Shoppen in Delhi

Nachdem wir uns ausgeruht hatten, spazierten wir den 1. Und 2. Connough-Ring ab und klapperten alle Buch- und CD-Läden ab. Gut, dass wir ordentlich abgenommen hatten, sonst wären noch die uralten klapprigen bedrohlich wackelnden und quietschenden antiken Wendeltreppen unter uns zusammengebrochen.

Auf dem Innenplatz des Connough- Ringes war eine riesige Grünfläche, auf der Hunderte von Menschen saßen und sich ausruhten. Im Palika Bazar wollte ich einige Elektrogeräte kaufen.

Pustekuhfladenkuchen! Wir durften sogar unsere Rucksäcke mit hineinnehmen, aber das war gar kein Mediamarkt, wie man uns sagte, sondern eine Stadt unter der Stadt mit hunderten von kleinen Läden, meist mit Klamotten. Vor jedem Laden warteten mindestens drei Verkäufer, die uns mit allen Mitteln in ihre Läden locken wollten, worin sich dann noch viel mehr von ihnen befanden. Wir konnten nichts richtig anschauen, weil wir ständig angequatscht wurden. Das Getöse und Gedränge war unbeschreiblich, so dass ich irgendwann gar nicht mehr wusste, wo wir waren und nur noch raus wollte. Das Resultat war, dass wir gar nichts gekauft haben. Ein Glück, dass es dort keinen Stromausfall gab!

Im Japanmarket waren zwar viele Touristen, aber das Gedränge hielt sich in Grenzen und es gab dort schöne Dinge zum anschauen und günstig zu kaufen.

Im Shankarmarket, wo die Einheimischen ihre Dinge kauften, fand ich fast alles, war auf meinem Einkaufszettel stand, so wie z. B.: Tulsisamen (da wußte ich noch nicht, dass das Basilikum ist). Es gab dort weniger aufdringliche Verkäufer und man konnte sich normal mit den Menschen unterhalten. Das Einkaufen machte hier richtig Spass.

Nach dieser Strapaze mussten wir aber vor dem Dunkelwerden noch irgendwo versiegelte Wasserflaschen und Proviant finden. Das Risiko in der Pizzahut nebenan zu essen, wollten wir lieber nicht eingehen, weil wir uns für die bevorstehende Abreise vorbereiten mußten:

Das war gar nicht so einfach. Als wir dann endlich einen Stand mit kalter Cola , Kekse und Erdnüsse gefunden hatten und ich mich mit „danyawad“ bedankte, hat der Verkäufer sich so gefreut, dass eine Touristin mit ihm Hindi spricht, dass er sein vom Betelkauen bluttriefendes Gebiss entblößte.

Von nun ab wägte ich doch etwas genauer ab, was ich sagte.
Hier, überall an den Wänden landet nach dem Genuss urplötzlich die Betelspucke. Da müssen die Leute sich immer schnell in Sicherheit bringen, wenn sie nichts abkriegen wollen:

Dann kühlte ein Monsunregen die unerträgliche staubige Hitze wieder ab und wir erholten uns auf unserer Dachterrasse.

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