänge der Pinguine

In diesem Jahr sind auch die Pinguine recht spät in Frühlingsstimmung. Jede Art singt ihre ganz eigenen Gesänge. Das Pinguinmännchen schleppt Stöckchen und Grashälmchen in sein Nest und singt sein eigenes Lied um sein Weibchen für sich zu gewinnen. Wenn es dem Weibchen gefällt, schüttelt dieses sein Köpfchen und verneigt sich.

Später tanzen und singen sie gemeinsam bis zur Paarung und bleiben immer beieinander.