Tag-Archiv | zauberwald

Im Zauberwald Bois de Saint Jean

Zauberwald

Durch die wehmütigen Klänge angelockt betrat ich in meditativer Beschaulichkeit den Bois de Saint Jean, in der Nähe der Abtei Saint Jean d` Orbestier. Dieses fließende, unbestimmbare Zwischenreich, dessen Eingänge in die Anderswelt nie zurück führen.

Alte keltische Seelen durchwanderten mit mir die Landschaft und berichteten mir, dass in diesen undurchdringlichen Eichenwäldern einst Menschen auf den flachen Steinen geopfert wurden, auf denen ich es mir zur Meditation gemütlich machen wollte.

Eichenkundige, weißbärtigen Druiden mit ihren eiförmigen magischen Yonis am Gürtel hängend, schnitten mit ihren goldenen Sicheln Mistelzweige ab.

Der Zauberer Merlin verwandelte sich sogar in einen Hirsch, um mir zu beweisen, dass sich in dieser Gestalt auch der keltische Gott Cernunnos zeigte, als ein schamanischer Seelenbegleiter für die Toten. Cernunnos verkörpert so den Tod, aber auch die Wiedergeburt. Oftmals verwandelte er auch Menschen in Steine, wie man überall in dieser Gegend findet.

Aber da es momentan genügend Menschen auf dieser Erde gibt, bat ich die Göttin nicht, sie wieder zurück zu verwandeln. Ihre rätselhafte Doppelnatur hatte ich am Tage zuvor deutlich zu spüren bekommen.

Manche alte Eichen waren von Efeu überwuchert und ich war froh, als ich aus dem Dickichtgewirr wieder herausfand.

Halloween- Ausflug zum Battert-Felsen bei Baden- Baden

Mit der Merkur- Bergbahn, einer Standseilbahn fuhren wir auf den 668 Meter hohen Gipfel des Berges Merkur. Von dieser alten Kultstätte für den Gott Merkur aus konnten wir bis zu den Vogesen schauen.

Battterty

Dann wanderten wir durch den mystischen Zauberwald zum Battert- Felsen, der vor etwa 35 Millionen Jahren entstand. Derartige schroffe und hohe Felsklippen waren unseren Vorfahren heilig. Auf den Plateaus wurden ehedem von Priestern rituelle Kulthandlungen vollzogen und danach wurden die geweihten Opfergegenstände die Felsen hinab geworfen.
Tafeln des Naturerlebnispfades wiesen auf Besonderheiten der Umgebung hin.

Battertfelsenx

Auf der Jagd nach dem weißen Reh begegnete einst dem wilden Jäger am Battert die Felsenjungfrau. Er verfiel ihrem Zauber und wurde zum Einsiedler, dem sich die Tiere des Waldes vertrauensvoll näherten.

Einsiedlerpfad

Vom Turm des Alten Schlosses konnten wir auf die Stadt Baden-Baden und die Rheinebene und wieder bis hinüber ins Elsass zu den Vogesen schauen.

Altes Schloss ausblick1

Früher sah es dort einmal so aus:

Im Rittersaal des Alten Schlosses entdeckten wir eine Windharfe von 4,10 Metern Höhe und 120 Saiten Diese Aeolosharfe wird auch Geisterharfe, Wind- oder Wetterharfe genannt. Dieses Saiteninstrument, wird durch den Wind des griechischen Gottes Aeolos zum Klingen gebracht.

Windharfe1

Die verzaubernde Wirkung des Klanges kann vom zartesten Pianissimo und kann zum rauschenden Forte anschwellen.

So hört sie sich an:

Wir schafften es gerade noch vor Einbruch der Dunkelheit zurückzukommen, da dann die Halloween- Parties los gingen…

Die Marienquelle

Die Marienquelle bei Wernau zeichnet sich durch seine feinen Schwingungen aus. Viele Menschen kommen hierher um von Maria erhört zu werden. Oft bitten sie auch um Heilung für sich oder einen ihrer Lieben. Es werden Kerzen angezündet und sogar etwas Geld in die Ritzen gesteckt, zusammen mit Bildern von denen, die geheilt werden sollen oder aufgeschriebenen Wünschen.

Marienquelle2 Marienquelle1

Das Wasser dieser Quelle soll heilkräftig sein und eignet sich gut um seine Kristalle und Edelsteine von Fremdenergien zu reinigen. Auch die Pflanzen daheim freuen sich, wenn man ihnen etwas von dem Wasser mitbringt.
In der Johannisnacht glaubt man in einem Zauberwald von Feen zu sein, wenn Millionen von Glühwürmchen um einen herumtanzen und man muß achtgeben, daß man sich beim Verfolgen ihrer Tänze nicht im Wald verirrt.