Tag-Archiv | Zauberin

Mein Tanz mit dem Säbel

Bei den Beduinen war es früher Brauch, dass der Mann den Säbel als Symbol seiner Macht seiner frisch angetrauten Gemahlin, der Herrin des Hauses übergab, sobald sie in ihr neues Heim kam. Dafür tanzte die Frau dann für ihren Mann den Säbeltanz. Durch seine gebogene Form ist dieser Krummsäbel einfacher zu balancieren als ein Schwert.

Die Zauberin Esi überreicht mir den Säbel mit dem der Prophet Mohammed gekämpft hatte. Sie hatte ihn aus dem Staatswappen eines islamischen Landes heraus gezaubert.

Die Zauberin zeigte mir, wie ich den Säbel anfassen muss und riet mir die Klinge keinesfalls mit der Hand zu umfassen, wegen der scharfen Klinge.

Langsam hob ich den Säbel über meinen Kopf und war überrascht, wie empfindlich ich war, als ich ihn aufsetzen wollte. Schließlich fand ich eine Stelle, an der er nicht so sehr schmerzte.

Säbeltanz

Das Balancieren war nicht so schwierig, weil der Säbel so schwer war. Schließlich hatte sich Esi ja neulich erst die Schulter ausgekugelt, als sie den Säbel zu kraftvoll um sich schwang. So begann ich mit dem langsamen Schreiten durch den Raum. Dazu bewegte ich anmutig meine Hände.

Anfangs fühlte ich mich wie Damokles, über dem ein an einem Rosshaar aufgehängtes Schwert schwebte. Ich konnte wie er, unmöglich die Kostbarkeit des Augenblickes genießen. Ich erkannte, dass sowohl sein König, als auch meine Zauberin nicht unbedingt die glücklichsten Menschen sind. Überall kann Gefahr drohen und auch Glück ist nicht von Ewigkeit.

Paracelsus hatte dieses Problem wohl nicht. Er trug das Schwert immer an der Seite. Der Knauf war eine abschraubbare Hohlkugel für seine Laudanumpillen und einen Geist. Diese Pillen des Azoth, des Roten Löwen machten viele Menschen wieder gesund.

Erst als ich mehr Sicherheit erlangte, rief ich Krishna zu Hilfe. Er brachte mir Nandaka, sein Schwert zur Erhaltung der göttlichen Ordnung mit. Da Nandaka auf Sanskrit „erfreuend und Freude schenkend“ bedeutet, wagte ich mich nun an schnellere Bewegungen und Drehungen, sowie ans Balancieren des Säbels auf meinen anderen Körperteilen.

Eigentlich mag ich aber diese Attribute der Heiligen nicht so gerne auf meinem Kopf. Die sind mir nämlich viel zu schwer zu ertragen.

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Hochzeitsfest von Isis und Osiris

Am 19. Juli wurde im alten Ägypten das Hochzeitsfest der Geschwister Isis und Osiris gefeiert.

Die Ehe des gerechten Königs Osiris und Iris, der großen Zauberin, der Herrin der Heilpflanzen und Gifte war glücklich, bis der neidische Bruder Seth Osiris tötete, seinen Leichnam zerstückelte und dessen Teile zerstreute.

Isis, die große Magierin und Muttergöttin stürzte in tiefste Verzweiflung. Die Ernte blieb aus und der Nil trat nicht mehr über seine Ufer.

Isis sammelte die Teile von Osiris Leichnam wieder zusammen. Sein wichtigstes Teil konnte sie aber nicht finden, so formte sie es aus reinem Gold (nicht aus Hautschuppen!). Mit mächtigen Zaubersprüchen erweckte sie den Leichnam wieder zum Leben und zusammen zeugten sie Horus, der die weltliche Herrschaft fortführte.

Osiris wurde zum Herrscher der Unterwelt und steht symbolisch für die Auferstehung oder das Leben nach dem Tod.

Eisenkraut ( Isenkraut)wurde in Ägypten die „Tränen der Isis“ genannt.

Bei der Verhüttung wurde Eisenkraut in das flüssige Metall gegeben, um das Eisen härter zu machen. Eisenkraut hat die Fähigkeit die Liebe so heiß „wie glühendes Eisen“ zu machen.

Dieses Zaubermittel wirkt kräftigend und ist gut für den Magen und den Hals.

Trägt man Eisenkraut beim Wandern bei sich, wird man nicht müde.

Eisenkraut hilft auch Erwünschtes herbei zu bringen und Unerwünschtes fern zu halten. Am besten überreicht ihr bei Euren Bewerbungsgesprächen eine Strauß Eisenkraut. Dass diese Pflanze Glück bei Verträgen bringt, wussten schon Gesandte und priesterliche Diplomaten.

Allerdings schreibt Plinius:

„Wenn man sich damit salbt, so erlangt man alles, was man will; das Kraut vertreibt Fieber, stiftet Freundschaft und heilt alle Krankheiten. man muss es beim Aufgang des Hundssterns (Sirius) sammeln, wenn weder Mond noch Sonne scheinen; zuvor muss die Erde mit Wachs- und Honigopfern versöhnt werden. Mit Eisen muss man einen Kreis um die Pflanze ziehen und sie alsdann mit der linken Handausgraben und emporheben.“