Tag-Archiv | Yama

Sind Eure Verwandten auch alles „Ratten“?

Die heilige Karni Mata ist eine Reinkarnation der Göttin Durga und die Schutzgöttin der Rajputen lebte im 14. und 15. Jahrhundert. Ihr ist der heilige Rattentempel Karni Mata geweiht, in dem die Pilger gemeinsam mit ihren Vorfahren, den Ratten aus den selben Behältern speisen, ohne dass es je zu einer Epidemie gekommen wäre:

Um den toten Sohn einer Fürstenfamilie wieder zum Leben zu erwecken, verlangte Karni Mata vom Totengott Yama die Herausgabe der Seele des toten Kindes. Weil das Kind aber schon wiedergeboren war, war dies nicht mehr möglich.

Karni Mata schwor daraufhin, dass niemand aus ihrem Volk je wieder das Totenreich betreten würde und dass die verstorbenen Seelen somit als Ratte wiedergeboren würden. Nach einem Rattenleben sollten sie als Sänger auferstehen. Deshalb werden fahrende Sänger bei den Rajputen besonders verehrt:

Karni Mata lebte 150 Jahre lang und blieb jung und hübsch und nach ihrem Tode wurde sie eine Ratte.

Unter meinen Verwandten gibt es wirklich Ratten, chinesische! Und bei Euch?

Heiligs Blechle, das Reittier des Teufels?

Was in unserem Schwabenländle das „Heiligs Blechle“ (Auto und Rasenmäher)bedeutet, ist in Indien die Heilige Kuh.

Für Gandhi war die Kuh die Verkörperung des gesamten menschlichen Innenwesens. An manchen Freitagen und Samstagen hat man den Eindruck, dass das Innenleben des Modernen Westlers mit dem Rasenmäher verbunden wird und so die ganze aufgestaute Wut der Woche herausgelassen wird- zu den Nachbarn.

Aber auch in Indien dürfen die Kühe nicht das saftige Gras aus den Parks verspeisen. Aber nicht etwa, damit sie keine Kuhfladen im englischen Rasen hinterlassen. Man ist ja modern, im Land Nummer Eins und braucht auch Rasenmäher, natürlich die größten der Welt. Also nimmt man, um die Touristen im Tadj Mahal Park zu beeindrucken Kuh- Rasenmäher :

Kuh- Rasenmäher

Surabhi, die mystische Urmutter aller Kühe (und Rasenmäher) ist das Symbol des Überflusses. Aber was die Kuh ausscheidet ist wenigstens rein, gesund und heilig. Trinkt nämlich die heilige Kuh heiliges Wasser, produziert sie natürlich auch heilige Sch….., was man vom Öl, Abgas, Feinstäuben, Gestank und Lärm des Heiligen Blechles ja nichtbehaupten kann.

Auch Krishna liebte die Kühe, sein heiliges Land hieß Braj (Kuhstall) und sein spirituelles Reich war Goloka, die Kuhwelt.

Sogar wenn wir nach dem Tod den großen Fluss überqueren müssen um in die Unterwelt zu gelangen benötigen wir Yamas Schutz. Yama reitet auf einem schwarzen Stier und haut mit einer seiner 4 Hände den hungrigen Krokodilen eine Keule aufs Maul, wenn sie nach uns schnappen. Säße er auf einem Rasenmähertraktor, würde bestimmt in dem entscheidenden Moment der Motor abgewürgt.

Shiva reitet auch auf einem Stier, auf dem weißen Nandi Stier. Shiva kann ich mir weder in einem Tata noch in einem Ferrari vorstellen (auch nicht auf einem Rasenmähtraktor).

Wessen Reittier ist dann das Heilige Blechle?
Das des Teufels?